70 Jahre Luxemburger Abkommen

10. September 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein Lesedauer:  16 Minuten

Luxembourg City Hall © Cayambe/cc-by-sa-3.0

Luxembourg City Hall © Cayambe/cc-by-sa-3.0

Das Luxemburger Abkommen (auch Wiedergutmachungsabkommen genannt, englisch: Reparations Agreement between Israel and West Germany) ist ein am 10. September 1952 geschlossenes Übereinkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland auf der einen Seite sowie Israel und der Jewish Claims Conference (JCC) auf der anderen. Inhalt des Abkommens waren Zahlungen, Exportgüter und Dienstleistungen im Gesamtwert von 3,5 Milliarden D-Mark, um die Eingliederung mittelloser jüdischer Flüchtlinge zu unterstützen, sowie die Selbstverpflichtung der Bundesrepublik zur Rückerstattung von Vermögenswerten. Dieses Abkommen wurde vom Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) im Bundestag mit den Stimmen auch der SPD gegen Teile seiner Regierungskoalition durchgesetzt. 3 Milliarden waren für den Staat Israel bestimmt, 450 Millionen für die außerhalb Israels wohnenden vertriebenen Juden und 50 Millionen für jene, die keiner jüdischen Glaubensgemeinschaft mehr angehörten. Fast gleichzeitig liefen die Verhandlungen zum Londoner Schuldenabkommen. Die Ratifizierung beider Verträge war die politische Vorbedingung, um den Besatzungsstatus aufzuheben und die volle Souveränität der Bundesrepublik herbeizuführen. Die Vereinbarungen wurden in einem förmlichen Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staate Israel und zwei sogenannten Protokollen schriftlich festgehalten.  mehr lesen…

Themenwoche Belarus – Minsk

30. Juli 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein Lesedauer:  21 Minuten

Babrujskaja street © Viktar Palstsiuk/cc-by-sa-4.0

Babrujskaja street © Viktar Palstsiuk/cc-by-sa-4.0

Minsk ist die Hauptstadt und gleichzeitig mit etwa 1,981 Millionen Einwohnern (Stand 2018) größte Stadt in Belarus. Sie ist zudem Hauptstadt der Minskaja Woblasz und Sitz der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) sowie das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum von Belarus mit Hochschulen und Fachschulen sowie zahlreichen Kirchen, Theatern und Museen. Minsk liegt an der Swislatsch, einem Nebenfluss der Bjaresina. Minsk wurde 1918 zur Hauptstadt der kurzlebigen “Weißrussischen Volksrepublik“. 1922 wurde Minsk Hauptstadt der neugebildeten Belorussischen Sozialistischen Sowjetrepublik (BSSR), einer Teilrepublik der Sowjetunion. Die Einwohnerzahl stieg bis 1939 auf fast 240.000, wobei nun auch die Weißrussen die größte Bevölkerungsgruppe darstellten.  mehr lesen…

Themenwoche Belarus – Hrodna

29. Juli 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein Lesedauer:  14 Minuten

© flickr.com - Alexej Mazurkiewicz/cc-by-sa-2.0

© flickr.com – Alexej Mazurkiewicz/cc-by-sa-2.0

Hrodna bzw. Grodno ist eine Stadt in Belarus mit rund 380.000 Einwohnern (Stand 2018/19). Sie liegt an der Memel (Njemen), nahe dem Dreiländereck mit Polen und Litauen und ist Verwaltungssitz der Hrodsenskaja Woblasz und des Rajon Hrodna.  mehr lesen…

Themenwoche Belarus – Mahiljou

28. Juli 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein Lesedauer:  2 Minuten

City Hall © Kazimier Lachnovic/cc-by-sa-3.0

City Hall © Kazimier Lachnovic/cc-by-sa-3.0

Mahiljou ist mit 381.400 Einwohnern die drittgrößte Stadt in Belarus. Sie liegt im Osten des Landes am Dnepr. Die Großstadt ist Sitz der Verwaltung der Mahiljouskaja Woblasz, Industriestadt (Maschinenbau, Chemiefaser-, Leicht-, Nahrungsmittelindustrie), Eisenbahnknoten, Hafenstadt und kultureller Mittelpunkt des Gebietes mit Hochschulen, Theater und Baudenkmälern.  mehr lesen…

