Themenwoche Kasachstan

Montag, 19. November 2018 - 12:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, Themenwochen

Ak Oda Presidential Palace in Astana © panoramio.com - Nikolay Olkhovoy/cc-by-3.0

Ak Oda Presidential Palace in Astana © panoramio.com – Nikolay Olkhovoy/cc-by-3.0

Kasachstan ist ein Binnenstaat zwischen dem Kaspischen Meer im Westen und dem Altai-Gebirge im Osten. Gemessen an der Fläche ist Kasachstan der neuntgrößte Staat der Erde. Er liegt überwiegend in Zentralasien, etwa 5,4 % der Landesfläche werden dem äußersten Osteuropa zugerechnet (Liste der Städte in Kasachstan, Wirtschaft Kasachstans und Kasachische Küche).

Die Grenze zu Russland ist die einzige Nordgrenze des Landes und über 7.000 Kilometer lang. Im Süden grenzt Kasachstan an Turkmenistan, Usbekistan und Kirgisistan und im Südosten an die Volksrepublik China. Diese Grenze ist knapp 1.600 Kilometer lang. Bereits im Altertum entstanden auf dem heutigen Gebiet Kasachstans verschiedene Reiche. So gehörte ein großer Teil zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert zum Reich der “On-Ok”, den westlichen Göktürken. Im 13. Jahrhundert fielen die Mongolen unter Dschingis Khan in das spätere Kasachstan ein und eroberten es. Kurz nachdem im 15. Jahrhundert der Usbeke Timur das Gebiet erobert hatte, konnten sich die nördlichen Steppennomaden vom Usbeken-Khanat wieder trennen; unter einer einheimischen Dschingiskhaniden-Dynastie errichteten sie das Kasachen-Khanat. Mit diesem Unabhängigkeitskampf wehrten sich die Kasachen gegen die Einführung des Islam, da sie den überlieferten Traditionen weiterhin verbunden bleiben wollten.
Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Kasachstan erneut Bestandteil eines mongolischen Herrschaftsgebietes. Bevor sich die kasachischen Nomaden dem russischen Zaren unterstellten, gehörten sie zum nomadisch geprägten Steppenreich der Dsungaren. Kasachstan wurde 1936 als Kasachische SSR zu einer eigenständigen Unionsrepublik innerhalb der Sowjetunion erklärt.

Shymkent © panoramio.com - Saken Kenzhebayev/cc-by-3.0 Mountain region in South-eastern Kazakhstan © panoramio.com - Ilya Rudakov/cc-by-sa-3.0 Khan-Shatyr Entertainment Center in Astana © Ninaras/cc-by-4.0 Kazakh National University of Arts in Astana © flickr.com - Ken and Nyetta/cc-by-2.0 Karaganda © panoramio.com - Валерий Парфёнов/cc-by-3.0 Kazakh Parliament in Astana © flickr.com - msykos/cc-by-2.0 Astana © Ninaras/cc-by-4.0 Ak Oda Presidential Palace in Astana © panoramio.com - Nikolay Olkhovoy/cc-by-3.0 Ascension Cathedral in Almaty © Vmenkov/cc-by-sa-3.0
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Mountain region in South-eastern Kazakhstan © panoramio.com - Ilya Rudakov/cc-by-sa-3.0
Nach dem Zerfall der Sowjetunion erklärte sich das Land am 16. Dezember 1991 als Republik Kasachstan unabhängig. Die Präsidialrepublik wird seit 1991 von Nursultan Nasarbajew regiert. Das zu den Turksprachen zählende Kasachisch und das den slawischen Sprachen zugehörige Russisch wurden mit der Unabhängigkeit zu Amtssprachen erklärt und die bisherige Hauptstadt Alma-Ata in Almaty umbenannt. 1997 wurde der Regierungs- und Parlamentssitz nach Aqmola verlegt. Die Stadt wurde als offizielle Hauptstadt proklamiert und ein Jahr später in Astana (“Hauptstadt”) umbenannt.

Die Wirtschaft Kasachstans ist gemessen am Bruttoinlandsprodukt die größte Volkswirtschaft Zentralasiens und weltweit an 47. Stelle und Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion. Musste die Wirtschaft in den Jahren nach der Unabhängigkeit von der Sowjetunion einen starken Einbruch hinnehmen, so gibt es seit der Jahrtausendwende einen klaren Aufwärtstrend zu verzeichnen. Zu den wichtigsten Einnahmequellen gehören der Bergbau und die Förderung von Erdöl und Erdgas.

Das Ministerium für Sport und Tourismus hat im März 2011 zur Förderung des Fremdenverkehrs in Deutschland ein offizielles Tourismusbüro eröffnet. Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen folgende kasachische Stätten: Tamgaly, Mausoleum von Hodscha Ahmad Yasawi und Sary Arka. In die Liste des UNESCO-Weltdokumentenerbes wurden folgende Dokumente aus Kasachstan aufgenommen: Sammlung von Manuskripten von Chodscha Ahmed Yasavi, Nationalbibliothek der Republik Kasachstan, Astana (2003)

, audiovisuelle Dokumente der internationalen Anti-Atom-Bewegung “Nevada-Semipalatinsk”, Semei (2005) und das Archiv zum Aralsee, welches dessen ökologische Veränderungen von 1965 bis 1990 dokumentiert (2011).

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

Lesen Sie mehr auf Kazakhstan Tourism, LonelyPlanet.com – Kazakhstan, auswaertiges-amt.de – Kasachstan, Kasachische Küche, Wikitravel Kasachstan, Wikivoyage Kasachstan und Wikipedia Kasachstan. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.




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