Themenwoche Argentinien – San Salvador de Jujuy

20. September 2016 | Destination: | Rubric: Allgemein |

Belgrano Square and the Government Palace © Gustso/cc-by-sa-4.0

Belgrano Square and the Government Palace © Gustso/cc-by-sa-4.0

San Salvador de Jujuy ist die Hauptstadt der nördlichsten Provinz Jujuy und mit über 400.000 Einwohnern im Großraum eine der größeren Städte Argentiniens. Jujuy liegt am Zusammenfluss des Río Xibi Xibi und des Río Grande de Jujuy in einem Talkessel auf 1238 m am Ostrand der Anden. Das Terrain der Umgebung ist hügelig und von Wald bedeckt, das Klima subtropisch, im Sommer feuchtwarm und im Winter trocken-kühl. Groß-Jujuy umfasst außer der eigentlichen Stadt (230.000 Einwohner) noch den dichtbesiedelten Bezirk Palpalá sowie einige kleinere Ortschaften in der Umgebung. Die Entfernung zur argentinischen Hauptstadt Buenos Aires beträgt etwa 1600 Kilometer.

Jujuy ist vor allem eine Verwaltungsstadt. Der eigentliche Reichtum liegt im Umland: In den Erdölfeldern nordöstlich der Stadt, dem fruchtbaren Tabakanbaugebiet bei El Carmen (10 km südlich) sowie in der Zuckerindustrie bei Ledesma (Argentinien) (80 km nordöstlich). In der angrenzenden Stadt Palpalá gibt es zudem Stahlindustrie. Wichtig ist auch der Handel mit den Nachbarländern Chile und Bolivien.

Palacio de Gobierno de Jujuy © Marcos.condori/cc-by-sa-3.0 Belgrano Square and the Government Palace © Gustso/cc-by-sa-4.0 Cathedral of St. Francis © Stéphane Batigne/cc-by-3.0 San Salvador de Jujuy Montage © Kelly/cc-by-sa-3.0
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Belgrano Square and the Government Palace © Gustso/cc-by-sa-4.0
Die Stadt wurde 1565 zum ersten Mal von den aus dem heutigen Peru kommenden spanischen Kolonisatoren gegründet, jedoch bald darauf von den Indianern zerstört, so dass sie zweimal neu aufgebaut werden musste. Jujuy wurde 1592 von Velazco gegründet. Endgültig konnte sich 1593 Francisco de Argañaris hier festsetzen. Aus der Kolonialzeit sind zahlreiche Bauwerke im Zentrum erhalten. Zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Stadt 5000 Einwohner, die lebhaften Handel mit Bolivien und Chile trieben, wohin sie Rinder, Maultiere, Chichabranntwein, Früchte, Häute, Salz und Goldstaub ausführten. Damals verband eine Eisenbahn die Stadt mit Buenos Aires. Im Laufe der Jahre entwickelte sich Jujuy von einem Stützpunkt auf dem Weg zu den bolivianischen Bergwerken zu einer modernen Großstadt. Erst nach 1980 wurde die 100.000-Einwohner-Marke übersprungen. Zwischen 1980 und 2000 war sie dafür die am schnellsten wachsende Stadt des Landes.

In Jujuy (so wird die Stadt von den Einheimischen genannt) gibt es die Plaza Belgrano mit einer gut erhaltenen Kirche im kolonialen Stil. Außerdem wurde der Platz vom Regierungspalast und dem alten Rathaus (Cabildo) begrenzt. In der Stadt selber gibt es noch ein paar weitere alte Kirchen. Sie sind aber alle ähnlich der an der Plaza Belgrano. Etwas außerhalb der Stadt am Fluss Río Reyes liegen inmitten von hohen Bergen die Königsquellen “Termas de Reyes”. Das Wasser ist warm und sehr mineralhaltig und es gibt die Möglichkeit, darin zu baden. Zu dem Ort gibt es Busverbindungen und die Aussichtspunkte in der Umgebung sind zu Fuß erreichbar. Jujuy ist außerdem das Tor zur Quebrada de Humahuaca, eine Schlucht die nach Humahuaca führt und 2003 von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurde.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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