Themenwoche Ibiza

Montag, 25. Januar 2016 - 12:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination: | Category/Kategorie: Allgemein, Themenwochen

Ibiza Town © Forbfruit/cc-by-sa-3.0

Ibiza Town © Forbfruit/cc-by-sa-3.0

Ibiza, katalanisch und amtlich Eivissa, ist mit einer Fläche von 572 km² die drittgrößte Insel der spanischen autonomen Region Balearen im Mittelmeer. Mit der südlich gelegenen Insel Formentera und zahlreichen kleineren und unbewohnten Felseninseln bildet Ibiza die Inselgruppe der Pityusen. Amtssprachen sind Spanisch (Kastilisch) und Katalanisch, der auf der Insel vorherrschende katalanische Dialekt wird Ibizenk genannt. Die Insel hat 135.000 Einwohner, der Ausländeranteil beträgt etwa 20 Prozent, der Anteil deutscher Einwohner liegt bei rund 3 Prozent. Seit 2001 ist die Zahl der dauerhaft auf Ibiza lebenden Menschen um mehr als 50 Prozent gestiegen. Die drei Hauptsiedlungen der Insel Ibiza sind die Hauptstadt Ibiza-Stadt sowie die Orte Santa Eulària des Riu und Sant Antoni de Portmany. Die Siedlungen besitzen meist eigene Häfen und Anlegeplätze für Yachten und Boote. Im Unterschied zur Umgebung der Hauptstadt Ibiza, bei der sich auch der internationale Flughafen Ibiza (welcher jedoch eigentlich zur Gemeinde Sant Josep de sa Talaia gehört) befindet, ist die Besiedelung der übrigen Regionen der Insel eher durch Weiler und Einzelhöfe geprägt. Einzelne und über das Land verstreute Fincas sind typisch für die Landschaft Ibizas.

Acht Kilometer nordöstlich des Flughafens liegt die Inselhauptstadt Ibiza-Stadt. In der Altstadt und im Hafenviertel gibt es zahlreiche Restaurants und Geschäfte, viele Unterhaltungsmöglichkeiten und das Nachtleben Ibizas mit bekannten, teuren Diskotheken und Bars. In der Stadt gibt es keinen Strand und nur relativ wenige, meist kleine Touristenunterkünfte. Vier Kilometer von der Hauptstadt entfernt liegt der Badeort Platja d’en Bossa (kastilisch: Playa d’en Bossa), der einen kilometerlangen, flach abfallenden Sandstrand mit guten Wassersportmöglichkeiten bietet. Mit dem Linienbus kann man zum beliebten langen Sandstrand bei Las Salinas gelangen. Die gut ausgebauten Straßen führen durch die stark von Hügeln geprägte Landschaft. Mitte Juli 2005 wurde mit dem Bau der etwa 10 km langen E-20 (Autobahn) zwischen dem Flughafen und dem nördlichen Stadtrand Ibiza-Stadt begonnen. Kreuzungen gibt es dennoch kaum auf der Insel. Hier wird schon seit Jahrzehnten auf die Kreisverkehrslösung zurückgegriffen.

Ibiza Town © Forbfruit/cc-by-sa-3.0 Sa Caleta - Phoenician Settlement remains © Stavros1/cc-by-3.0 Cala Bassa © flickr.com - Eduardo Pitt/cc-by-sa-2.0 Sant Antoni de Portmany - Sunset at Cafe del Mar © flickr.com - Eduardo Pitt/cc-by-sa-2.0 Marina of Santa Eulària des Riu © Hans Bernhard/cc-by-sa-3.0 The famous 'Egg of Columbus' in Sant Antoni de Portmany © Hans Bernhard/cc-by-sa-3.0
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Sant Antoni de Portmany - Sunset at Cafe del Mar © flickr.com - Eduardo Pitt/cc-by-sa-2.0
Im Mittelalter verdankte Ibiza den Salzfeldern Ses Salines, im Südwesten beim Flughafen gelegen, einen gewissen Wohlstand. Die Salzfelder waren bis ins 19. Jahrhundert Gemeineigentum (“Universida“) und jeder Ibizenko war verpflichtet, zur Bewirtschaftung der Salzfelder beizutragen. Das Innere der Insel wird für Landwirtschaft und Viehzucht, insbesondere der Schafzucht genutzt. Bis Mitte der 1960er produzierten die Bauern der Insel autark für den eigenen Gebrauch und nur zu einem geringen Teil für den Export. Die Insel wurde erstmals Mitte der 1930er Jahre von britischen Touristen entdeckt. Durch den Spanischen Bürgerkrieg und kurze Zeit später durch den Zweiten Weltkrieg kam der Tourismus aber schnell wieder zum Erliegen. Kurz nach Kriegsende kehrten zwar die ersten Touristen (und in den 1960ern auch viele Aussteiger und Hippies) auf die Insel zurück, aber erst in den 1970ern entwickelte sich der Tourismus in größerem Maße. Heute reicht die geringe landwirtschaftliche Produktion nicht mehr aus, um die Insel selbst zu ernähren, so dass die meisten Waren vom Festland importiert werden müssen. Wie auch auf den übrigen Balearen ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle der Ibizenkos, auch wenn er nicht die Auswüchse wie auf Mallorca erreicht. Im Jahre 2002 wurde die Insel von ca. 1,5 Mio. Touristen besucht, fast die Hälfte davon waren britische Urlauber, gefolgt von Deutschen, Italienern und Franzosen.

Seit Mitte der 1990er-Jahre hat sich die internationale Club-Szene mit ihren bekanntesten Disc-Jockeys auf Ibiza etabliert. Im Sommer steht den Besuchern darüber hinaus ein internationales Angebot an Radioprogrammen mit den Insel-DJs zur Verfügung. In den Bergen Ibizas finden regelmäßig zu Vollmond Goa-Partys statt, die mehrere Tage andauern können.

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