Themenwoche Sardinien – Carbonia

Mittwoch, 22. April 2015 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Carbonia from Monte Leone © Alex10/cc-by-sa-3.0

Carbonia from Monte Leone © Alex10/cc-by-sa-3.0

Carbonia ist eine Stadt mit 29.000 Einwohnern. Neben Iglesias ist Carbonia seit 2005 Provinzhauptstadt der Provinz Carbonia-Iglesias. Die Stadt Carbonia besteht neben Carbonia noch aus 10 angeschlossenen Gemeinden. Carbonia liegt in der historischen Region Sulcis und bildet ihr urbanes Zentrum. Die etwa 70 km westlich von Cagliari gelegene Landschaft war früher sumpfig und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts trockengelegt.

Carbonia wurde am 5. November 1937 von König Viktor Emanuel III. gegründet und am 18. Dezember 1938 im Beisein von Benito Mussolini eingeweiht. Die Stadt wurde gegründet, um den Arbeitern der nahen Kohleminen eine Wohnstatt zu geben (daher auch der Name). Diese wurden zwischen 1936 und 1947 errichtet und gaben in dieser Zeit bis zu 18.000 Menschen Arbeit. So hatte die Stadt schon zwei Jahre nach ihrer Gründung 29.000 Einwohner (Platz drei auf Sardinien nach Cagliari und Sassari). Nachdem die Kohlelager Istriens an Jugoslawien gegangen waren, gewannen die sardischen Kohlelager neue Bedeutung.

Viale Antonio Gramsci © Alex10/cc-by-sa-3.0 Piazza Roma © Alex10/cc-by-sa-3.0 Miners monument © Alex10/cc-by-2.5 Coal Museum © Maria Francesca Chia/cc-by-sa-3.0 Serbariu, suburb of Carbonia © Alex10/cc-by-sa-3.0 Carbonia from Monte Leone © Alex10/cc-by-sa-3.0
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Serbariu, suburb of Carbonia © Alex10/cc-by-sa-3.0
Daher hielten sich 1949 mehr als 60.000 Menschen in Carbonia auf. Mit der Zeit verlor die sardische Kohle an Bedeutung. Bis 1971 schlossen fast alle Minen, die Bevölkerung sank daher auf 30.000 Personen. Um den Niedergang Carbonias aufzuhalten, wurden in den 1970er Jahren und darauf andere Industriekomplexe errichtet. In jüngerer Zeit erlebte Carbonia einen Aufschwung als Dienstleistungszentrum und seit 2005 als Sitz der Provinzverwaltung. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören:

  • Großes Bergwerk von Serbariu: Die Türme des Bergwerks bilden eines der Stadtkennzeichen. Einer der unterirdischen Stollen kann besichtigt werden.
  • Monte Sirai: Auf dem im Nord-Westen der Stadt gelegenen Berg befinden sich archäologische Fundstätten mit einer phönizischen Nekropole. Außerdem finden sich dort verschiedene Domus de Janas.
  • Piazza Roma: Der Platz in der Innenstadt präsentiert sich im typisch faschistisch-sachlichen Stil. Am Platz befinden sich das Rathaus und die Pfarrkirche zum Heiligen Pontianus im neoromanischen Stil, das Stadttheater, der Freizeitclub (Dopolavoro) und der Stadtturm (ehedem Liktorenturm). Im nahen befindet sich das Denkmal des Bergarbeiters.
  • Museum der Kohle.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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