Rechavia in Westjerusalem

09. November 2018 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer

Terra Sancta College on Keren HaYesod Street © Djampa/cc-by-sa-4.0

Terra Sancta College on Keren HaYesod Street © Djampa/cc-by-sa-4.0

Rechavia ist ein Stadtteil von Westjerusalem zwischen der Innenstadt und dem Quartier Talpiot. Seit seiner Errichtung ist das Viertel für seine zahlreichen namhaften Bewohner, unter anderem Professoren der Hebräischen Universität Jerusalem, Regierungsangestellte und Diplomaten, aber auch Intellektuelle und Denker aus Wissenschaft und Kultur bekannt. Noch heute zählt das Quartier zu den wohlhabenderen Teilen der Stadt. Die meisten Straßennamen Rechavias sind nach Philosophen und Gelehrten des Goldenen jüdischen Zeitalters auf der iberischen Halbinsel des 14. und 15. Jahrhunderts benannt. Unter anderem also nach Isaak Abrabenel, Moses Maimonides, Abraham ibn Esra, Rabbi Moses ben Nachman und David Kimchi. Im Stadtteil befindet sich die offizielle Residenz des israelischen Premierminsters.  mehr lesen…

Mamilla Mall in Westjerusalem

05. November 2018 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer

© flickr.com - Ana Paula Hirama/cc-by-sa-2.0

© flickr.com – Ana Paula Hirama/cc-by-sa-2.0

Mamilla Mall, auch als Alrov Mamilla Avenue bekannt, ist eine gehobene Einkaufsstraße und das einzige Open-Air-Einkaufszentrum in Westjerusalem. Das Einkaufszentrum liegt nordwestlich des Jaffa-Tors, direkt an der City Line, der Grenze zwischen Ostjerusalem und Westjerusalem, als Teil der Grünen Linie. Es besteht aus einer 610 m langen Fußgängerpromenade, der Alrov Mamilla Avenue, gesäumt von 140 Geschäfte, Restaurants und Cafés sowie Büroflächen in den oberen Stockwerken. Das Einkaufszentrum befindet sich auf einem mehrstöckigen Parkhaus für 1.600 Autos und Busse und einem Busbahnhof. Das von Moshe Safdie entworfene und von Alrov Properties and Lodgings Ltd. aus Tel Aviv entwickelte Einkaufszentrum umfasst auch Fassaden der Gebäude aus dem 19. Jahrhundert der ursprünglichen Mamilla-Straße sowie die ursprünglichen Strukturen des Klosters St. Vincent de Paul, das Stern-Haus und das Clark-Haus.  mehr lesen…

Israel-Museum in Westjerusalem

17. Oktober 2018 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Museen, Ausstellungen, Union für das Mittelmeer

Hadrian bronze bust from Tel Shalem © Oren Rozen/cc-by-sa-4.0

Hadrian bronze bust from Tel Shalem © Oren Rozen/cc-by-sa-4.0

Das Israel-Museum ist das Nationalmuseum Israels. Es befindet sich in Westjerusalems, unweit der Knesset, im Givat Ram-Quartier, und wurde 1965 unter dem damaligen Bürgermeister Teddy Kollek errichtet. In der Nähe befindet sich außerdem der Sitz der Israel Antiquities Authority und das Bible Lands Museum.  mehr lesen…

Die Knesset in Westjerusalem

08. August 2018 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer

© Adiel lo/cc-by-sa-3.0

© Adiel lo/cc-by-sa-3.0

Die Knesset (“Versammlung”) ist das Einkammerparlament des Staates Israel. Es besteht aus 120 Abgeordneten, die für eine Legislaturperiode von vier Jahren nach dem Verhältniswahlrecht bei einer Sperrklausel von 3,25 Prozent gewählt werden. Die Amtssitze des Parlaments, des Präsidenten und des Ministerpräsidenten liegen in Westjerusalem. Die Knesset hält ihre Sitzungen in einem eigenen Gebäude, dem Beth ha-Knesset, hebräisch für Haus der Versammlung, im Stadtteil Giwat Ram ab. Das Gebäude wurde von dem Architekten Joseph Klarwein geplant und ist seit dem 30. August 1966 der Sitz des Parlaments. Finanziert wurde das Gebäude vom Baron-James-de-Rothschild-Fonds und wurde auf geleasten Boden des griechisch-orthodoxen Patriarchats von Jerusalem gebaut. Der typische 1960er-Jahre-Bau verbindet konstruktivistische Elemente mit wenigen klassizistischen Elementen. Der quadratische Säulenbau ist aus Beton und dem rötlichen Jerusalemer Stein gebaut. Das Innere des Gebäudes wurde von Dora Gad recht schlicht gehalten.  mehr lesen…

