Stadt Ur im Irak

20. Juli 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe Lesedauer:  11 Minuten

Ziggurat of Ur © Kaufingdude/cc-by-sa-3.0

Ziggurat of Ur © Kaufingdude/cc-by-sa-3.0

Ur, der heutige Tell el-Muqejjir, ist eine der ältesten sumerischen Stadtgründungen und altes Zentrum in Mesopotamien (Zweistromland, im heutigen Irak). Eine Zikkurat des Mondgottes Nanna gehört zu ihren wichtigsten Bauwerken. Die Anfänge der Stadt reichen bis ca. 4000 v. Chr. zurück. Sie ist heute eine bedeutende archäologische Ausgrabungsstätte. Die Stadt liegt in der Nähe der heutigen Stadt Nasiriya. Nach der Überlieferung des Alten Testaments der Bibel stammt der Patriarch Abraham aus Ur (Genesis 11,28.31). Die archäologischen Stätten von Ur zählen, zusammen mit denen von Uruk und Eridu und Marschlandgebieten im Südirak, zum UNESCO-Welterbe. In Ur wurden die Ursprünge aller heutiger Schriften und der Mathematik entwickelt.  mehr lesen…

Alhambra in Granada

6. April 2022 | Author/Destination: | Rubric: Architektur, Allgemein, UNESCO-Welterbe Lesedauer:  10 Minuten

© panoramio.com - Sergey Ashmarin/cc-by-sa-3.0

© panoramio.com – Sergey Ashmarin/cc-by-sa-3.0

Die Alhambra ist eine bedeutende Stadtburg (kasbah) auf dem Sabikah-Hügel von Granada in Spanien, die als eines der bedeutendsten Beispiele des maurischen Stils der islamischen Kunst gilt. Die Alhambra ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und seit 1984 Weltkulturerbe. Die Burganlage ist etwa 740 m lang und bis zu 220 m breit. Im Osten ist der Sommerpalast Generalife vorgelagert. Der Gesamtkomplex der Alhambra kann grob in vier Teile unterteilt werden: Der Generalife außerhalb der Festungsmauern, die Medina, die Paläste der Naṣriden und die Alcazaba (Zitadelle). Oberhalb des Generalife befinden sich die Ruinen der Silla del Moro (“Sitz des Mauren”, auch Castillo de Santa Elena), darüber, auf dem Gipfel des Cerro del Sol, befindet sich das Dār al-ʿarūsa (“Haus der Braut”).  mehr lesen…

Ostturkestan oder Xinjiang und die Uiguren in China

11. März 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein Lesedauer:  25 Minuten

Xinjiang Internment Camps map © US  National Geospatial Intelligence Agency and Australian Strategic Policy Institute

Xinjiang Internment Camps map © US National Geospatial Intelligence Agency and Australian Strategic Policy Institute

Xinjiang ist eine Bezeichnung für die autonome Region der uigurischen Nationalität in der Volksrepublik China. Die amtliche chinesische Bezeichnung lautet Uigurisches Autonomes Gebiet Xinjiang. Von Anhängern der uigurischen Unabhängigkeitsbewegung wird sie dagegen Ostturkestan genannt. Die Region ist ein überwiegend von Uiguren und Han, aber auch Mongolen besiedeltes Gebiet im äußersten Nordwesten der Volksrepublik China. Der nördliche Teil des Gebiets wird auch Dsungarei genannt. Die Hauptstadt und mit deutlichem Abstand bevölkerungsreichste Stadt des Autonomen Gebietes ist Ürümqi, eine relativ junge Stadt, verglichen mit den geschichtsträchtigen Städten wie Kaxgar, Shache (Kreis Yarkant), Gulja oder Gaochang. Andere bedeutende Orte sind die moderne Stadt Shihezi, der Vorort Changji (Autonomer Bezirk Changji) von Ürümqi, die Erdöl-Stadt Karamay, die kasachische Stadt Altay am Fuße der gleichnamigen Gebirgskette, Korla, Yizhou (vormals Kumul), Manas (Kreis Manas), Aksu und Hotan (Regierungsbezirk Hotan), eine alte Stadt im Süden des Tarimbeckens. Aufmerksamkeit erlangte die Region zuletzt vor allem durch die systematischen Menschenrechtsverbrechen der Kommunistischen Partei Chinas, etwa durch die Zwangssterilisierung und Masseninhaftierung uigurischer Einwohner in Umerziehungslagern.  mehr lesen…

Saint-Denis in der Île-de-France

29. Dezember 2021 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Paris / Île-de-France Lesedauer:  12 Minuten

Town hall © Chabe01/cc-by-sa-4.0

Town hall © Chabe01/cc-by-sa-4.0

Saint-Denis ist eine französische Stadt mit 112.000 Einwohnern im Département Seine-Saint-Denis und ist Amtssitz der Unterpräfektur im Arrondissement Saint-Denis. Sie liegt unmittelbar nördlich von Paris und bildet heute einen Teil der Banlieue. Die Einwohner werden Dionysiens genannt. Die dem heiligen Dionysius von Paris geweihte ehemalige Abteikirche Saint-Denis war seit 564 n. Chr. Grablege fast aller fränkischen, später der französischen Könige. Auch der fränkische Herrscher Karl Martell (686–741) ließ sich schon hier begraben. Diese Tradition hielt sich bis zu Karl X. (1824–1830), dem letzten Bourbonenkönig auf dem französischen Thron.  mehr lesen…

