Jerusalemer Altstadt

12. September 2018 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe, Union für das Mittelmeer

Old City of Jerusalem - Temple Mount © Andrew Shiva/cc-by-sa-4.0

Old City of Jerusalem – Temple Mount © Andrew Shiva/cc-by-sa-4.0

Die Altstadt von Jerusalem in Ostjerusalem erstreckt sich auf einer Fläche von gerade einmal 0,9 km² mit 37.000 Einwohnern, bildet aber den Kern des Nahost-/Israelisch-palästinensischen Konflikts. Sie enthält einige Gebäude aus früheren Zeiten, wird aber in ihrer heutigen Lage von der Stadtmauer Süleyman des Prächtigen aus dem 16. Jahrhundert umschlossen. Bis 1860 bildete die Altstadt das gesamte Stadtgebiet Jerusalems und Israels rechtsnationaler Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat unbeabsichtigt Recht, wenn er davon spricht, dass Jerusalem unteilbar sei, denn bis heute bildet die palästinensische Altstadt eine in sich geschlossene und ungeteilte Einheit. Mit Mishkenot Sha’ananim begann die Besiedlung Jerusalems außerhalb der Altstadt. Obwohl der Berg Zion mit der Dormitio-Abtei sich außerhalb der Stadtmauern befindet, wird auch er gelegentlich zur Altstadt gerechnet. Die Grenze zwischen Ost- und Westjerusalem, die City Line als Bestandteil der Grünen Linie, verläuft zwischen der Altstadtmauer und der Mamilla Mall in Westjerusalem.  mehr lesen…

Die Knesset in Westjerusalem

08. August 2018 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer

© Adiel lo/cc-by-sa-3.0

© Adiel lo/cc-by-sa-3.0

Die Knesset (“Versammlung”) ist das Einkammerparlament des Staates Israel. Es besteht aus 120 Abgeordneten, die für eine Legislaturperiode von vier Jahren nach dem Verhältniswahlrecht bei einer Sperrklausel von 3,25 Prozent gewählt werden. Die Amtssitze des Parlaments, des Präsidenten und des Ministerpräsidenten liegen in Westjerusalem. Die Knesset hält ihre Sitzungen in einem eigenen Gebäude, dem Beth ha-Knesset, hebräisch für Haus der Versammlung, im Stadtteil Giwat Ram ab. Das Gebäude wurde von dem Architekten Joseph Klarwein geplant und ist seit dem 30. August 1966 der Sitz des Parlaments. Finanziert wurde das Gebäude vom Baron-James-de-Rothschild-Fonds und wurde auf geleasten Boden des griechisch-orthodoxen Patriarchats von Jerusalem gebaut. Der typische 1960er-Jahre-Bau verbindet konstruktivistische Elemente mit wenigen klassizistischen Elementen. Der quadratische Säulenbau ist aus Beton und dem rötlichen Jerusalemer Stein gebaut. Das Innere des Gebäudes wurde von Dora Gad recht schlicht gehalten.  mehr lesen…

King David Hotel in Westjerusalem

11. Juli 2018 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Hotels, Union für das Mittelmeer

© Michael Plutchok/cc-by-sa-3.0

© Michael Plutchok/cc-by-sa-3.0

The King David ist ein Hotel in Westjerusalem. Es ist eine Gründung der Palestine Cooperation von Sir Robert Waley Cohen und wurde 1929 bis 1931 nach Plänen Emil Vogts erbaut. Es ging dann unter Leitung Karl Albert (Charles) Bählers (1868–1937), des im Ägyptentourismus erfolgreichen Hoteliers, in Betrieb.  mehr lesen…

Dormitio-Abtei in Jerusalem

01. Juni 2018 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer

© Tango7174/cc-by-sa-4.0

© Tango7174/cc-by-sa-4.0

Die Dormitio-Abtei ist eine deutschsprachige Benediktinerabtei auf dem Berg Zion in Jerusalem, unmittelbar außerhalb der Altstadt in Ostjerusalem. Der Name leitet sich vom Patrozinium der Entschlafung der seligen Jungfrau Maria ab. Abteikirche ist die Dormitio-Basilika. Von 1998 bis 2006 trug die Dormitio-Abtei in Anlehnung an die 415 an dieser Stelle erbaute byzantinische Kirche Hagia Sion den Namen Hagia Maria Sion. Aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums kehrte die Gemeinschaft 2006 wieder zum Patrozinium Dormitio zurück.  mehr lesen…

