Themenwoche Venezuela – Maracaibo

Donnerstag, 24. Mai 2018 - 12:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Calle Carabobo © The Photographer

Calle Carabobo © The Photographer

Maracaibo ist eine Hafenstadt am Lago de Maracaibo im Nordwesten von Venezuela. Sie ist die Hauptstadt des Bundesstaats Zulia, bildet mit über zwei Millionen Einwohnern nach Caracas das zweitgrößte Ballungsgebiet des Landes und gehört zu den größten Städten der Karibik.

Die Stadt liegt am westlichen Ufer einer 8 km breiten Meerenge, Canal de San Carlos, die den Maracaibosee im Süden mit dem nördlich gelegenen Golf von Venezuela und damit mit der Karibik verbindet. Diese Meerenge wird von der 9 Kilometer langen General-Rafael-Urdaneta-Brücke überquert. Am anderen Ufer, südöstlich von Maracaibo, liegt in 20 km Entfernung die Stadt Cabimas. Im Norden der Stadt erstreckt sich die Guajira-Halbinsel, die zum größten Teil zum Nachbarland Kolumbien gehört. Die Grenze Kolumbiens ist im Westen und Norden nur 100 km von Maracaibo entfernt. 250 km östlich liegt die Stadt Coro.

Santa Lucia © flickr.com - Grégory David Escobar Fernández/cc-by-2.0 Basilica of the Chinita © The Photographer Calle Carabobo © The Photographer © flickr.com - José ILIDIO Spinola/cc-by-sa-2.0 General Rafael Urdaneta Bridge © The Photographer © Rjcastillo/cc-by-sa-3.0
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Santa Lucia © flickr.com - Grégory David Escobar Fernández/cc-by-2.0
Eine lange Zeit war die Stadt nur per Fähre mit dem Rest von Venezuela verbunden, Kolumbien war einfacher zu erreichen. Diese Isolation förderte Bestrebungen nach einem von Venezuela unabhängigen Staat, genannt La República Independiente del Zulia, zu dem es jedoch nie kam. Maracaibo blühte mit der steigenden Nachfrage des damaligen Luxusguts Kaffee aus den Bergregionen Venezuelas auf. Die fünf deutschen Häuser des Kaffeehandels, die sich daraufhin in Maracaibo ansiedelten, zählten bis zum Staatsstreich zu den bedeutendsten Unternehmen Venezuelas. Die wichtigste Person der Stadt war der Chef des Hauses “Montovio Minlos & Unternehmen”. Emil Minlos bekleidete von 1858 bis 1866 das dortige Amt des königlich preußischen Konsuls. Ein schweres Erdbeben im Maracaibo-See erschütterte den dortigen Kaffeehandel 1865 nur kurzfristig. 1962 wurde die General-Rafael-Urdaneta-Brücke über den Maracaibo-See eröffnet; damit war Maracaibo auch über den Landweg vom östlichen Venezuela erreichbar. Heute besteht die Stadt aus dem nördlichen Maracaibo und dem südlichen, 1995 gegründeten, San Francisco.

Die Kirche “La Chinita” ist ein berühmter Wallfahrtsort, dort soll einer Frau am Platze auf ihrem Waschbrett die heilige Jungfrau Maria erschienen sein. Das Brett dekoriert heute noch den Altar und wird täglich von hunderten Gläubigen besucht.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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