Nahost- und Israelisch-Palästinensischer Konflikt

6. Januar 2018 | Author/Destination: | Rubric: Editorial, Allgemein, Union für das Mittelmeer

© Oncenawhile

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(Letzte Ergänzung: 14.10.2019) Als Nahostkonflikt bezeichnet man den Konflikt um die Region Palästina, der dort zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen Juden und Arabern entstand. Er führte zu acht Kriegen zwischen dem am 14. Mai 1948 gegründeten Staat Israel und einigen seiner Nachbarstaaten (israelisch-arabischer Konflikt) sowie zu zahlreichen bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern (israelisch-palästinensischer Konflikt und Chronologie des israelisch-palästinensischen Konflikts), die den Kern des Nahostkonflikts (oder der Geschichte des kollektiven Scheiterns) bilden. Der internationale Konflikt in der Region dauert bis heute an. Wie konnte es soweit kommen? Was ist geschehen, damit die Lage zur heutigen Situation eskalierte? Ausgangspunkt ist der seit dem Mittelalter in Europa (Geschichte der Juden) verankerte Antisemitismus. Gehen wir zurück ins Jahr 1882, als Baron Edmond James de Rothschild begann Grundstücke zur Ansiedlung von russischen Juden in Palästina zu kaufen (Jewish land purchase in Palestine), in den 1920er Jahren die Palestine Jewish Colonization Association gründete, die in der Jewish Colonization Association aufging und damit die Basis für die Gründung des späteren Israels schaffte (u.a. durch den Jüdischen Nationalfonds finanziert). Auch wenn der Text ausgedruckt etwa 109 Seiten umfasst, so handelt es sich doch nur um eine Zusammenfassung. Die Vielzahl der eingesetzten Links macht bereits deutlich, dass es im Detail noch sehr viel mehr zu erfahren gibt. Zunächst handelt es sich um eine Zeitschiene der wesentlichen Entwicklungen in der Region und mündet in den heutigen Herausforderungen. Ausgangspunkt ist dabei die Sichtweise der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der Europäischen Union und Nordamerikas, angereichert mit Ausflügen in die Ideen-, Überzeugungs-, Glaubens- und Gedankenwelten der mittel- und unmittelbaren Konfliktparteien.  mehr lesen…

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Themenwoche Ostjerusalem – Die al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg

6. Januar 2016 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe, Union für das Mittelmeer

Al-Aqsa Mosque © Andrew Shiva

Al-Aqsa Mosque © Andrew Shiva

Die al-Aqsa-Moschee ist eine Moschee auf dem Tempelberg (Haram Al-Sharif) in Ostjerusalem. Sie gilt als drittwichtigste Moschee des Islams nach der al-Haram-Moschee mit dem zentralen Heiligtum der Kaaba in Mekka und der Prophetenmoschee mit dem Grab des Propheten Mohammed in Medina.  mehr lesen…

Themenwoche Ostjerusalem – Der Felsendom/Qubbat As-Sakhrah auf dem Tempelberg

18. November 2015 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe, Union für das Mittelmeer

© Starbuck121/cc-by-sa-4.0

© Starbuck121/cc-by-sa-4.0

Der Felsendom in Ostjerusalem ist der älteste monumentale Sakralbau des Islams und eines der islamischen Hauptheiligtümer. Er wurde nach gegenwärtigem Forschungsstand zwischen 687 und 691 errichtet und im Lauf der Jahrhunderte vielfach restauriert, verändert und umfassend ergänzt, zuletzt Anfang der 1990er Jahre. Der Felsendom steht auf dem Tempelberg/Haram Al-Sharif in Ostjerusalem. Er ist ein Meisterwerk der islamischen Baukunst des frühen Umayyadenstils und übernimmt den frühchristlich-byzantinischen Zentralbautyp. Er ist das wohl bekannteste Wahrzeichen Jerusalems in der Gegenwart. In der Nähe des Felsendoms – ebenfalls auf dem Tempelberg – befindet sich die al-Aqsa-Moschee, die ebenfalls unter den Umayyaden errichtet wurde.  mehr lesen…

Themenwoche Jerusalem, Al-Quds und Die Heilige, viele Namen für eine der ältesten Städte der Welt

19. Oktober 2013 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Themenwochen, UNESCO-Welterbe, Union für das Mittelmeer

The Western Wall, the Dome of the Rock and al-Aqsa mosque © Sheepdog85/cc-by-sa-3.0-de

The Western Wall, the Dome of the Rock and al-Aqsa mosque © Sheepdog85/cc-by-sa-3.0-de

Jerusalem/al-Quds (“die Heilige”) ist eine Stadt in Israel und Palästina mit 800.000 Einwohnern, deren Status als solche in der Internationalen Gemeinschaft umstritten ist. Der Staat Israel beansprucht sie im sogenannten Jerusalemgesetz insgesamt als Hauptstadt (Die Zeit vom 19.12.2017: Jerusalem, unser Goldenes Kalb), während der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in mehreren Resolutionen die israelische Annexion Ostjerusalems verurteilt oder für nichtig erklärt hat (Resolution 478 des UN-Sicherheitsrates, Positionen der Internationalen Gemeinschaft und United States recognition of Jerusalem as capital of Israel), weshalb sich heute sämtliche internationalen Botschaften in Tel-Aviv befinden. Aufgrund der hohen Symbolkraft einer Rücksiedlung der Botschaften nach Jerusalem, hat die israelische Regierung regelmäßigen Gesprächsbedarf, der allerdings aus verschiedenen Gründen auf wenig Resonanz trifft. Die Nutzung Westjerusalems als Hauptstadt Israels wird von den Vereinten Nationen geduldet. Anerkannt ist der Status allerdings nicht, sodass de jure weiterhin Tel Aviv Israels Hauptstadt ist. Die Stadt ist insgesamt signifikanter Bestandteil des Nahost-Konflikts. Der UN-Teilungsplan sieht Jerusalem als gemeinsame israelische und palästinensische Hauptstadt vor, die zusammen mit Bethlehem im Westjordanland unter internationale Kontrolle gestellt werden soll, als ein Baustein auf dem Weg zu zwei gleichberechtigten, freien, gesellschaftlich und wirtschaftlich prosperierenden Staaten, die neben- und miteinander in friedlicher Koexistenz gedeihen können. Besonders erstaunlich an dem inzwischen Jahrzehnte andauernden “Hauptstadtstreit” ist, dass Jerusalem vor 1920 über Jahrhunderte eine Menge war, aber vor allem eine Ansiedlung ohne Hauptstadtfunktion. Insofern kann es also gar keinen “begründeten Anspruch” auf die Stadt geben. Erst mit dem britischen Völkerbundsmandats für Palästina wurde der Hauptsitz des Mandatsgebiets nach Jerusalem gelegt, sodass Jerusalem Hauptstadt des britischen Palästinas wurde. Wissenschaftlich belegbar ist dagegen, dass die Stadt schon seit einigen Tausend Jahren eine von mehreren spirituellen Zentren ist. Allerdings gab es in den Anfängen weder Christentum, Judentum noch den Islam.  mehr lesen…

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