Themenwoche Neuengland – Vermont

Freitag, 24. Februar 2017 - 12:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Stowe © flickr.com - Patrick/cc-by-2.0

Stowe © flickr.com – Patrick/cc-by-2.0

Vermont ist vor allem für seinen Ahornsirup, den Abbau und die Weiterverarbeitung von Marmor und die idyllischen Berglandschaften bekannt. Die Green Mountains und der Lake Champlain sind beliebte Erholungsgebiete. Folgerichtig lautet der Spitzname auch Green Mountain State. Viele Wohlhabende der umliegenden Bundesstaaten besitzen hier ein Wochenendhaus. Im Herbst prägt das sich verfärbende Herbstlaub die Landschaft (Indian Summer). Jährlich besuchen über 13 Millionen Touristen Vermont. Die Berge, Flüsse und Seen bieten sich für Freizeitaktivitäten von Skifahren im Winter bis hin zum Angeln (Fliegenfischen), Wandern, Trekking, Wasserwandern und Camping im Sommer und Herbst an. Auch die ruhigen Städtchen und Dörfer Vermonts gehören zum Programm der Besucher. Als die Frau von Präsident Abraham Lincoln 1863 hier den Sommer verlebte, brachte sie die Region als Urlaubsgebiet ins Gespräch. Heute ist Vermont in jeder Jahreszeit eines der wichtigsten Urlaubsziele der Vereinigten Staaten. Gemäß der Volkszählung des Jahres 2000 waren beinahe 15 % aller Häuser im Staat für Urlaubs- und Erholungszwecke bzw. als Zweitwohnungen klassifiziert – ein in den USA nur noch von Maine übertroffener Anteil.

Vermont grenzt im Norden an Kanada (15 Grenzübergänge), im Westen an New York, im Süden an Massachusetts und im Osten an New Hampshire, wo der Connecticut River die Grenze bildet. Vermont ist insgesamt von kleinen Ortschaften und Städten geprägt. Die Hauptstadt ist Montpelier. Mit 42.000 Einwohnern ist Burlington die größte Stadt des States. Weitere Städte sind Essex, South Burlington, Colchester, Rutland, Bennington, Brattleboro, Milton, Hartford, Winooski, St. Albans, Vergennes, St. Johnsbury, Shelburne, Springfield, Barre und Williston. 77 Prozent des Staates sind von Laubwäldern, insbesondere Ahornbäumen, bedeckt. Der Lake Champlain ist der größte See Vermonts und das achtgrößte Binnengewässer der Vereinigten Staaten. Er ist etwa 180 Kilometer lang, 19 Kilometer breit und bildet etwa 50 Prozent der Westgrenze Vermonts. Am Rande des Sees liegt das fruchtbare Champlain-Tal. Die Green Mountains sind ein stark bewaldetes Mittelgebirge; seine Nord-Südachse verläuft nahezu über die gesamte Länge von Vermont. Im Südwesten Vermonts liegen die Taconic-Berge. Zur Gewinnung von Ackerland rodete man die Wälder; um 1850 waren nahezu 70 Prozent der einst großen Bestände abgeholzt. In den folgenden Jahrzehnten zogen viele der in Vermont ansässigen Landwirte in den Wilden Westen oder in Industriestädte an der Ostküste. Etliche der Farmen verfielen allmählich und die Flächen verwaldeten wieder. Die Bestände zuvor nahezu ausgerotteter Arten (Braunbär, Elche, Kojoten und wilde Truthähne) nahmen wieder zu.

Vermont - Burke Mountain from Lyndonville © From the nek/cc-by-sa-3.0 Vermont - Burlington - Church Street © flickr.com - Jared and Corin/cc-by-sa-2.0 Rutland © flickr.com - Doug Kerr/cc-by-sa-2.0 Stowe © flickr.com - Patrick/cc-by-2.0 The Springfield Theater premiere of The Simpsons Movie © Victoria Hingston/cc-by-2.5 Waterbury - Ben & Jerry's factory interior © Redjar/cc-by-sa-3.0 Indian Summer in Vermont © chensiyuan/cc-by-sa-4.0 Hogback Mountain © chensiyuan/cc-by-sa-4.0 Vermont State House © Jared C. Benedict/cc-by-sa-3.0 Barre - Currier Park Historic District © Magicpiano/cc-by-sa-3.0 Colchester - Malletts Bay on Lake Champlain © Fancy-cats-are-happy-cats Lake Champlain and Burlington © flickr.com - Dicky Hayward/cc-by-2.0 Lake Champlain in Burlington Harbor © Nagaraju.ramanna/cc-by-sa-3.0 Middlebury - Main Street © Jd4508/cc-by-sa-3.0 Montpelier - Vermont College of Fine Arts © Hannahmorris/cc-by-sa-3.0 Montpelier - Harris Hall - New England Culinary Institute © Nickr11235/cc-by-sa-4.0 Newport © AlexiusHoratius/cc-by-sa-4.0 Vermont State Capitol in Montpelier © Skeezix1000/cc-by-sa-3.0
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The Springfield Theater premiere of The Simpsons Movie © Victoria Hingston/cc-by-2.5
Zur Charakteristik der hiesigen Bevölkerung verfasste der Schriftsteller und Dramatiker Carl Zuckmayer, der in den 1940er-Jahren in Vermont eine Farm gepachtet und bewirtschaftet hatte, folgende Beschreibung:

“Was heute in Vermont, in dem es viele verlassene, langsam zerfallende und wieder vom Wald überwuchernde Farmen gibt, noch auf seiner Heimstatt lebt, das sind die Nachkommen jener ursprünglichen Siedler, die zu eigensinnig und landverbunden waren, um den Aufbruch nach dem Westen, die große Völkerwanderung nach ‚besseren Weidegründen‘, mitzumachen. Daher eignet diesen Leuten ein Zug von Starrsinn und Hartnäckigkeit, auch von Verkauztheit, der Europäern leichter verständlich ist als vielen Amerikanern. Ein sonderlich abgeschlossenes Volk mit einem schrulligen, oft etwas maliziösen Humor, nonkonformistisch bis in die Knochen, eigenwillig bis zur Eigenbrötelei, doch niemals ohne die natürliche Bindung in der Gemeinde, die selbstverständliche, phrasenlose Bereitschaft zu gegenseitiger Hilfe.”

Touristisch interessant sind Bennington-Museum, der landwirtschaftliche Musterbetrieb und Freilichtmuseum Billings Farm in Woodstock), der Kurort Brattleboro, die Skiorte Wilmington und West Dover, die Postkartenstädte Dorset und Newfane, Werkzeugmuseum American Precision Museum in Windsor, Vermont State House in Montpelier, Northeast Kingdom, Museum und Musterfarm Shelburne, Arlington (Schauplatz des Unabhängigkeitskrieges), New England Maple Museum (alles zur Herstellung und Verarbeitung des Ahornsirups) bei Pittsford, Covered Bridge an der Bundesstraße 67 A westlich von Bennington.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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