Themenwoche La Rioja – Santo Domingo de la Calzada

Dienstag, 27. Januar 2015 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Plaza de España © Ecelan/cc-by-sa-4.0

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Santo Domingo de la Calzada, ist eine Kleinstadt und Gemeinde (municipio) mit 6500 Einwohnern am Jakobsweg Camino Francés. Der Pilgerweg im Herzen der Altstadt ist von Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert gesäumt. Einige der Häuser tragen steinerne Wappenschilde. Santo Domingo de la Calzada ist der am stärksten in den Jakobsweg eingebundenen Ort La Riojas auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Die Stadt wurde Ende des 10. oder Anfang des 11. Jahrhunderts durch Domingo García, genannt Santo Domingo de la Calzada, gegründet, der – gemäß der Überlieferung – für die vorbeiziehenden Pilger eine Brücke und ein Hospital erbaute sowie Wege anlegte und befestigte. Bekannt ist die Stadt auch für das Hühnerwunder, zu dessen Erinnerung ein (von einem Hühnerpaar bewohnten) Hühnerstall in der Kathedrale angebracht wurde. Das Stadtwappen nimmt zum Teil Bezug auf die überlieferten Legenden.

Santo Domingo de la Calzada liegt am Río Oja, der in den Río Tirón mündet. Die nächstgrößere Stadt ist Haro (ca. 20 Fahrtkilometer nordöstlich); Logroño, die Hauptstadt der Provinz Rioja, befindet sich etwa 48 Kilometer östlich; auf dem Weg dorthin liegt das sehenswerte Städtchen Nájera.

© flickr.com - José Antonio Gil Martínez/cc-by-2.0 Calle Pinar © Zarteman Calle Mayor © Zarteman Calle del Cristo © Zarteman Town Hall © Zarteman Plaza de España © Ecelan/cc-by-sa-4.0
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© flickr.com - José Antonio Gil Martínez/cc-by-2.0
Die spätgotische Kathedrale wurde über einem älteren Vorgängerbau errichtet, der im Jahre 1098 begonnen und im Jahre 1106 geweiht wurde; von ihm ist noch die romanische Apsis erhalten. Der heutige Bau aus dem 15. Jahrhundert ist dreischiffig und mit Chorumgang angelegt, der Grundriss entspricht dem eines lateinischen Kreuzes. Die drei gleich hohen Schiffe werden von dekorativen Kreuzrippengewölben überspannt, die auf Palmettenpfeilern ruhen. Um 1158 wurde die Kathedrale zur Aufnahme des Alabastergrabmals Domingo Garcías erweitert; der Baldachin sowie die seitlichen Wunderszenen aus dem Leben und Wirken Domingo Garcías wurden von dem katalanischen Bildhauer Damià Forment um 1537/40 geschaffen. Der platereske Altarretabel an der Ostseite des nördlichen Seitenschiffs wurde um 1540 eingebaut. Der etwa 70 Meter hohe Glockenturm ist baulich nicht mit der Kathedrale verbunden, sondern steht in der Art eines italienischen Campanile ca. zehn Meter von ihr entfernt auf der anderen Straßenseite. Über einem schmucklosen quadratischen Untergeschoss erhebt sich ein weiteres durch Lisenen etc. stärker gegliedertes quadratisches Mittelgeschoss; danach geht der Turm in einen achteckigen Aufbau über und endet in einer runden Laterne. Er wird als schönster Barockturm der Rioja (Moza de Rioja) bezeichnet.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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