Themenwoche Hamburg – St. Pauli, Reeperbahn, Landungsbrücken und Fischmarkt

Sonntag, 30. Januar 2011 - 16:02 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Architektur, Allgemein, Hamburg

St. Pauli Theater and police station Davidwache © Andreas Praefcke

St. Pauli Theater and police station Davidwache © Andreas Praefcke

St. Pauli
Obwohl St. Pauli ein bedeutendes Wohnquartier in Hamburg ist, kennt man den Stadtteil vor allem durch sein Vergnügungs- und Rotlichtviertel, dem Gebiet im Süden des Stadtteils das auch als der Kiez bezeichnet wird. Dieses umfasst jedoch nur ein behördlich festgelegtes Teilgebiet, in dem für die Gastronomie keine Sperrstunde gilt. Das betrifft die Reeperbahn, den Spielbudenplatz und weitere Parallel- und Seitenstraßen wie die Herbertstraße und die Große Freiheit. Tatsächlich gibt es auf St. Pauli größtenteils kleinbürgerliche Wohnstraßen oder Arbeitergegenden. Das Stadtviertel war auch bei Studenten und jungen Künstlern wegen der günstigen Wohnungsmieten, der zentralen Lage und des ausgesprochen vielfältigen und toleranten Milieus sehr beliebt. So gibt es auf St. Pauli noch einige fast parallel zueinander lebende soziale Schichten, die sich nur gelegentlich berühren.

Die Beatles-Story auf dem Kiez





Schmidt Theater © Pavel Krok

Schmidt Theater © Pavel Krok

Als Vergnügungsviertel beherbergt St. Pauli eine Vielzahl an Musik-Clubs, Kneipen und Diskotheken unterschiedlichster Stilrichtungen und Qualität, die jedes Wochenende Ziel von Hamburgern und Touristen sind. Laut der Wochenzeitung Die Zeit hat St. Pauli und die unmittelbare Umgebung rund um das Karoviertel die höchste Dichte an Plattenläden mit Vinyl-Schwerpunkt in Deutschland. Viele (Musik-)Trends kamen aus England und anderen Ländern über St. Pauli in die Bundesrepublik (Star-Club, Punk, The Beatles). Der Hafen diente auch als Tor und Umschlagplatz für neue Ideen und kulturelle Strömungen. In St. Pauli finden sich mehrere kleine Kunstgalerien, von denen einige von Künstlern selber geführt werden. Die Kneipe La Paloma am Hans-Albers-Platz wurde vom Maler Jörg Immendorff betrieben. Die Hans Albers darstellende Statue auf dem Platz wurde ebenfalls von Immendorff gestaltet. Weitere Informationen finden Sie hier: Wikipedia St. Pauli.



Reeperbahn © Kopa

Reeperbahn © Kopa

Reeperbahn
Die Reeperbahn ist die zentrale Straße im Hamburger Vergnügungs- und Rotlichtviertel St. Pauli. Sie ist etwa 930 Meter lang und verläuft vom Millerntor in Richtung Westen bis hin zum Nobistor (Hamburg-Altona), wo sie in die Königstraße übergeht. Sie gilt als “sündigste Meile der Welt”. Zu den Sehenswürdigkeiten an der Reeperbahn gehören die vielen Nachtclubs, Bars und Diskotheken. Dazu zählen das bekannte Café Keese, in dem auch der Quatsch Comedy Club zu Hause ist, und die unterschiedlichsten Lokalitäten, die sich in den Seitenstraßen, wie der vom Beatles-Platz (mit der nahegelegenen Beatlemania-Ausstellung) abzweigenden Großen Freiheit oder dem Hans-Albers-Platz, fortsetzen. Theater konzentrieren sich am parallel zur Reeperbahn verlaufende Spielbudenplatz mit der bekanntesten deutschen Polizeiwache, der Davidwache, dem Wachsfigurenkabinett Panoptikum, dem St.-Pauli-Theater, Schmidt Theater und Schmidts Tivoli sowie dem Operettenhaus. Parallel zur Reeperbahn verläuft etwas versteckt im Süden die bekannte Herbertstraße, eine für Frauen und Jugendliche gesperrte Bordellstraße, die nur zu Fuß und durch zwei Sichtblenden hindurch betreten werden kann. Weitere Informationen finden Sie hier: Hamburg.de und Wikipedia Reeperbahn.





