Themenwoche Normandie – Bayeux

Mittwoch, 23. Juli 2014 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

© Anton Bielousov/cc-by-sa-3.0

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Bayeux ist eine Gemeinde mit 14.000 Einwohnern im Département Calvados in der Region Basse-Normandie. Sie ist die Hauptstadt der Landschaft Bessin, die sich nordwestlich des Calvados ausbreitet. Die Stadt befindet sich am Fluss Aure sieben Kilometer von der Küste des Ärmelkanals entfernt und dreißig Kilometer nordwestlich von Caen. Das Bessin ist eine leichthügelige Landschaft in der Normandie, die durch die berühmten normannischen bocages zergliedert wird. Etwa 7 km nördlich von Bayeux befindet sich die Küste. Etwa zehn Kilometer östlich von Bayeux befindet sich das Schloss Brecy, das durch seine Gartenanlage im für Frankreich seltenen Renaissancestil besticht. Südwestlich befindet sich im gleichnamigen Ort das von François Mansart errichtete Schloss Balleroy.

Am 7. Oktober 2006 wurde eine Gedenkstätte für die 2000 Journalisten, Kameraleute und Fotografen eröffnet, die seit 1944 weltweit während oder wegen ihrer Arbeit getötet worden sind. Das Mahnmal ist ein landschaftlich gestalteter Weg, der von weißen Steinen gesäumt wird. Das Mahnmal wurde an dem Tag eröffnet, an dem der Mord an zwei deutschen Journalisten in Afghanistan sowie die Ermordung der Journalistin Anna Stepanowna Politkowskaja bekannt wurde. Bayeux zählte nach der Landung in der Normandie im Jahr 1944 zu den ersten von den Alliierten befreiten französischen Städten. In Erinnerung daran vergeben Bayeux und die Region Calvados den Preis für Kriegs- und Konfliktberichterstattung gemeinsam mit den Reportern ohne Grenzen. Der Entwurf dafür stammt von Samuel Craquelin, geb. 1962, Architekt und Landschaftsarchitekt aus Lillebonne.

Town Hall © Hamon jp/cc-by-sa-3.0 Historic centre © Anton Bielousov/cc-by-sa-3.0 Bayeux War Cemetery © Kevin C. Fitzpatrick/cc-by-3.0 Bayeux Tapestry © Dan Koehl/cc-by-sa-3.0 Bayeux Cathedral © DavidBrooks © Anton Bielousov/cc-by-sa-3.0
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Bayeux War Cemetery © Kevin C. Fitzpatrick/cc-by-3.0
Etwa acht Kilometer nordöstlich von Bayeux liegt Arromanches-les-Bains. Hier errichteten die Alliierten 1944 einen künstlichen Hafen (Mulberry Harbour), von dem etliche Segmente noch heute auf dem Strand liegen. Die D-Day Invasion, insbesondere der künstliche Hafen, ist in einem anschaulichen Museum dokumentiert. Dies ohne Zerstörungen, weil die deutschen Besatzungstruppen nach Caen beordert waren. General Charles de Gaulle hielt hier eine Woche später seine erste Rede auf französischem Boden.

In Bayeux hat sich um die Kathedrale von Bayeux eine fast komplett gebliebene Stadtstruktur erhalten. Hierzu gehören teilweise noch im Privatbesitz befindliche Stadtpalais aus dem 17. und 18. Jh., Pfarrkirchen an den Stadtausfahrten und besonders das Gerberviertel. Das Museum zur Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg zeigt umfassend die Geschehnisse des Jahres 1944 in der Region. Im Musée de la Tapisserie wird der mittelalterliche Teppich von Bayeux ausgestellt. Er zeigt die Geschichte der Eroberung Englands durch die Normannen in der berühmten Schlacht von Hastings im Jahre 1066. Daneben gibt es das Musée Baron Gérard mit Sammlungen zur Regionalgeschichte und bedeutenden Kunstwerken und die De-Gaulle-Gedächtnisstätte, die die Verbindung des ersten Präsidenten der V. Republik zu Bayeux eindrucksvoll und emphatisch darstellt.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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