Themenwoche Argentinien – San Carlos de Bariloche

Samstag, 24. September 2016 - 12:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Civic Centre and port on Lake Nahuel Huapi © Dario Alpern/cc-by-sa-4.0

Civic Centre and port on Lake Nahuel Huapi © Dario Alpern/cc-by-sa-4.0

San Carlos de Bariloche (heutige Kurzform Bariloche) ist eine argentinische Stadt in der Provinz Río Negro. Sie ist die Hauptstadt des Departamento Bariloche und liegt am Fuße der Anden. Mit 114.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt der Provinz und wegen ihrer Lage in einer grünen Berglandschaft ein bedeutendes Fremdenverkehrszentrum. Der Ort ist berühmt für sein Skigebiet am Cerro Catedral, aber auch für die schöne Landschaft, die zum Klettern und Wandern einlädt. Der Name Bariloche kommt vom Mapuche-Wort Vuriloche und bedeutet “Menschen, hinter dem Berg”. Der Vuriloche-Pass wurde von den Mapuche benutzt, um die Anden zu überqueren und wurde vor den Europäern lange Zeit geheim gehalten.

Die Stadt liegt in einem Tal der südlichen Anden, am Ufer des Sees Nahuel Huapi, der zu den größten Seen des Landes gehört. Die Berge Otto, Catedral und López liegen in der Umgebung. Der Ballungsraum ist mit einer Vielzahl von Ferienkolonien sehr ausgedehnt und umfasst unter anderem die Halbinsel Llao Llao. Südlich von Bariloche liegt der Cerro Catedral, ein bedeutendes Wintersportzentrum. Mit dem Flughafen Bariloche befindet sich in der Stadt der wichtigste Verkehrsflughafen Patagoniens.

Civic Centre © flickr.com - Phil Whitehouse/cc-by-2.0 Civic Centre and port on Lake Nahuel Huapi © Dario Alpern/cc-by-sa-4.0 Llao Llao Hotel © Chipppy/cc-by-sa-4.0 Bariloche © Chipppy/cc-by-sa-4.0 Cerro Catedral ski resort © Boscos/cc-by-sa-3.0 Catedral Village © Diego Gabriel/cc-by-sa-3.0
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Civic Centre and port on Lake Nahuel Huapi © Dario Alpern/cc-by-sa-4.0
Die Gebiete rund um den See Nahuel Huapí wurden Ende des 19. Jahrhunderts, nach der Wüstenkampagne des Generals Julio A. Roca, von Siedlern okkupiert. So legten der texanische Cowboy Jarred Jones und der Chilene Carlos Wiederholdt Piwonka, Letzterer als Namensgeber von San Carlos, unabhängig voneinander Siedlungen an. Offiziell gegründet wurde San Carlos de Bariloche im Jahr 1902, die Stadt war zunächst ein Handelszentrum mit dem südlichen Chile. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts zog die Gegend ausländische Besucher an, wie etwa den US-Präsidenten Theodore Roosevelt und den Prinzen von Wales. 1932 wurde der Ort an das Eisenbahnnetz angeschlossen, was einen Aufschwung des Tourismus besonders nach dem Zweiten Weltkrieg mit sich brachte.

Motor der Wirtschaft der Stadt ist der Tourismus, daneben spielen auch die Schokoladenindustrie sowie immer noch der Handel mit dem nahen Chile eine Rolle. Weiterhin hat in Bariloche die Hightech-Firma INVAP ihren Sitz, die Kernreaktoren, Raumfahrt- und Ökotechnologie (z. B. Müll- und Abwasserverarbeitung, Windenergieanlagen) entwickelt und auch international aktiv ist. Bariloche empfängt praktisch das ganze Jahr über Touristen. Im Sommer kommen Extremsportler (Kajakfahrer, Gleitschirmflieger, Bergsteiger etc.), Forellen-Angler, Wanderer und Badegäste (Strände an den Nebenseen des Nahuel Huapí). Im Winter zieht das Wintersportzentrum Cerro Catedral, eines der größten und bedeutendsten Südamerikas, Skifahrer und Snowboarder an. Die jährliche Besucherzahl liegt bei bis zu einer Million Touristen pro Jahr. In der Nebensaison ist Bariloche das bei weitem begehrteste Ziel von Klassenfahrten und Hochzeitsreisen im Land, wodurch die Hotels beinahe das ganze Jahr über gut gefüllt sind sowie ständig ein reichhaltiges Kultur- und Nachtleben zu finden ist.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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