Themenwoche Neuengland – Rhode Island

Donnerstag, 23. Februar 2017 - 12:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination: | Category/Kategorie: Allgemein

Newport © MVASCO - Michael Kagdis/cc-by-sa-3.0

Newport © MVASCO – Michael Kagdis/cc-by-sa-3.0

Rhode Island ist der kleinste Bundesstaat der Vereinigten Staaten und Teil der Region Neuengland. Der amtliche Name von Rhode Island ist State of Rhode Island and Providence Plantations. Adriaen Block, ein holländischer Forscher, nannte das Land wegen seiner roten Erde “Rhode Eylandt”, woraus im Laufe der Jahre das englische Rhode Island wurde. Die Beinamen Rhode Islands lauten The Ocean State (Ozean-Staat) und Little Rhody (Klein-Rhody). Der Ursprung des Staates ist die heutige Hauptstadt Providence, die an der Narragansett Bay liegt. Weitere große Städte sind Warwick, Cranston, Pawtucket, North Kingstown, West Warwick, South Kingstown, North Providence, Coventry, Cumberland, East Providence, Woonsocket, Newport und Central Falls. In der Narragansett Bay liegt die namensgebende Insel Rhode Island. Rhode Island grenzt im Norden und Osten an Massachusetts, im Süden an den Atlantischen Ozean und im Westen an Connecticut.

Die Kolonie, die später die Bezeichnung Rhode Island and Providence Plantations erhielt, wurde 1636 von Roger Williams gegründet. Die von Williams entworfene Verfassung der Kolonie war demokratisch und gewährte den Angehörigen aller Denominationen volle Glaubens- und Gewissensfreiheit. Rhode Island verbot bereits 1652 die Sklaverei. Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges war Rhode Island Kriegsschauplatz. Britische Truppen besetzten Newport zwischen 1777 und 1778 und brachten die Rebellen dazu, nach Bristol auszuweichen. In der Schlacht von Rhode Island im Sommer 1778 scheiterte der Versuch, die Briten aus Narragansett Bay zu vertreiben. Die Briten wollten sich später auf New York konzentrieren und verließen Newport kampflos. 1780 landeten die Franzosen unter dem Kommando von Rochambeau in Newport und hielten dort ihr Hauptquartier. Die Franzosen waren dort so beliebt, dass die rechtliche Diskriminierung der Katholiken aufgehoben wurde. Am 29. Mai 1790 wurde Rhode Island als eine der Dreizehn Kolonien der 13. Bundesstaat der USA. 1866 schaffte Rhode Island die Rassentrennung ab.

Rhode Island - Providence © Loodog International Tennis Hall of Fame - Newport Casino, Newport, Rhode Island © Daniel Case/cc-by-sa-3.0 Rhode Island - Bristol Harbor © Angusdavis Rhode Island State House © chensiyuan/cc-by-sa-4.0 Bristol welcome sign © Kenneth C. Zirkel/cc-by-sa-4.0 Coventry - Anthony Village Historic District © Magicpiano/cc-by-sa-3.0 Crescent Park Looff Carousel, a National Historic Landmark in East Providence © Daniel Case/cc-by-2.5 Cumberland Town Hall © Marc N Belanger Downtown Woonsocket Historic District © Marc N Belanger East Providence - Squantum Association © Harmony824/cc-by-sa-3.0 Newport © MVASCO - Michael Kagdis/cc-by-sa-3.0 Pawtucket Armory Center for the Arts with The Sandra Feinstein-Gamm Theatre © Kenneth C. Zirkel/cc-by-sa-3.0 Providence City Hall © Anatoli Lvov/cc-by-sa-3.0
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Pawtucket Armory Center for the Arts with The Sandra Feinstein-Gamm Theatre © Kenneth C. Zirkel/cc-by-sa-3.0
Zwischen den 1860er und 1880ern wanderten Immigranten aus England, Irland, Deutschland, Schweden und Quebec ein. Am Ende des 19. Jahrhunderts kamen die Immigranten verstärkt aus dem Mittelmeerraum. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Rhode Island eine boomende Industrie. Wichtigste Wirtschaftsbereiche sind heute der Werkzeugbau, Textilindustrie, Metallverarbeitende Industrie, Kunststoffindustrie, Schiffbau, Tourismus, Medizinische Forschung, Ozeanische Forschungseinrichtungen, Fischfang und die Landwirtschaft.

Seit 1958 wird in Newport das so genannte Newport Folk Festival veranstaltet. Gegründet wurde das Festival von George Wein, der schon fünf Jahre zuvor das Newport Jazz Festival ins Leben gerufen hatte, und Albert Grossman, dem späteren Manager von Bob Dylan. Im Laufe der Jahre hatten viele später bekannte Musiker hier ihren ersten Auftritt. Neben Providence und Newport sind auch Narragansett, Block Island und die Scenic Route 1A (als Ocean Road bekannt) von großer touristischer Bedeutung.

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