Themenwoche Belarus – Wizebsk

27. Juli 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein Lesedauer:  10 Minuten

Vitsebsk © panoramio.com - Svetlov Artem/cc-by-3.0

Vitsebsk © panoramio.com – Svetlov Artem/cc-by-3.0

Wizebsk ist eine Stadt im Norden von Belarus nahe der Grenze zu Russland mit 347.500 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009). Sie hat einen Flusshafen an der Düna, ist Industriestadt (Maschinenbau, Leicht-, Nahrungsmittel-, Textilindustrie), Eisenbahn– und Straßenknotenpunkt sowie kultureller Mittelpunkt des Gebietes mit Universität, Hochschulen, Theater, Museen, Galerien und Baudenkmälern. Wizebsk ist Hauptstadt der Woblasz Wizebsk sowie Sitz des am 13. Oktober 1999 gegründeten römisch-katholischen Bistums Wizebsk.  mehr lesen…

Themenwoche Belarus – Homel

26. Juli 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein Lesedauer:  10 Minuten

Regional Drama Theater © Alexander Sokolov/cc-by-sa-3.0

Regional Drama Theater © Alexander Sokolov/cc-by-sa-3.0

Homel bzw. Gomel ist mit über 530.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Belarus. Sie ist der administrative Sitz der Homelskaja Woblasz und des Rajons Homel. Homel liegt im Südosten, 40 km nördlich der Grenze zur Ukraine und 50 km westlich der Grenze zu Russland auf einer Höhe von 138 m am Ufer des Sosch, einem linken Nebenfluss des Dnepr. Die Stadt befindet sich 300 km südöstlich der belarussischen Hauptstadt Minsk, 534 km östlich von Brest, 213 km südlich von Mahiljou, 279 km westlich von Brjansk und 111 km nördlich von Tschernihiw. Homel nimmt ein Territorium von 113 km² ein.  mehr lesen…

Brest in Belarus

18. Juli 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein Lesedauer:  9 Minuten

Monument of Courage in Brest Fortress © Alexxx Malev/cc-by-sa-4.0

Monument of Courage in Brest Fortress © Alexxx Malev/cc-by-sa-4.0

Brest ist eine belarussische Stadt am Westlichen Bug mit 350.000 Einwohnern. Sie ist Gebietshauptstadt des Breszkaja Woblasz, administratives Zentrum des Rajons Brest und der wichtigste Grenzübergang des Landes zu Polen. Die Stadt war 1918 Vertragsort und Namensgeber des Friedensvertrags von Brest-Litowsk zwischen dem Deutschen Reich und Sowjetrussland. Nördlich von Brest befindet sich die Belaweschskaja Puschtscha, ein Nationalpark, der auf der Liste des Weltnaturerbes der UNESCO geführt wird. Hier wurde die Auflösung der Sowjetunion beschlossen.  mehr lesen…

Themenwoche Litauen – Kėdainiai

25. Juni 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein Lesedauer:  8 Minuten

City Hall and Monument of Radziwiłł © Algirdas/cc-by-sa-3.0

City Hall and Monument of Radziwiłł © Algirdas/cc-by-sa-3.0

Kėdainiai ist eine zentral in Litauen am Ufer des Flüsschens Nevėžis gelegene Stadt. Die Kernstadt ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Rajongemeinde und in derselben ein städtischer Amtsbezirk. Der Ort wurde erstmals 1372 erwähnt und im 15. Jahrhundert bereits als Stadt bezeichnet. Offiziell wurde das Stadtrecht 1590 als Magdeburger Recht verliehen. Die Stadt war das Zentrum der Reformation in Litauen. Noch heute gibt es hier eine evangelische Kirche, was im durchgehend katholischen Litauen Seltenheitswert hat. Seit der Erklärung der Unabhängigkeit 1918 gehört der Ort zu Litauen. Die Altstadt ist gut erhalten und sehenswert. In der Stadt existieren mehrere Schlösser und Herrenhäuser des litauischen Großadels, die jetzt zumeist als öffentliche Gebäude genutzt werden. In der Nähe des Bahnhofes steht eines der wenigen Minarette Litauens.  mehr lesen…

Themenwoche Litauen – Šiauliai

23. Juni 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein Lesedauer:  13 Minuten

Hill of Crosses © Diego Delso/cc-by-sa-3.0

Hill of Crosses © Diego Delso/cc-by-sa-3.0

Šiauliai ist eine Großstadt mit 111.967 Einwohnern (2021) im Norden Litauens. Sie ist Sitz der umgebenden Rajongemeinde Šiauliai und seit 1994 die Hauptstadt des Bezirks Šiauliai. Sie hat den Status einer Stadtgemeinde, hat also einen gewählten Bürgermeister und Stadtrat. Šiauliai ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort, Verkehrsknotenpunkt, Sitz einer Universität und eines katholischen Bistums. Die Stadt ist vorwiegend industriell geprägt. Die Altstadt wurde während des Zweiten Weltkriegs weitestgehend zerstört. Die Straße, an der die meisten Sehenswürdigkeiten und Geschäfte liegen, ist die Vilniaus Gatve, die heute überwiegend Fußgängerzone ist.  mehr lesen…

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