Grosse Freiheit Rockclub © Elwedritsch Reeperbahn © Moros Landungsbrücken © Schizoschaf Zollboot Ericus © Wo st 01 Herbertstrasse © Elena Chochkova Hans-Albers-Statue © Alibi Hamburg Harbor Panorama © Matthias Prinke Grosse Freiheit © SkynetworX Fischauktionshalle © Fusslkopp Esso Tankstelle © GeorgHH Erotic Art Museum © Staro1 Star Club Gedenkstein © Elwedritsch Fischmarkt (Fish Market) © Wmeinhart Landungsbrücken © Staro1 Reeperbahn © Kopa Schmidt Theater © Pavel Krok St. Pauli Theater and police station Davidwache © Andreas Praefcke
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St. Pauli Theater and police station Davidwache © Andreas Praefcke
Landungsbrücken © Staro1

Landungsbrücken © Staro1

Landungsbrücken
Bei den Landungsbrücken handelt es sich um einen zentral gelegenen Verkehrsknotenpunkt von S-Bahn, U-Bahn und Schiffen und um eine Touristenattraktion am Hamburger Hafen. Direkt am westlichen Ende der Landungsbrücken gelegen, befindet sich der Eingang des alten Elbtunnels. Den östlichen Abschluss des Gebäudekomplexes bildet der Pegelturm. Auf halber Höhe des Turmes auf der Elbseite ist in der Mauer ein Wasserstandsanzeiger eingelassen, der über den aktuellen Stand der Gezeiten informiert. In seiner zweiten Funktion ist der Pegelturm auch Uhr- und Glockenturm. Das Zifferblatt ist weithin sichtbar. Die Glocke erklingt zu den vollen und halben Stunden. Wikipedia Landungsbrücken





Fischmarkt (Fish Market) © Wmeinhart

Fischmarkt (Fish Market) © Wmeinhart

Fischmarkt
Der Hamburger Fischmarkt lockt jeden Sonntag 70.000 Besucher an die Elbe. Egal ob Obstkorb, frischer Fisch oder Tropenblumen: Am Hafen wird jeder fündig – und in der Markthalle wird frühmorgens zu Live-Musik getanzt. Gerüchte besagen, die Marktschreier auf dem Fischmarkt, die ihre Produkte lauthals anpreisen, werden noch auf der unweit gelegenen Reeperbahn gehört. Unbestritten, auf dem Gebiet des Fischmarktes geht es jeden Sonntag in der Früh hoch her. Egal ob Fisch, Obst, Blumen, Klamotten oder Gockel: An den Ständen, aufgereiht auf einer Freifläche direkt am Hafenbecken der Elbe, kann alles gekauft werden. Oft gibt es zusätzlich einen Hering obendrauf – “komm her, zwei Lachs packe ich auch noch dazu”, schallt es dem Besucher entgegen.

Fischauktionshalle (Fish Auction Hall) © Fusslkopp

Fischauktionshalle (Fish Auction Hall) © Fusslkopp

1896 wurde die Fischauktionshalle in Altona eröffnet, die im Stil einer dreischiffigen Basilika erbaut war. Große Fischdampfer machten den Elbfischern Konkurrenz, ohne die Hilfe des Auktionators hätten die Großhändler zu niedrige Preise durchdrücken können. Bereits in den 1930er Jahren war auch die Auktionshalle technisch “überholt”, der Handel verlagerte sich weiter nach Westen, wo Kühlhallen und Fischfabriken gebaut wurden. Heute wird Fisch in virtuellen Auktionen versteigert, der sonntägliche Fischmarkt versorgt Einheimische mit Schnäppchen und Touristen mit Einkaufserlebnissen.

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Weitere Informationen finden Sie hier: Hamburg.de, Fischauktionshalle.com und Wikipedia Fischmarkt.



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