Themenwoche Kuba – Santiago de Cuba

29. April 2016 | Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe |

Catedral Nuestra Señora de la Asunción © Aquarius-BRE

Catedral Nuestra Señora de la Asunción © Aquarius-BRE

Santiago de Cuba ist die zweitgrößte Stadt Kubas und die Hauptstadt der Provinz Santiago de Cuba. Die Stadt hat 506.000 Einwohner. Südlich der Stadt befindet sich der internationale Flughafen Santiago de Cuba. 1862 wurde in Santiago de Cuba die Destillerie Bacardí & Ca. von dem aus Sitges (Spanien) stammenden “Don” Facundo Bacardí Massó (1814–1887) gegründet, das international bekannteste und erfolgreichste kubanische Wirtschaftsunternehmen.

Zum Schutz der Stadt von der Seeseite aus wurde ab 1637 10 km südwestlich der Stadt das Castillo de San Pedro de la Roca errichtet. Diese Festung ist vor allem unter dem Namen Castillo del Morro bekannt und ist von der UNESCO als schützenswertes Weltkulturerbe anerkannt. Der Naturpark, der zum Municipio Santiago gehört, wurde 1987 von der UNESCO in die Liste der Biosphärenreservate übernommen. Er liegt in rund 20 km Entfernung vom Stadtgebiet. Auf 85.000 Hektar bietet er zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Am in der Nähe der Stadt gelegenen Westrand des Parkes liegt der 1.234 Meter hohe Berg Gran Piedra, auf dem ein botanischer Garten, eine restaurierte historische Kaffeeplantage und die höchste Aussichtsplattform der Gegend besucht werden können.

Prägenden Einfluss auf die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Eigenheiten der Stadt hatte die Einwanderungswelle französischer Siedler und ihrer Sklaven aus Haiti infolge der Haitianischen Revolution ab 1791. Am sichtbarsten war dieser französische Einfluss lange im unmittelbar südlich des kolonialen Altstadtkerns gelegenen Stadtviertel Tivolí, das während dieser Einwanderungswelle entstand. In (und bei) Santiago de Cuba wurden im Sommer 1898 die entscheidenden und abschließenden Gefechte geführt, die im Rahmen des Spanisch-Amerikanischen Krieges zum Ende der spanischen Kolonialherrschaft über Kuba führten: Die Schlacht am Hügel von San Juan außerhalb der östlichen Stadtgrenze sowie wenige Tage später die Seeschlacht vor Santiago de Cuba. Seit 1868 war der Santiago umgebende Osten der Insel das Zentrum der bewaffneten kubanischen Unabhängigkeitsbewegung gewesen.

Moncada Barracks © flickr.com - Cancillería Ecuador/cc-by-sa-2.0 Hotel Casa Grande © Aquarius-BRE Colegio de Abogados © Hvd69/cc-by-sa-3.0 Basílica Santuario Nacional de Nuestra Señora de la Caridad del Cobre © BluesyPete/cc-by-sa-3.0 Castillo de San Pedro del Morro © Adam Jones/cc-by-sa-3.0 City Hall © Yuri Montano Abiague Catedral Nuestra Señora de la Asunción © Aquarius-BRE Santiago de Cuba © Alex Cano/cc-by-sa-3.0
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Basílica Santuario Nacional de Nuestra Señora de la Caridad del Cobre © BluesyPete/cc-by-sa-3.0
Zur Zeit der Diktatur von Fulgencio Batista nahm der bewaffnete Kampf, durch eine Gruppe um den jungen Rechtsanwalt Fidel Castro, in Santiago mit dem Sturm auf die Moncada-Kaserne am 26. Juli 1953 seinen Anfang. Während der benachbarte Gebirgszug Sierra Maestra ab 1956 zum Kerngebiet für den Guerillakrieg gegen die staatlichen Streitkräfte wurde, war Santiago de Cuba gleichzeitig das Zentrum des von Frank País angeführten zivilen Widerstands. Am 1. Januar 1959 verkündete Fidel Castro in Santiago de Cuba den Sieg der kubanischen Revolution, nachdem das Militär nach Batistas Flucht aus dem Land die Stadt kampflos der Rebellenarmee übergeben hatte.

Am 1. Januar 1984 verlieh Staatspräsident Fidel Castro der Stadt Santiago für die besonderen Verdienste ihrer Bürger um die Revolution als einziger Stadt Kubas den Ehrentitel “Heldenstadt der Republik Kuba”. Das offizielle Motto der Stadt, das Teil des Stadtwappens ist, lautet: “Gestern rebellisch, heute gastfreundlich, immer heldenhaft”. Das historische, aus der spanischen Kolonialzeit stammende Stadtwappen trug das Motto: “Sehr ehrwürdig und sehr loyal”.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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