Themenwoche Kärnten – Sankt Veit an der Glan

Freitag, 26. Dezember 2014 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Market Square © Binter

Market Square © Binter

Sankt Veit an der Glan ist eine Stadtgemeinde mit 12.500 Einwohnern und die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. Die Stadt liegt auf einem Schwemmkegel bei der Einmündung von Wimitz und Mühlbach in die Glan, die südlich der Stadt das Zollfeld in Richtung Klagenfurt durchfließt.

Zwischen 1473 und 1492 gab es fünf Einfälle der Türken, 1480 eine Belagerung durch die Ungarn, 1497 brannte die Stadt nieder. 1518 verlegten die Landstände die Hauptstadt nach Klagenfurt, kurz darauf wurden der Sitz von Landeshauptmann, Vizedom, Gerichts- und Hofeidigen, Landesrecht und Landtag dorthin verlegt. In St. Veit verblieben die Händler und die Gewerken. 1550 wurde hier die erste Papiermühle des Landes errichtet. 1578 wurde in der nahen Urtl eine moderne Hochofenanlage erbaut. Um 1600, zu Beginn der Gegenreformation, gewann die im Jahr 1292 gegründete und heute noch bestehende Trabantengarde an zusätzlicher Bedeutung, da die Monstranz bei katholischen Festen und Prozessionen von ihr geschützt wurde. Obwohl St. Veit während der Reformation fast vollständig protestantisch wurde, liefen Reformation wie auch Gegenreformation ohne große Ereignisse ab.

Town Hall © Johann Jaritz/cc-by-sa-3.0 Hotel Ernst Fuchs © Johann Jaritz/cc-by-sa-3.0 Herzogsburg © Johann Jaritz/cc-by-sa-3.0-at Herzogsburg © Johann Jaritz/cc-by-sa-3.0-at Castle Stadlhof © Johann Jaritz/cc-by-sa-3.0 Market Square © Binter
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Hotel Ernst Fuchs © Johann Jaritz/cc-by-sa-3.0
1713 und 1715 wütete die Pest in St. Veit, 1747 brannte die Stadt nieder. Im 18. Jahrhundert wurde die Eisenindustrie forciert, 1783 jedoch hob Joseph II. die Handelsprivilegien auf, was zum wirtschaftlichen Niedergang führte. 1830 zählte die Stadt nur 1.500 Einwohner, nachdem sie im Mittelalter 3.000 Einwohner hatte. Mit dem Bau der Rudolfsbahn im 19. Jahrhundert und dem einsetzenden Holzhandel setzte eine wirtschaftliche Erholung ein.

Im Jahr 2010 wurde in St.Veit mit dem Projekt Sonnenstadt St. Veit begonnen. Vision der Stadtpolitik ist es, dass St.Veit bis zum Jahr 2020 vollständige Energieautarkie durch erneuerbare Energie erreicht. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, wurde 2010 mit der Errichtung des größten Photovoltaikkraftwerk Österreichs mit einer Leistung von 1.500 KWp und einer Jahreserzeugung von ca. 1,5 Millionen Kilowattstunden begonnen. Für dieses Pilotprojekt ist eine Investitionsssummme von 6,8 Millionen € veranschlagt.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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