King David Hotel in Westjerusalem

11. Juli 2018 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Hotels, Union für das Mittelmeer

© Michael Plutchok/cc-by-sa-3.0

© Michael Plutchok/cc-by-sa-3.0

The King David ist ein Hotel in Westjerusalem. Es ist eine Gründung der Palestine Cooperation von Sir Robert Waley Cohen und wurde 1929 bis 1931 nach Plänen Emil Vogts erbaut. Es ging dann unter Leitung Karl Albert (Charles) Bählers (1868–1937), des im Ägyptentourismus erfolgreichen Hoteliers, in Betrieb.  mehr lesen…

Nahost- und Israelisch-Palästinensischer Konflikt

06. Januar 2018 | Author/Destination: | Rubric: Editorial, Allgemein, Union für das Mittelmeer

© Oncenawhile

© Oncenawhile

Als Nahostkonflikt bezeichnet man den Konflikt um die Region Palästina, der dort zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen Juden und Arabern entstand. Er führte zu acht Kriegen zwischen dem am 14. Mai 1948 gegründeten Staat Israel und einigen seiner Nachbarstaaten (israelisch-arabischer Konflikt) sowie zu zahlreichen bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern (israelisch-palästinensischer Konflikt und Chronologie des israelisch-palästinensischen Konflikts), die den Kern des Nahostkonflikts (oder der Geschichte des kollektiven Scheiterns) bilden. Der internationale Konflikt in der Region dauert bis heute an. Wie konnte es soweit kommen? Was ist geschehen, damit die Lage zur heutigen Situation eskalierte? Ausgangspunkt ist der seit dem Mittelalter in Europa (Geschichte der Juden) verankerte Antisemitismus. Gehen wir zurück ins Jahr 1882, als Baron Edmond James de Rothschild begann Grundstücke zur Ansiedlung von russischen Juden in Palästina zu kaufen, in den 1920er Jahren die Palestine Jewish Colonization Association gründete, die in der Jewish Colonization Association aufging und damit die Basis für die Gründung des späteren Israels schaffte (u.a. durch den Jüdischen Nationalfonds finanziert). Auch wenn der Text ausgedruckt etwa 58 Seiten umfasst, so handelt es sich doch nur um eine Zusammenfassung. Die Vielzahl der eingesetzten Links macht bereits deutlich, dass es im Detail noch sehr viel mehr zu erfahren gibt. Zunächst handelt es sich um eine Zeitschiene der wesentlichen Entwicklungen in der Region und mündet in den heutigen Herausforderungen. Ausgangspunkt ist dabei die Sichtweise der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der Europäischen Union und Nordamerikas, angereichert mit Ausflügen in die Ideen-, Überzeugungs-, Glaubens- und Gedankenwelten der mittel- und unmittelbaren Konfliktparteien.  mehr lesen…

Yad Vashem, Gedenkstätte und Dokumentationszentrum der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust

19. September 2015 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Museen, Ausstellungen, Union für das Mittelmeer

Aerial view of Yad Vashem © Godot13/cc-by-sa-3.0

Aerial view of Yad Vashem © Godot13/cc-by-sa-3.0

Yad Vashem, offiziell: “Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“, ist die bedeutendste Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert und sie wissenschaftlich dokumentiert. Yad Vashem (für “Denkmal und Name”) erhielt seinen Namen nach (Jes 56,5 LUT): “Ihnen allen errichte ich in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal, ich gebe ihnen einen Namen, der mehr wert ist als Söhne und Töchter: Einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der niemals getilgt wird.” Sie liegt in Jerusalem und wurde am 19. August 1953 durch einen Beschluss der Knesset als eine staatliche Behörde gegründet. Yad Vashem wird jährlich von über zwei Millionen Menschen besucht. Die Bundesrepublik Deutschland fördert den Betrieb von Yad Vashem mit bislang insgesamt 15 Millionen Euro. Hinzu kommen private Spenden von verschiedenen Freundeskreisen Yad Vashems in Europa. Die Gedenkstätte umfasst folgende Abteilungen:  mehr lesen…

