Themenwoche Berlin – Alexanderplatz und Gendarmenmarkt

Samstag, 13. November 2010 - 22:18 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Architektur, Berlin, Allgemein

© bilderbook.org

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Alexanderplatz

Der Alexanderplatz, im Volksmund auch nur kurz “Alex” genannt, ist ein zentraler Platz und Verkehrsknotenpunkt im Berliner Stadtteil Mitte. Er ist einer der meistbesuchten Plätze in Berlin und zugleich auch einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

© virtual-berlin.de

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Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Alexanderplatz u.a. vom Militär als Parade- und Exerzierplatz, von vielen Händlern und Bauern auch als Handelsplatz für Vieh genutzt. Seinen heutigen Namen verdankt der Platz König Friedrich Wilhelm III., der ihn anlässlich des Besuchs des Zaren Alexander Ende 1805 in Alexanderplatz umbenannte.

Der ehemalige Paradeplatz war seitdem immer wieder Schauplatz historischer Ereignisse gewesen. So kam es während der Märzrevolution 1848 hier zu schweren Straßenkämpfen. Dass aber auf dem Alexanderplatz auch auf friedliche Art und Weise gekämpft werden konnte, zeigten die Demonstrationen gegen das DDR-Regime im Herbst 1989, die dort am 4. November, kurz vor dem Fall der Mauer, ihren Höhepunkt hatten.

© JesterWr

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Nach den verheerenden Zerstörungen im 2. Weltkrieg, die Kampfhandlungen erreichten den Platz Anfang April 1945, erhielt der Platz erst in den 60er und 70er Jahren seine heutige Gestalt. Im Frühjahr 1964 wurde ein Wettbewerb zur „Neugestaltung des Alexanderplatzes“ ausgeschrieben. Der Entwurf des Wettbewerbsgewinners sah zwei wesentliche Punkte für die Neugestaltung vor: die Befreiung vom fließenden Verkehr und eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität für Fußgänger. Bis zum Jahre 1969 wurden alle Straßenbahnlinien entfernt und es entstanden die bis heute markantesten Gebäude des Platzes: das Centrum-Warenhaus, das ehemalige Hotel Stadt Berlin, die Weltzeituhr und der Brunnen der Völkerfreundschaft. Im gleichen Jahr wurde nach vier Jahren Bauzeit der Fernsehturm eingeweiht, der mit 365m das höchste Gebäude der heutigen Bundesrepublik ist. Mehr dazu auf berlin.de.

© fotos-berlin24.de

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Seit dem Jahr 2004 wird der Alexanderplatz zunehmend umgestaltet. Das Centrum Warenhaus (das heutige Galeria Kaufhof) und das Berolinahaus wurden saniert. In unmittelbarer Nähe entstand mit dem ALEXA eines der größten Einkaufszentren Berlins.

ALEXA ist ein thematisiertes Einkaufs- und Freizeitzentrum. Das Design zeigt eine moderne Interpretation der unbeschwerten Ära des Alexanderplatzes, unterstützt durch Art Deco-Elemente der 1920er Jahre. Der attraktive Mietermix wird in einem klar strukturierten Konzept präsentiert, welches eine besondere Einkaufsatmosphäre schafft. ALEXA versteht sich als ein Erlebniscenter. Mehr dazu auf berlin.de.

© Victorgrigas

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Der Berliner Fernsehturm ist mit seinen 368m das höchste Bauwerk in Deutschland und stellt zugleich den Anspruch eines der markantesten Wahrzeichen Berlins zu sein. Touristen und Einheimische strömen heute bei gutem Wetter in den Fernsehturm, um in der Turmkugel zu speisen oder auf dem Aussichtsdeck einfach nur den Blick über Berlin zu genießen.

Heute strömen jährlich rund 1 Million Besucher aus aller Welt vornehmlich in die Aussichtsetage in 203m Höhe, um bei gutem Wetter bis zu 40km weit zu gucken. Eine Etage darüber befindet sich das Telecafé, das sich in einer halben Stunde einmal um die eigen Achse dreht. Mehr dazu auf tv-turm.de.





Gendarmenmarkt © phsan

Gendarmenmarkt © phsan

Gendarmenmarkt

Der Gendarmenmarkt gehört eindeutig zu den schönsten Plätzen Berlins. Er wird vor allem von drei monumentalen Bauten beherrscht: dem Deutschen Dom, dem Französischen Dom und dem Konzerthaus (ehemals Schauspielhaus). Die wechselhafte Geschichte des Gendarmenmarkts lässt sich bis in das 17. Jahrhundert verfolgen – und jede einzelne historische Phase hat ihre Spuren bis heute hinterlassen.

Der Platz entstand Ende des 17. Jahrhunderts nach den Plänen von Johann Arnold Nering. Zu diesem Zeitpunkt siedelten sich französische Einwanderer, hauptsächlich französische Protestanten (Hugenotten), in diesem Viertel an. Der Marktplatz hieß zunächst Esplanade, dann in chronologischer Reihenfolge Lindenmarkt, Friedrichstädtischer Markt und Neuer Markt. Schließlich wurde er 1799 in Gendarmenmarkt umbenannt, da von 1736 bis 1782 die Wache und die Ställe des Garderegiment „Gens d´armes“ dort angesiedelt waren.

Lesen Sie mehr dazu auf berlin.de und gendarmenmarktberlin.de. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.




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