Themenwoche Kykladen – Tinos

Dienstag, 21. Januar 2014 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Town of Tinos © Eu.stefan/cc-by-3.0

Town of Tinos © Eu.stefan/cc-by-3.0

Tinos liegt südöstlich von Andros, die zur Inselgruppe der Kykladen gehört. Die Insel ist auf ihrer ganzen Länge von Bergen durchzogen, wovon der Tsiknias mit 727 m der höchste ist. Die Insel weist ca. 50 Dörfer auf und hat ca. 8.000 Einwohner. Zum 1. Januar 2011 wurden die drei seit 1997 bestehenden Gemeinden der Insel zur Gemeinde Tinos fusioniert. Tinos bildet gleichzeitig den Regionalbezirk Tinos der Region Südliche Ägäis, der im Regionalrat mit einem Abgeordneten vertreten ist.

Ungefähr die Hälfte der Inselbewohner ist römisch-katholisch, die andere griechisch-orthodox. Das Zentrum der Katholiken ist Exobourgo, eine Felsenspitze im Innern der Insel. Der Katholische Glaube wurde durch die Venezianer auf die Insel gebracht. Der orthodoxen Kirche gehören große Teile der Insel, sie unterband unter anderem den weiteren Ausbau von Kneipen. Tinos ist die wichtigste Marien-Wallfahrtsstätte Griechenlands und wird oft als “das griechische Lourdes” bezeichnet. Im ganzen Jahr, vor allem am 25. März und zu Mariä Himmelfahrt am 15. August (in Griechenland gesetzlicher Feiertag) strömen mehrere zehntausend Pilger in die Wallfahrtsbasilika der Gottesmutter (Panagia Evangelistria), um das wundertätige Marienbild zu verehren.

Panagia Evangelistria © Hans Peter Schaefer - www.reserv-a-rt.de Kolimbithra Beach © Hans Peter Schaefer - www.reserv-a-rt.de Kardiani © Rodou.lol Congress Centre © Eu.stefan Cloister Kechrovouniou © Hans Peter Schaefer - www.reserv-a-rt.de Town of Tinos © Eu.stefan/cc-by-3.0
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Cloister Kechrovouniou © Hans Peter Schaefer - www.reserv-a-rt.de
Tinos-Stadt beherbergt neben der Wallfahrtsbasilika der Gottesmutter hoch über dem Hafen ein kleines archäologisches Museum. Kleine Bergdörfer, an Steilhängen erbaut, bieten einen guten Blick über die Insel auf die Ägäis. Weit über 1000 Kirchen und Kapellen sind Zeugnisse der Frömmigkeit der Inselbewohner. Wie überall auf den Kykladen gibt es auch auf Tinos viele Windmühlen. Einzigartig sind die Taubenhäuser aus der venezianischen Zeit, viereckige Türme mit geometrischen Mustern aus unterbrochenem Mauerwerk im oberen Stockwerk. Damals waren Brieftauben weit verbreitet und die zentrale Lage der Insel machte sie zu einem wichtigen Poststützpunkt. Taubenfleisch gilt noch heute als Delikatesse, der Mist ist ein wichtiger Dünger. Volax liegt in einer Landschaft eiförmiger Granitfelsen (Wollsackverwitterung), die teilweise von Freikletterern genutzt werden. Badestrände liegen vor allem westlich des Hauptortes.

Tinos ist zwar nicht besonders fruchtbar, aber im Terrassenbau landwirtschaftlich nutzbar. Der bedeutendste Wirtschaftsfaktor heute ist der Tourismus – nicht zuletzt auch in der Form des Pilgertourismus. Die Insel wird überwiegend von griechischen Touristen, vor allem aus Athen, und Pilgern besucht. Tinos bietet Wander- und Bade-Möglichkeiten, auch alternative Urlaubsformen (Bildhauerei, Keramik, Tanzen, Tauchen) werden angeboten. Die Einwohner leben überwiegend direkt und indirekt vom Tourismus und betreiben Landwirtschaft (Gemüse, Artischocken, Zitronen, Viehzucht). Auch Kapern werden lokal geerntet.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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