Porträt: David Ben-Gurion, Israels Staatsgründer und erster Ministerpräsident

21. September 2022 | Author/Destination: | Rubric: Porträt Lesedauer:  10 Minuten

David Ben-Gurion, 1968 © Fritz Cohen - National Photo Collection of Israel

David Ben-Gurion, 1968 © Fritz Cohen – National Photo Collection of Israel

David Ben-Gurion rief mit der Verkündung der israelischen Unabhängigkeitserklärung am 14. Mai 1948 den modernen Staat Israel aus. Er war dessen erster Ministerpräsident. Ben-Gurion war 1930, im zu der Zeit noch britischen Mandatsgebiet Palästina, einer der Gründer der zionistischsozialistischen Arbeiterpartei Israels (Mapai) und führte sie bis 1963 als Parteivorsitzender an. Nach parteiinternen Konflikten – unter anderem vor dem Hintergrund der Lawon-Affäre – verließ er die Mapai und gründete 1965 die linke Arbeiterliste Rafi. Beide Parteien vereinigten sich 1968 wieder und gingen zusammen mit der Achdut haAwoda in der bis in die Gegenwart bestehenden sozialdemokratischen Awoda auf. Von 1948 bis 1953 und von 1955 bis 1963 war Ben-Gurion Premierminister und Verteidigungsminister Israels.  mehr lesen…

70 Jahre Luxemburger Abkommen

10. September 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein Lesedauer:  16 Minuten

Luxembourg City Hall © Cayambe/cc-by-sa-3.0

Luxembourg City Hall © Cayambe/cc-by-sa-3.0

Das Luxemburger Abkommen (auch Wiedergutmachungsabkommen genannt, englisch: Reparations Agreement between Israel and West Germany) ist ein am 10. September 1952 geschlossenes Übereinkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland auf der einen Seite sowie Israel und der Jewish Claims Conference (JCC) auf der anderen. Inhalt des Abkommens waren Zahlungen, Exportgüter und Dienstleistungen im Gesamtwert von 3,5 Milliarden D-Mark, um die Eingliederung mittelloser jüdischer Flüchtlinge zu unterstützen, sowie die Selbstverpflichtung der Bundesrepublik zur Rückerstattung von Vermögenswerten. Dieses Abkommen wurde vom Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) im Bundestag mit den Stimmen auch der SPD gegen Teile seiner Regierungskoalition durchgesetzt. 3 Milliarden waren für den Staat Israel bestimmt, 450 Millionen für die außerhalb Israels wohnenden vertriebenen Juden und 50 Millionen für jene, die keiner jüdischen Glaubensgemeinschaft mehr angehörten. Fast gleichzeitig liefen die Verhandlungen zum Londoner Schuldenabkommen. Die Ratifizierung beider Verträge war die politische Vorbedingung, um den Besatzungsstatus aufzuheben und die volle Souveränität der Bundesrepublik herbeizuführen. Die Vereinbarungen wurden in einem förmlichen Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staate Israel und zwei sogenannten Protokollen schriftlich festgehalten.  mehr lesen…

Ramat Gan in Israel

7. September 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer Lesedauer:  6 Minuten

Diamond Exchange Center from Azrieli Center © flickr.com - Ted Eytan/cc-by-sa-2.0

Diamond Exchange Center from Azrieli Center © flickr.com – Ted Eytan/cc-by-sa-2.0

Ramat Gan (“Gartenhöhe”) ist eine Stadt in der Nähe von Tel Aviv in Israel. Ramat Gan ist Teil der Metropolregion Gusch Dan im Bezirk Tel Aviv und hat 171.000 Einwohner. Das Harry Oppenheimer Diamond Museum zeigt die Geschichte der Diamantenverarbeitung in Israel.  mehr lesen…

Verkündigungsbasilika in Nazareth

3. September 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer Lesedauer:  9 Minuten

Catholic Mass in the Grotto of the Annunciation (lower church) © Berthold Werner

Catholic Mass in the Grotto of the Annunciation (lower church) © Berthold Werner

Die Verkündigungsbasilika ist ein katholisches Kirchengebäude in Nazareth. Die Basilika steht über jener Höhle der Stadt Nazareth, in der der römisch-katholischen Überlieferung zufolge der Erzengel Gabriel der Jungfrau Maria erschien (Verkündigung des Herrn). Die heutige Verkündigungsbasilika ist bereits das fünfte Gotteshaus über der Verkündigungsgrotte; sie wurde von dem italienischen Architekten Giovanni Muzio erbaut und am 23. März 1969 geweiht. Die dreischiffige Basilika ist 67,5 Meter lang und 35 Meter hoch; sie ist die größte Kirche im Nahen Osten und eine seiner größten heiligen Stätten. Über den Ruinen der früheren wurden zwei miteinander verbundene Kirchen aus Stein errichtet, die Ober- und die Unterkirche. Die Besonderheit des Gebäudes liegt in dem zentralen Kuppelbau, der die drei Ebenen des Gebäudes miteinander verbindet. In der Unterkirche befindet sich der Ort, den die Tradition als Ort der Verkündigung ansieht. Die Oberkirche enthält viele Mosaiken, Fresken und Skulpturen. Der Kuppelbau darüber ist schlicht ausgeführt.  mehr lesen…