Nahost- und Israelisch-Palästinensischer Konflikt

06. Januar 2018 | Author/Destination: | Rubric: Editorial, Allgemein, Union für das Mittelmeer

© Oncenawhile

© Oncenawhile

Als Nahostkonflikt bezeichnet man den Konflikt um die Region Palästina, der dort zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen Juden und Arabern entstand. Er führte zu acht Kriegen zwischen dem am 14. Mai 1948 gegründeten Staat Israel und einigen seiner Nachbarstaaten (israelisch-arabischer Konflikt) sowie zu zahlreichen bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern (israelisch-palästinensischer Konflikt und Chronologie des israelisch-palästinensischen Konflikts), die den Kern des Nahostkonflikts (oder der Geschichte des kollektiven Scheiterns) bilden. Der internationale Konflikt in der Region dauert bis heute an. Wie konnte es soweit kommen? Was ist geschehen, damit die Lage zur heutigen Situation eskalierte? Ausgangspunkt ist der seit dem Mittelalter in Europa (Geschichte der Juden) verankerte Antisemitismus. Gehen wir zurück ins Jahr 1882, als Baron Edmond James de Rothschild begann Grundstücke zur Ansiedlung von russischen Juden in Palästina zu kaufen, in den 1920er Jahren die Palestine Jewish Colonization Association gründete, die in der Jewish Colonization Association aufging und damit die Basis für die Gründung des späteren Israels schaffte (u.a. durch den Jüdischen Nationalfonds finanziert). Auch wenn der Text ausgedruckt etwa 58 Seiten umfasst, so handelt es sich doch nur um eine Zusammenfassung. Die Vielzahl der eingesetzten Links macht bereits deutlich, dass es im Detail noch sehr viel mehr zu erfahren gibt. Zunächst handelt es sich um eine Zeitschiene der wesentlichen Entwicklungen in der Region und mündet in den heutigen Herausforderungen. Ausgangspunkt ist dabei die Sichtweise der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der Europäischen Union und Nordamerikas, angereichert mit Ausflügen in die Ideen-, Überzeugungs-, Glaubens- und Gedankenwelten der mittel- und unmittelbaren Konfliktparteien.  mehr lesen…

Das Jaffa-Tor in Ostjerusalem

06. September 2017 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer

Jaffa Gate plaque © Djampa/cc-by-sa-4.0

Jaffa Gate plaque © Djampa/cc-by-sa-4.0

Das Jaffator (bab al-Chalil, Hebron-Tor) ist eines der acht Tore in der Stadtmauer (Damaskustor, Dungtor, Goldenes Tor, Herodestor, Hulda Tor (wobei unklar ist, ob es sich hier tatsächlich um ein Stadttor im klassischen Sinn gehandelt hat oder lediglich um Durchgänge/Abkürzungen. Der Begriff “Hulda” bezieht sich sowohl auf Maulwurf oder Maus, als auch auf die Prophetin Hulda), Jaffator, Löwentor, Neues Tor und Zionstor), die nach Ostjerusalem (Altstadt) führen. Wie der Rest der Stadtmauer ist auch das Jaffa-Tor mit Jerusalem-Steinen errichtet worden. Es liegt an der Westseite von Ostjerusalem unmittelbar neben der Davidszitadelle und führt in das christliche und armenische Viertel. Der Weg durch das Tor beschreibt eine 90°-Kurve, wodurch Angreifer daran gehindert werden sollten, schnell durch das Tor zu brechen.  mehr lesen…

Die al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg

06. Januar 2016 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe, Union für das Mittelmeer

Al-Aqsa Mosque © Andrew Shiva

Al-Aqsa Mosque © Andrew Shiva

Die al-Aqsa-Moschee ist eine Moschee auf dem Tempelberg (Haram Al-Sharif) in Ostjerusalem. Sie gilt als drittwichtigste Moschee des Islams nach der al-Haram-Moschee mit dem zentralen Heiligtum der Kaaba in Mekka und der Prophetenmoschee mit dem Grab des Propheten Mohammed in Medina.  mehr lesen…

Der Felsendom/Qubbat As-Sakhrah auf dem Tempelberg

18. November 2015 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe, Union für das Mittelmeer

© Starbuck121/cc-by-sa-4.0

© Starbuck121/cc-by-sa-4.0

Der Felsendom in Ostjerusalem ist der älteste monumentale Sakralbau des Islams und eines der islamischen Hauptheiligtümer. Er wurde nach gegenwärtigem Forschungsstand zwischen 687 und 691 errichtet und im Lauf der Jahrhunderte vielfach restauriert, verändert und umfassend ergänzt, zuletzt Anfang der 1990er Jahre. Der Felsendom steht auf dem Tempelberg/Haram Al-Sharif in Ostjerusalem. Er ist ein Meisterwerk der islamischen Baukunst des frühen Umayyadenstils und übernimmt den frühchristlich-byzantinischen Zentralbautyp. Er ist das wohl bekannteste Wahrzeichen Jerusalems in der Gegenwart. In der Nähe des Felsendoms – ebenfalls auf dem Tempelberg – befindet sich die al-Aqsa-Moschee, die ebenfalls unter den Umayyaden errichtet wurde.  mehr lesen…

Yad Vashem, Gedenkstätte und Dokumentationszentrum der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust

19. September 2015 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Museen, Ausstellungen, Union für das Mittelmeer

Aerial view of Yad Vashem © Godot13/cc-by-sa-3.0

Aerial view of Yad Vashem © Godot13/cc-by-sa-3.0

Yad Vashem, offiziell: “Gedenkstätte der Märtyrer und Helden des Staates Israel im Holocaust“, ist die bedeutendste Gedenkstätte, die an die nationalsozialistische Judenvernichtung erinnert und sie wissenschaftlich dokumentiert. Yad Vashem (für “Denkmal und Name”) erhielt seinen Namen nach (Jes 56,5 LUT): “Ihnen allen errichte ich in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal, ich gebe ihnen einen Namen, der mehr wert ist als Söhne und Töchter: Einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der niemals getilgt wird.” Sie liegt in Jerusalem und wurde am 19. August 1953 durch einen Beschluss der Knesset als eine staatliche Behörde gegründet. Yad Vashem wird jährlich von über zwei Millionen Menschen besucht. Die Bundesrepublik Deutschland fördert den Betrieb von Yad Vashem mit bislang insgesamt 15 Millionen Euro. Hinzu kommen private Spenden von verschiedenen Freundeskreisen Yad Vashems in Europa. Die Gedenkstätte umfasst folgende Abteilungen:  mehr lesen…

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