Themenwoche Ulster – Letterkenny

Dienstag, 19. August 2014 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
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Oatfield Sweet Factory © geograph.org.uk - louise price/cc-by-sa-2.0

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Letterkenny (irisch: Leitir Ceanainn) ist mit 20.000 Einwohnern die größte Stadt im irischen County Donegal. Sie liegt im äußersten Nordwesten der Republik Irland, 50 Kilometer nordöstlich der Stadt Donegal und 30 Kilometer westlich der nordirischen Stadt Derry. Der Name ist eine Anglisierung der irischen Aussprache; übersetzt bedeutet er “Berghang der Cannon Familie”. Im Jahr 2008 war Letterkenny für Irland der Gewinner der Goldmedaille in der Kategorie Stadt in dem prestigeträchtigen europäischen Wettbewerb Entente Florale Europe.

Die heutige Stadt Letterkenny geht auf einen Marktort zurück, der zu Beginn des 17. Jahrhunderts während der Kolonisierung von Ulster gegründet wurde. Er könnte an der Stelle einer früheren gälischen Siedlung angelegt worden sein. Hier war der erste Übergang über den River Swilly. In der jüngeren Vergangenheit war Letterkenny eine überwiegend landwirtschaftliche geprägte Stadt, umgeben von extensiven Rinder- und Schafweiden auf zu der Zeit unbebautem Hügelland. Zu der Zeit war das nur 3 Kilometer entfernte Conwall das geistliche und Seehafen-Zentrum. Die Wasser des Atlantiks hatten sich noch nicht aus dem Becken des River Swilly zurückgezogen. Dessen Ästuar zog sich zu der Zeit noch fast bis New Mills, wovon man Zeugnisse in den Schwemmsandgebieten zwischen Oldtown und der Port Road findet. Der Rückzug der Wasser des Atlantiks ostwärts ermöglichte Fortschritt und mit dem Bau von Brücken etc. begann die Stadt Letterkenny ihre heutige Form anzunehmen. Infolge der Kolonisierung von Ulster, die um 1609 begann, als dem Schotten Patrick Crawford ein 4 km² großes Gelände zugesprochen wurde, bildete sich die kompakte Siedlung.

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1824, als die erste Beschreibung von Letterkenny als moderne Stadt niedergeschrieben wurde, wurde sie so beschrieben: “Innerhalb einer halben Meile ist der Hafen von Ballyraine, zu dem Schiffe von 100 Tonnen Eisen, Salz und Kolonialwaren bringen, während sie Häute und Butter exportieren.” Nichts davon ist heute übrig, außer den Warenhäusern als Beispiel der Warenhausarchitektur des 19. Jahrhunderts.

Letterkenny erhielt das Stadtrecht in den frühen 1920er Jahren nach der Teilung Irlands. Als das Irische Pfund im County Donegal 1928 das Britische Pfund Sterling ersetzte, eröffneten viele irische Banken, die zuvor in Derry (im neuen Nordirland) ihren Sitz hatten, Niederlassungen in Letterkenny. Letterkenny ist auch eine der größten Busstationen im County Donegal. Von hier aus kann man direkt in die Hauptstadt reisen oder mit kleineren Busunternehmen in die umliegenden Ortschaften gelangen.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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