Ben-Gurion-Haus in Tel Aviv

8. August 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Museen, Ausstellungen, Union für das Mittelmeer Lesedauer:  6 Minuten

© Gideon.shapira/cc-by-sa-3.0

© Gideon.shapira/cc-by-sa-3.0

Das Ben-Gurion-Haus in Tel Aviv ist das ehemalige Wohnhaus David Ben-Gurions, Israels erstem Ministerpräsidenten (1948–1954). Heute wird das Gebäude als Bildungs- und Forschungszentrum genutzt und beherbergt u.a. ein Museum sowie die umfangreiche Bibliothek Ben-Gurions. Das Ben-Gurion-Haus wurde 1930–1931 nach einem Entwurf des Architekten David Tuvia auf einem Grundstück des Jüdischen Nationalfonds gebaut und hatte – wie in Arbeitervierteln zu jener Zeit üblich – lediglich einen Raum. Im Jahr 1946 wurde das Haus erweitert und 1960 renoviert.  mehr lesen…

Hafen Haifa

15. Juli 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer Lesedauer:  11 Minuten

Port of Haifa © flickr.com - Morgan Davis/cc-by-2.0

Port of Haifa © flickr.com – Morgan Davis/cc-by-2.0

Der Hafen Haifa ist ein natürlicher Tiefwasserhafen in der israelischen Stadt Haifa, der ganzjährig von Passagier- und Frachtschiffen angefahren wird. Er ist der größte internationale Seehafen Israels vor den Häfen in Aschdod und Eilat und einer der Häfen mit dem höchsten Güterschlag im östlichen Mittelmeer. Der Hafen ist in unterschiedliche Nutzungsbereiche aufgeteilt. Neben einem militärischen Teil gibt es Terminals für verschiedene Ladungsarten sowie einen Passagierhafen. Betreiber des Hafens ist die staatliche Hafenbetreibergesellschaft Haifa Port. An den Hafen angegliedert sind mehrere produzierende Industrieunternehmen.  mehr lesen…

Tag der Nakba

15. Mai 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer Lesedauer:  13 Minuten

Al Nakba graffiti in Nazareth © PRA/cc-by-sa-4.0

Al Nakba graffiti in Nazareth © PRA/cc-by-sa-4.0

Als Nakba (deutsch: Katastrophe oder Unglück) wird im arabischen Sprachgebrauch die Flucht und Vertreibung von deutlich über 700.000 arabischen Palästinensern aus dem früheren britischen Mandatsgebiet Palästina bezeichnet. Sie vollzog sich zwischen dem UN-Teilungsplan für Palästina von 1947 und dem Waffenstillstand von 1949 nach dem Palästinakrieg, den sechs arabische Staaten gegen den am 14. Mai 1948 gegründeten Staat Israel führten. Im Geschichtsbild von Palästinensern und anderen Arabern wird die Nakba meist als von vornherein geplante ethnische Säuberung durch Israel beschrieben, im Geschichtsbild Israels meist auf eine freiwillige und auf arabische Aufrufe reagierende Flucht. 2004 hat der Präsident Palästinas Jassir Arafat den 15. Mai als den Nakba-Tag eingeführt, der in vielen Ländern begangen wird. In Palästina selbst kommt es zu häufig gewaltsamen Protesten.  mehr lesen…

Charles Bronfman Auditorium in Tel Aviv

21. März 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Opernhäuser, Theater, Bibliotheken, Union für das Mittelmeer Lesedauer:  4 Minuten

© Idan shilon/cc-by-sa-3.0

© Idan shilon/cc-by-sa-3.0

Das Charles Bronfman Auditorium oder der Heichal ha-Tarbut (Hejchal ha-Tarbūt, deutsch Kulturpalast; ehemals Fredric R. Mann Auditorium) ist mit 2.482 Sitzplätzen die größte Konzerthalle in Tel Aviv, Israel, und Hauptspielstätte des Israel Philharmonic Orchestra.  mehr lesen…

Sderot in Israel

9. März 2022 | Author/Destination: | Rubric: Allgemein, Union für das Mittelmeer Lesedauer:  9 Minuten

Yanchik Hill near Kibbutz Nir Am, view on Sderot and railway Beersheba-Sderot © Dr. Avishai Teicher/cc-by-2.5

Yanchik Hill near Kibbutz Nir Am, view on Sderot and railway Beersheba-Sderot © Dr. Avishai Teicher/cc-by-2.5

Sderot oder Sederot (auf Deutsch “Boulevard”) ist eine Stadt im südlichen Israel. Die Stadt liegt im Westteil der Negev-Wüste unweit des nördlichen Gazastreifens. 2018 hatte Sderot 26.455 Einwohner. Etwa vierzig Prozent davon sind Neueinwanderer, die erst nach 1990 aus der ehemaligen Sowjetunion zugezogen sind. Sderot wurde in den Jahren nach der israelischen Staatsgründung (1948) besiedelt und wie viele andere Entwicklungsstädte gezielt gefördert. Die Stadt konnte sich dennoch nicht zu einem regionalen Zentrum entwickeln.  mehr lesen…

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