Themenwoche Istrien – Labin

Mittwoch, 25. Juni 2014 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

© Alessandro Vecchi/cc-by-sa-3.0

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Labin liegt nahe der Ostküste der istrischen Halbinsel auf halber Strecke zwischen Pula und Opatija. Die Gemeinde hat fast 12.000 Einwohner, von denen rund 7.000 in der Kernstadt und 1.400 in dem Fremdenverkehrsort Rabac (Portalbona) wohnen.

Hauptwirtschaftszweige waren vom 19. Jahrhundert bis nach dem Zweiten Weltkrieg die Landwirtschaft und der Kohlebergbau. Nach dem Niedergang des Bergbaus und der Schließung der letzten Kohlemine in Podlabin bildet seit den 1960er Jahren der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Stadt. Sehenswert sind neben der dreischiffigen Stadtkirche Mariä Geburt, der Loggia (erbaut von 1601 bis 1603) und dem Stadttor (1687) die repräsentativen Wohnbauten der Patrizierfamilien Scampicchio (1570), Francovich (16. Jahrhundert) und Lazzarini-Battiala (1717, heute Stadtmuseum).

© A. Rehazek Labin, seen from the old town © Orlovic/cc-by-sa-3.0 © Claire POUTEAU/cc-by-sa-2.0-fr Labin Museum © BokicaK Street view © Bjoertvedt/cc-by-sa-3.0 © Alessandro Vecchi/cc-by-sa-3.0
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Labin, seen from the old town © Orlovic/cc-by-sa-3.0
Von 1207 bis 1420 hatte der Patriarch von Aquileia (nördlich von Venedig gelegen) in Labin und Umgebung das Sagen, bevor mit der Eingliederung in die Republik Venedig am 3. Juli 1420 eine neue Zeitrechnung begann. Die annähernd 400 Jahre venezianischer Herrschaft bescherten der Stadt einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung und auch die meisten der heute noch sichtbaren Baudenkmäler in der Altstadt. Mit dem Untergang der Seerepublik 1797 folgte ein kurzes Gastspiel der Franzosen unter Napoleon, bevor Labin ab 1813 zusammen mit ganz Istrien Österreich zugeschlagen wurde. Im 19. Jahrhundert setzte ein erneuter wirtschaftlicher Aufstieg der Stadt ein, der unter anderem durch die Ausbeutung der Kohlevorkommen in und um Labin erreicht wurde.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zerfall des österreichischen Vielvölkerstaates wurde Labin durch den Vertrag von Saint-Germain im Jahr 1919 nach Italien eingegliedert und blieb es bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945. Am 2. März 1921 traten die Bergarbeiter von Labin wegen schlechter Arbeitsbedingungen in den Ausstand. Nach 36 Tagen wurde dieser gewaltsam beendet und die verantwortlichen Führer bestraft. Diese Episode ging als Labinska Republika (Republik Labin) in die Geschichtsschreibung ein. Seit 1991 gehört Labin zur souveränen Republik Kroatien.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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