Westjerusalem

14. Juni 2015 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer

Mea Shearim district - Shabbat Square © Djampa/cc-by-sa-4.0

Mea Shearim district – Shabbat Square © Djampa/cc-by-sa-4.0

Als Westjerusalem oder Neu-Jerusalem wird der hauptsächlich jüdisch bewohnte, seit 1948 von Israel als Haupstadt betrachtete Westteil (von der Internationalen Gemeinschaft nicht anerkannt, aber geduldet) von Jerusalem bezeichnet. Der Anspruch auf Westjerusalem ergab sich aus den Folgen des Palästinakrieg von 1948. Der Staat Israel beansprucht die Stadt im sogenannten Jerusalemgesetz insgesamt als Hauptstadt, während der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in mehreren Resolutionen die israelische Annexion Ostjerusalems als Folge des Sechstagekriegs verurteilt oder für nichtig erklärt hat (Resolution 478 des UN-Sicherheitsrates und Positionen der Internationalen Gemeinschaft). Heute wird Israels Anspruch auf Westjerusalem international weitgehend akzeptiert, der Anspruch auf Ostjerusalem aber weiterhin deutlich mehrheitlich abgelehnt, wobei Tel Aviv de jure weiterhin als Israels Hauptstadt gilt, zumal die internationale Gemeinschaft Westjerusalem lediglich als Israels Hauptstadt duldet, aber nicht anerkennt (mit Ausnahme von Donald Trump).  mehr lesen…

Jerusalem, Al-Quds und Die Heilige, viele Namen für eine der ältesten Städte der Welt

19. Oktober 2013 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe, Union für das Mittelmeer

The Western Wall, the Dome of the Rock and al-Aqsa mosque © Sheepdog85/cc-by-sa-3.0-de

The Western Wall, the Dome of the Rock and al-Aqsa mosque © Sheepdog85/cc-by-sa-3.0-de

Jerusalem/al-Quds (“die Heilige”) ist eine Stadt in Israel und Palästina mit 800.000 Einwohnern, deren Status als solche in der Internationalen Gemeinschaft umstritten ist. Der Staat Israel beansprucht sie im sogenannten Jerusalemgesetz insgesamt als Hauptstadt (Die Zeit vom 19.12.2017: Jerusalem, unser Goldenes Kalb), während der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in mehreren Resolutionen die israelische Annexion Ostjerusalems verurteilt oder für nichtig erklärt hat (Resolution 478 des UN-Sicherheitsrates, Positionen der Internationalen Gemeinschaft und United States recognition of Jerusalem as capital of Israel), weshalb sich heute sämtliche internationalen Botschaften in Tel-Aviv befinden. Aufgrund der hohen Symbolkraft einer Rücksiedlung der Botschaften nach Jerusalem, hat die israelische Regierung regelmäßigen Gesprächsbedarf, der allerdings aus verschiedenen Gründen auf wenig Resonanz trifft. Die Nutzung Westjerusalems als Hauptstadt Israels wird von den Vereinten Nationen geduldet. Anerkannt ist der Status allerdings nicht, sodass de jure weiterhin Tel Aviv Israels Hauptstadt ist. Die Stadt ist insgesamt signifikanter Bestandteil des Nahost-Konflikts. Der UN-Teilungsplan sieht Jerusalem als gemeinsame israelische und palästinensische Hauptstadt vor, die zusammen mit Bethlehem im Westjordanland unter internationale Kontrolle gestellt werden soll, als ein Baustein auf dem Weg zu zwei gleichberechtigten, freien, gesellschaftlich und wirtschaftlich prosperierenden Staaten, die neben- und miteinander in friedlicher Koexistenz gedeihen können. Besonders erstaunlich an dem inzwischen Jahrzehnte andauernden “Hauptstadtstreit” ist, dass Jerusalem vor 1920 über Jahrhunderte eine Menge war, aber vor allem eine Ansiedlung ohne Hauptstadtfunktion. Insofern kann es also gar keinen “begründeten Anspruch” auf die Stadt geben. Erst mit dem britischen Völkerbundsmandats für Palästina wurde der Hauptsitz des Mandatsgebiets nach Jerusalem gelegt, sodass Jerusalem Hauptstadt des britischen Palästinas wurde. Wissenschaftlich belegbar ist dagegen, dass die Stadt schon seit einigen Tausend Jahren eine von mehreren spirituellen Zentren ist. Allerdings gab es in den Anfängen weder Christentum, Judentum noch den Islam.  mehr lesen…

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