Themenwoche Panama – Colón

Samstag, 27. Januar 2018 - 12:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Cruise ship terminal Colon 2000 and Colon Free Trade Zone © flickr.com - Roger Wollstadt/cc-by-sa-2.0

Cruise ship terminal Colon 2000 and Colon Free Trade Zone © flickr.com – Roger Wollstadt/cc-by-sa-2.0

Colón ist eine Hafenstadt an der Karibischen Küste. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Colón mit 242.000 Einwohnern. Colón liegt am atlantischen Zugang zum Panamakanal. Die Stadt wurde 1850 gegründet, da hier die Panama Railroad endete. Für viele Jahre in der frühen Geschichte der USA wurde der Name Aspinwall (nach William Henry Aspinwall, dem Promter der Panama Railroad) geprägt, während die hispanische Gemeinschaft diese “Colón” benannte, im Andenken an den spanischen Namen für Christoph Kolumbus.

Im Jahre 1885 wurde die Stadt Opfer eines Großbrandes im kolumbianischen Bürgerkrieg sowie in einem Großfeuer 1915. 1900 lag die Einwohnerzahl noch bei 3.000 Personen. Die Einwohnerzahl stieg anschließend durch den Bau des Panamakanals. Bereits 1920 betrug sie 31.203 Menschen. Colón wurde 1950 von der amerikanischen Panamakanalzone abgetrennt und an Panama übergeben. Die Stadt bildete 1950–1999 eine Enklave innerhalb der Panamakanalzone. 1948 wurde die südöstliche Ecke der Insel Manzanillo als Colón Free Trade Zone ausgewiesen. Die Freihandelszone wurde seither durch Landgewinnung im Folks River und von Teilen des France Field (jetzt Enrique Adolfo Jiménez Airport) und Coco Solo erweitert.

Hotel Washington © Daniestrada01/cc-by-sa-3.0 Statue of Christopher Columbus © Manfredwinslow Statue of Jesus Christ at the northern point of town © Manfredwinslow Colón Renovación Urbana © miviot.gob.pa Cruise ship terminal Colón 2000 © Balou46/cc-by-sa-4.0 Port of Colón © Balou46/cc-by-sa-4.0 Cruise ship terminal Colon 2000 and Colon Free Trade Zone © flickr.com - Roger Wollstadt/cc-by-sa-2.0 Panama Canal Map © Thomas Römer - Open Street Map data/cc-by-sa-2.0
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Cruise ship terminal Colon 2000 and Colon Free Trade Zone © flickr.com - Roger Wollstadt/cc-by-sa-2.0
Während seiner Blütezeit war Colón Heimat von Dutzenden von Nachtclubs, Kabaretts und Kinos. Es war bekannt für seine stolzen Bürger, den für Südamerika ungewohnten geordneten und ordentlichen Auftritt der Stadt und die herausragenden Söhne und Töchter der Stadt. Während politischer Unruhen in den 1960er Jahren wurde unter anderem der schöne Stadtpalast zerstört, was gleichzeitig den Beginn des Niedergangs der Stadt signalisierte, der durch die Militärdiktaturen von Omar Torrijos und Manuel Noriega von 1968 bis 1987 weiter beschleunigt wurde.

Colón ist ein bedeutender Hafen und Handelsplatz sowie touristisches Ziel an den Kanalschleusen. 1953 wurde Colón zum Freihafen/Freihandelszone. Der Hafen nimmt hier weltweit den zweiten Platz ein. Trotzdem erging es seit den späten 1960ern der Wirtschaft in Colón immer schlechter. Viele der traditionellen Jobs im Hafen fielen mit der Umstellung auf Frachtcontainer weg. Heute liegt die Arbeitslosenquote bei rund 40 %; die Armutsrate ist noch größer. Colón gilt als eine der gefährlichsten Städte der Welt und viele Reiseführer raten von einem Besuch der Stadt aus diesem Grund ab. Seit 2014 läuft unter dem Namen Colón Renovación Urbana ein umfangreiches Sanierungs- und Renovierungsprogramm der Stadt, welches Parks, Alleen, historische Gebäude und Denkmäler umfasst, um Colón zu revitalisieren.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

Lesen Sie mehr auf Colón, Panama Canal Authority, Wikivoyage Colón und Wikipedia Colón. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.







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