Themenwoche Paris – Arrondissement de Panthéon (5.)

Donnerstag, 20. Oktober 2011 - 14:42 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Paris, UNESCO-Welterbe

Pantheon © ChrisO

Pantheon © ChrisO

Das 5. Arrondissement liegt am linken Seineufer. Es grenzt im Norden durch die Seine getrennt an das 4. Arrondissement, im Westen an das 6., im Süden an das 14. und im Osten an das 13. Arrondissement. Das 5. Arrondissement besteht aus Stadtvierteln Quartier Saint-Victor, Quartier du Jardin des Plantes, Quartier du Val-de-Grâce und dem Quartier de la Sorbonne. Das 5. Arrondissement ist überwiegend konservativ und intellektuell geprägt. Es leben viele Universitätsangehörige, Journalisten und Schriftsteller im Stadtteil.

Das Panthéon auf dem Hügel der Heiligen Genoveva ist die nationale Ruhmeshalle Frankreichs und die Grabstätte berühmter französischer Persönlichkeiten. Das Gebäude wurde als Kirche der mächtigen Abtei Sainte-Geneviève geplant, im Auftrag von König Ludwig XV. in den Jahren 1764 bis 1790 von dem Architekten Jacques-Germain Soufflot (1713–1780) und seinen Schülern errichtet, nach der Vollendung aber von den Führern der Revolution umgewidmet und zu einer säkularen Gedenkstätte erklärt. Während des 19. Jahrhunderts wurde das Panthéon zweimal umgewidmet: zunächst von der weltlichen Ruhmeshalle wieder zu einer der Heiligen Genoveva geweihten Kirche, und 1885 abermals von einer Kirche zur nationalen Ruhmeshalle der Franzosen. Auslöser für letzte Umwidmung war der Tod Victor Hugos, der nach einer kurzen, aber mit Leidenschaft geführten Debatte unter dem Druck der öffentlichen Meinung schließlich ein Ehrengrab in der Krypta des Soufflot-Baues erhielt. Als bisher einzige Frau wurde Marie Curie im Panthéon beigesetzt. Die Umbettung eines Leichnams oder einer Urne in das Panthéon wird offiziell Panthéonisation (Pantheonisierung) genannt und stellt quasi eine “mystische Erhöhung” des betreffenden Verstorbenen dar. Sie ist bis heute ein wichtiger Vorgang in der französischen Kulturpolitik. Vorschläge für die Aufnahme einer Person ins Panthéon werden von der Nationalversammlung unterbreitet. Die endgültige Entscheidung darüber kann nur der französische Präsident treffen.

Die Sorbonne ist ein Gebäude im Pariser Quartier Latin. Es war im Mittelalter Sitz des Kollegs der Sorbonne – eines Teiles der alten Pariser Universität – und wurde so im allgemeinen Sprachgebrauch zu einem Synonym für die alte (bis 1793) und später auch für die neue Pariser Universität (1896–1971). Gegenwärtig teilen sich den Namen und den zentralen Gebäudekomplex im 5. Arrondissement drei der insgesamt dreizehn aus der Universitätsreform von 1970/71 hervorgegangenen Pariser Universitäten: Paris I Panthéon-Sorbonne, Paris III Sorbonne Nouvelle und Paris IV Paris-Sorbonne. Das Gebäude der Sorbonne beherbergt außerdem Teile der Universität Paris Descartes, die École nationale des chartes und das gemeinsame Rektorat (Chancellerie).

Val de Grâce © Mbzt Town Hall of the 5th arrondissement © Mbzt Salle Saint-Jacques - Bibliothèque de la Sorbonne © Zantastik Rue Bernardins - Hotel de Nesmond © FLLL Pantheon seen from Montmartre © MarkGGN Musée national du Moyen Âge - Hôtel de Cluny © Thesupermat Ministere de la Recherche © Jastrow Maison de la Mutualité © Pline Institut Océanographique de Paris © oceano College de France © Philippe Charcuterie du Panthéon on rue Saint-Jacques © LPLT Centre culturel irlandais de Paris © Mbzt Boulangerie - Rue des Fossés Saint-Jacques © LPLT Library - Collège Sainte-Barbe © Marie-Lan Nguyen American Academy - Rue Saint-Jacques © LPLT Abbaye Sainte-Geneviève de Paris © Simdaperce 5th arrondissement map © Mark Jaroski Pantheon © ChrisO
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Salle Saint-Jacques - Bibliothèque de la Sorbonne © Zantastik
Die Grande Mosquée de Paris (Große Pariser Moschee – die größte Moschee Frankreichs) wurde nach dem Ersten Weltkrieg erbaut als Zeichen des Dankes Frankreichs an die Muslime, die in den kolonialen Hilfstruppen (Tirailleur) gegen das Deutsche Reich gekämpft hatten (insgesamt starben 70.000 Muslime im Dienste der französischen Armeen, davon alleine 28.000 in der Schlacht um Verdun). Die Moschee wurde am 15. Juli 1926 vom französischen Präsidenten Gaston Doumergue eröffnet. Sie ist als Monument historique eingestuft (ISMH).

Sehenswert sind ausserdem Arènes de Lutèce, Boulevard Saint-Germain, Collège de France, École Normale Supérieure (ENS), École Polytechnique, Hôtel de Cluny mit Musée national du Moyen Âge, Institut du Monde Arabe, Lycée Henri IV, Lycée Louis-le-Grand, Saint-Julien-le-Pauvre (älteste Kirche von Paris), Val-de-Grâce und der Jardin des Plantes.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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