Themenwoche Iran – Mashhad

Samstag, 30. Juli 2016 - 12:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Imam Reza Shrine © Usef/cc-by-sa-3.0

Imam Reza Shrine © Usef/cc-by-sa-3.0

Maschhad ist die Hauptstadt des iranischen Bundesstaates Razavi-Chorasan und die zweitgrößte Stadt Irans. Sie liegt 850 km östlich von Teheran auf einer Höhe von rund 985 m am Fluss Kaschaf. Die Stadt ist durch die Eisenbahn mit Teheran verbunden und besitzt einen internationalen Flughafen. Sie liegt in einer landwirtschaftlich geprägten Region. Hauptprodukte sind Wolle und die daraus hergestellten Teppiche. In der Stadt gibt es auch eine Universität. Für das Jahr 2017 hat die ISESCO Maschhad zur Hauptstadt der Islamischen Kultur der asiatischen Region ernannt. Mit über 50% aller Hotelbetten des Iran ist Mashhad ein touristischer Hotspot.

Maschad gilt als eine der sieben heiligen Stätten des schiitischen Islams, weil dort die heilige Gouharschad-Moschee liegt. Die Stadt ist ein politisches und religiöses Zentrum; jährlich besuchen sie mehr als 20 Millionen schiitischen Pilgern aus dem Iran und weiteren etwa 2 Millionen Besuchern aus aller Welt. Die besondere religiöse Bedeutung Maschhads für den Iran ergibt sich aus der Tatsache, dass der hier beerdigte (achte) Imam Reza der einzige der zwölf schiitischen Imame ist, dessen Grabmal sich auf iranischem Boden befindet.

Mashhad in the morning © Arvid Qasemy/cc-by-sa-4.0 Saffron on sale © Ld. Ata/cc-by-sa-3.0 Mashhad at night © Rye-96/cc-by-sa-4.0 Mashhad Montage © Komeylreyhani/cc-by-sa-4.0 Imam Reza Shrine © Sonia Sevilla Imam Reza Shrine © Usef/cc-by-sa-3.0 Malek's House © Meead Saberi/cc-by-sa-3.0
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Mashhad in the morning © Arvid Qasemy/cc-by-sa-4.0
Die Stadt wurde um das Jahr 823 gegründet. Der Name (arabisch “Ort des Märtyrers”) entstand, weil dort das Grabmal des achten schiitischen Imams Ali ibn Musā ar-Rezā liegt, der dort der schiitischen Überlieferung zufolge auf Geheiß des Kalifen al-Ma’mun vergiftet wurde. Davor war die Stadt ein eher unbedeutendes Dorf mit dem Namen Sanābād, das sich nach dem Tod des Imams zu einer wichtigen Wallfahrtsstätte entwickelte. Ein Heiligtum zu Ehren des Imams wurde errichtet, das heute eine der reichhaltigsten Sammlungen von Kunst- und Kulturgütern des Iran beherbergt. Verschiedene theologische Schulen des schiitischen Islam nahmen von hier ihren Ausgang.

Die Stadt profitierte durch ihre Lage an der Seidenstraße. So war sie ein Handelspunkt auf dem Weg zwischen West und Ost. Die Verkehrsanbindung durch die Seidenstraße half der Stadtentwicklung wie auch für Pilger attraktiv zu werden.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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