Themenwoche Jordanien

20. März 2017 | Destination: | Rubric: Allgemein, Themenwochen, Union für das Mittelmeer |

Petra at night © Susanahajer/cc-by-sa-3.0

Petra at night © Susanahajer/cc-by-sa-3.0

Das haschemitische Königreich Jordanien ist ein Staat in Vorderasien und zählt zu den so genannten Maschrek-Staaten. Die Hauptstadt und mit Abstand größte Stadt ist Amman. Jordanien ist ein Land mit hohem Wüstenanteil und lässt sich von West nach Ost in drei Großlandschaften gliedern: Der von Norden nach Süden verlaufende Jordangraben erreicht am Toten Meer den tiefsten trockenen Punkt der Erdoberfläche (425 m unter dem Meeresspiegel). Der Große Afrikanische Grabenbruch setzt sich südlich über den Golf von Aqaba ins Rote Meer fort. Das ostjordanische Bergland steigt in einer schroffen, zerklüfteten Steilwand über dem Jordangraben auf. Dieses Faltengebirge erreicht im Dschabal Ram 1754 m (zweithöchster Berg des Landes nach dem Jabal Umm ad Dāmī bei Aqaba) und gliedert sich durch mehrere Hochebenen. Den nördlichen Teil bildet das Gilead-Gebirge, auf dessen Hochflächen die Städte Amman, Zarqa und Irbid liegen. Die im Osten an das Bergland anschließenden Wüstentafelländer nehmen etwa zwei Drittel Jordaniens ein.

Als er 1999 nach langer schwerer Krankheit starb, trat sein Sohn als Abdullah II. die Nachfolge an. Dieser schloss 2001 ein Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten, 2002 ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union und verfolgte insgesamt eine prowestliche Außenpolitik. Nach der Verfassung von 1952 ist Jordanien eine konstitutionelle Monarchie. Der König ist Staatsoberhaupt, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und ernennt den Ministerpräsidenten sowie den Ministerrat. Das Parlament besteht aus dem Abgeordnetenhaus mit 110 für vier Jahre gewählten Mitgliedern (9 Sitze für Christen, 3 für Tscherkessen und 6 für Frauen reserviert) und dem Senat mit 40 Mitgliedern, die für acht Jahre vom König ernannt werden. Frauen und Männer haben ab 18 das Wahlrecht. Jordanien ist Mitglied der Vereinten Nationen, der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) und der Arabischen Liga. Jordaniens Außenpolitik ist seit Jahrzehnten am Westen orientiert. Das Königreich ist mit den Vereinigten Staaten verbündet und gehört zu deren offizieller Kategorie der wichtigsten Verbündeten außerhalb der NATO.

Petra at night © Susanahajer/cc-by-sa-3.0 Wadi Mujib © Effi Schweizer Mountain in Wadi Rum © Daniel Case/cc-by-sa-3.0 Jerash Gouvernement - Sakeb © Historyfeelings/cc-by-sa-3.0 Forest in Ajloun © Smart Viral/cc-by-sa-3.0 Dead Sea © Ranveig/cc-by-sa-3.0 Dana Biospehre Reserve © Bernard Gagnon/cc-by-sa-3.0 Azraq Wetlands Reserve © Ldud/cc-by-3.0 Aqaba Montage © flickr.com - Makeandtoss/cc-by-2.0 Amman - Queen Alia International Airport Terminal © T1259/cc-by-sa-3.0 Amman - Jamal Abdul Nasser Circle © Tariq Ibrahim AbdulHadi/cc-by-sa-3.0 Al-Maghtas ruins are the location for the Baptism of Jesus and the ministry of John the Baptist © Producer/cc-by-2.5 Ajloun Castle built by Saladin in the 12th century © flickr.com - Uwe Brodrecht/cc-by-sa-2.0
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Al-Maghtas ruins are the location for the Baptism of Jesus and the ministry of John the Baptist © Producer/cc-by-2.5
Über 50 % der arabischen Bevölkerung stammen von den etwa 800.000 von Israel vertriebenen Palästinensern ab, die nach dem Palästinakrieg und dem Sechstagekrieg nach Jordanien geflohen waren. In der Folge des Irak-Konflikts und der Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 nahm Jordanien erneut Flüchtlinge aus beiden Ländern auf. Der andauernde Bürgerkrieg in Syrien führte ebenfalls zu einem Flüchtlingsstrom nach Jordanien. Die Flüchtlinge leben in Stadt-ähnlichen Lagern und Stellen das Land vor enorme Herausforderungen. Zweitgrößte Arbeitgeberin des Landes ist dann auch das UNRWA (Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten).

Der Tourismus macht ca. 10 % des Bruttoinlandsproduktes aus (Dienstleistungen insgesamt 72 %), ist die zweitwichtigste Devisenquelle und hat deutliches Wachstumspotential. Obwohl in Jordanien selbst seit über 30 Jahren Frieden herrscht, reagieren die Touristenströme sehr empfindlich auf die politischen Entwicklungen im Nahen Osten. So blieb die von der jordanischen Regierung nach dem Friedensschluss mit Israel erhoffte “Friedensdividende” aus dem Tourismus bisher überwiegend aus. 2010 kamen etwa 8 Millionen Touristen nach Jordanien (bei einer Einwohnerzahl von 9,5 Millionen), Durch die zum Teil dramatischen Entwicklungen in den Nachbarländern ging der Tourismus bis Ende 2016 um etwa 70% zurück. Das Land hat einzigartige, allerdings nur wenig bekannte touristische Attraktionen zu bieten, die das Land zunehmend besser vermarktet:

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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