Haram esh-Sharif oder Tempelberg in Ostjerusalem

3. September 2021 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe, Union für das Mittelmeer Lesedauer:  10 Minuten

© Andrew Shiva/cc-by-sa-4.0

© Andrew Shiva/cc-by-sa-4.0

Der Tempelberg (“das edle Heiligtum”) ist ein Hügel im Südosten des UNESCO-Welterbes Altstadt von Jerusalem, oberhalb des Kidrontales. Auf seinem Gipfel befindet sich ein etwa 14 ha großes künstliches Plateau, in dessen Mitte der Herodianische Tempel stand, ein Nachfolgebau des nachexilischen jüdischen Tempels, der wiederum auf den Fundamenten des salomonischen Tempels errichtet wurde. Seit dem 7. Jahrhundert n. Chr steht hier der Felsendom. Auf der südlichen Seite der Esplanade befindet sich die al-Aqsā-Moschee. Der Tempelberg ist einer der umstrittensten heiligen Orte der Welt.  mehr lesen…

Porträt: Saladin, der berühmteste Kurde der Geschichte

26. Mai 2021 | Author/Destination: | Rubric: Porträt Lesedauer:  14 Minuten

Portrait of Saladin © The Trustees of the British Museum/cc-by-nc-sa-4.0

Portrait of Saladin © The Trustees of the British Museum/cc-by-nc-sa-4.0

Saladin war ab 1171 der erste Sultan von Ägypten und ab 1174 Sultan von Syrien. Als kurdischstämmiger Führer gründete er die Dynastie der Ayyubiden. Unter dem Namen “Sultan Saladin” wurde er zu einem Mythos der muslimischen Welt und vorbildhaften islamischen Herrscher. Er eroberte im Jahr 1187 Jerusalem; als erfolgreicher Gegenspieler der Kreuzfahrer wurde er oft verklärt und romantisiert. In der modernen Geschichtsschreibung wird hingegen davon ausgegangen, dass er seine Rolle als Verteidiger des Islams auch zur Legitimation seiner machtpolitischen Ziele verwendete. Tatsachen und Legenden sowie deren Vermischung und Interpretation prägten das Bild Saladins im christlichen Abendland und im islamischen Orient.  mehr lesen…

Themenwoche Brunei

24. Mai 2021 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Themenwochen Lesedauer:  12 Minuten

Sultan Omar Ali Saifuddin Mosque © flickr.com - sam garza/cc-by-2.0

Sultan Omar Ali Saifuddin Mosque © flickr.com – sam garza/cc-by-2.0

Das Sultanat Brunei (amtlich: Brunei Darussalam und Nation von Brunei, der Wohnstätte des Friedens) ist ein Staat in Südostasien. Er liegt auf der Insel Borneo im Südchinesischen Meer und grenzt an Malaysia. Das Staatsgebiet ist der Rest eines in historischer Zeit weit größeren Sultanates, das zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert fast die komplette Nordküste Borneos umfasste. Ergiebige Erdölvorkommen in Verbindung mit geringer Bevölkerung und relativer Stabilität haben Brunei zu einem der reichsten Länder der Welt gemacht.  mehr lesen…

Hassan-II.-Moschee in Casablanca

16. September 2020 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer Lesedauer:  8 Minuten

© BenSlivka/cc-by-sa-4.0

© BenSlivka/cc-by-sa-4.0

Die Hassan-II.-Moschee (Grande Mosquée Hassan II) in Casablanca ist eine der größten Moscheen der Welt. Bis zu 25.000 Personen finden in der Gebetshalle von 20.000 Quadratmetern Platz. Technische Besonderheiten sind ein sich automatisch öffnendes Dach, Fußbodenheizung in der Gebetshalle und ein grüner Laserstrahl, der nachts Richtung Mekka zeigt. Die Moschee darf auch in den Vormittagsstunden im Rahmen von Führungen von Nicht-Muslimen gegen Eintrittsgeld betreten werden.  mehr lesen…

Koutoubia-Moschee in Marrakesch

12. August 2020 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer Lesedauer:  9 Minuten

© Baca12/cc-by-sa-4.0

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Die Koutoubia-Moschee (“Moschee der Buchhändler”) ist die größte Moschee von Marrakesch. Sie stammt aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts und ist damit eine der ältesten Moscheen Marokkos. Das Minarett der Koutoubia-Moschee ist das Wahrzeichen der Stadt Marrakesch und des gesamten Landes; allabendlich wird es beleuchtet und ist noch bis in 30 km Entfernung sichtbar. Mehr noch als das etwa 150 Jahre ältere Minarett der Qala der Beni Hammad im heutigen Algerien und zusammen mit der Giralda in Sevilla, dem Hassan-Turm von Rabat und dem Minarett der Kasbah-Moschee in Marrakesch wurde es zum Vorbild für nahezu alle späteren Minarette des Maghreb.  mehr lesen…

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