USA 17, ehemals BMW Oracle Racing 90 oder BOR90

01. August 2015 | Destination: | Rubric: Großsegler, Yacht des Monats |

USA 17 in the San Francisco Bay © Peter Potrowl/cc-by-sa-3.0

USA 17 in the San Francisco Bay © Peter Potrowl/cc-by-sa-3.0

Die USA 17 (BMW Oracle Racing 90) ist ein Trimaran, gebaut vom Segelteam BMW Oracle Racing für den direkten Vergleich mit dem Katamaran Alinghi 5 im 33. America’s Cup, der 2010 ausgetragen wurde. Am 12. Februar 2010 gewann die USA 17 das erste Rennen gegen die Alinghi 5 mit über 15 Minuten Vorsprung, am 14. Februar das zweite Rennen mit über 5:26 Minuten Vorsprung, und holte damit den America’s Cup zurück in die USA.

Die USA 17 ist sehr leicht für ihre Größe, da sie fast ausschließlich aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff gebaut wurde. Zusätzlich zu den üblichen Segeln hat sie ein starres Segel, das aus Kohlenstofffaser und Kevlar gebaut ist, das Flügel-Segel, das auf einem zweigliedrigen, einzeln trimmbaren Tragflächenprofil beruht, ähnlich einem Flugzeugflügel. Das Vorsegel wird statt am Bug auf einem Klüverbaum gefahren. Anfangs wurde parallel an zwei Takelungen gearbeitet: konventionelles Segel und feststehender Flügel. Nach einem Mastbruch im Herbst 2009 entschied sich das Team, nur den Flügel weiter zu entwickeln. Der hintere Teil des Flügels besteht aus einzeln verstellbaren Segmenten – dadurch kann für jeden Wind eine optimal gewölbte Fläche für den maximalen Vortrieb eingestellt werden. Da der Flügel auch im Ruhezustand (z. B. beim abendlichen Ankern) nicht verkleinert werden kann, muss das Schiff auch zu Pausenzeiten ständig bemannt bleiben.

BMW Oracle Racing's BOR 90 in original configuration © Limeydal/cc-by-sa-3.0 BMW Oracle Racing's BOR 90 off San Diego © Limeydal/cc-by-sa-3.0 BMW Oracle Racing © Pedro de Arechavaleta/cc-by-sa-3.0 BMW Oracle Racing 90 introduces U.S. America's Cup Team © flickr.com - Port of San Diego/cc-by-2.0 San Francisco - Trimaran Oracle USA 17 © Peter Potrowl/cc-by-sa-3.0 USA 17 in the San Francisco Bay © Peter Potrowl/cc-by-sa-3.0
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BMW Oracle Racing 90 introduces U.S. America's Cup Team © flickr.com - Port of San Diego/cc-by-2.0
Bei dieser Yacht werden motorbetriebene Winschen verwendet – die Männer zur Bedienung der Handkurbeln (Grinder) sind nicht mehr nötig. Neben der Gewichtseinsparung können Segelmanöver nun schneller durchgeführt werden. Trotz seiner Breite ist der Trimaran so leicht und der Mast so hoch (bis zu 55 m, also doppelte Rumpflänge), dass er falsch gesegelt schon bei etwa zehn Knoten Windgeschwindigkeit kentern kann. Bei guten Windbedingungen kommt auch der Mittelrumpf aus dem Wasser, und der Trimaran segelt nur auf dem Leeausleger. Dafür können statt der mit Kielbootyachten üblichen zehn Knoten Geschwindigkeit in bisherigen America’s Cup Rennen bis zu 40 Knoten (74 km/h) Spitzengeschwindigkeit erreicht werden. Im zweiten Rennen gegen Alinghi 5 erreichte die USA 17 über 33 Knoten Spitzengeschwindigkeit – bis zu dreifache Windgeschwindigkeit.

Zur Optimierung des Trimarans werden bei Testfahrten von Sensoren 26.500 Daten pro Sekunde aufgezeichnet. Die USA 17 ist im kalifornischen Golden Gate Yacht Club in San Francisco beheimatet.

Lesen Sie mehr auf ORACLE TEAM USA, America’s Cup, Golden Gate Yacht Club und Wikipedia USA-17. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können.





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