Santorin in der südlichen Ägäis

Montag, 19. Dezember 2011 - 14:29 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Fira © Hans Peter Schaefer - www.reserv-a-rt.de

Fira © Hans Peter Schaefer – www.reserv-a-rt.de

Santorin ist der Name eines kleinen Archipels im Süden der Kykladen sowie von dessen Hauptinsel, die im Griechischen zumeist Thira (“Die Wilde”) genannt wird. Santorin wird von etwa 13.000 Einwohnern bewohnt. Seit der Verwaltungsreform 2010 ist es unter dem Namen Thira gleichzeitig eine Gemeinde in der Region Südliche Ägäis.

Heute lebt die Insel nahezu ausschließlich vom Tourismus. Die Orte Perissa und Kamari im Südosten an der Außenseite der Insel setzen auf die flachen Strände und ziehen Badegäste an. Hier gibt es mittelgroße Hotelanlagen. In Fira, den benachbarten Orten Firostephani und Imerovigli, sowie Ia auf dem Kraterrand überwiegen kleine Hotels und Pensionen im höherpreisigen Segment. Beide Orte haben im Sommerhalbjahr umfangreiche Einkaufsmöglichkeiten, die sich an Touristen richten, darunter Filialen internationaler Mode-, Uhren- und Schmuckanbieter.

Santorini Beach © Galloramenu Goulas Castle in Emporeio Village © Klearchos Kapoutsis Fira and old harbour panorama © Henryhartley Church of St Athena in Akrotiri © flickr.com - Klearchos Kapoutsis Red Beach © Hartmut Inerle Santorini Landsat © NASA Oia Panorma © Saibo Santorini © Joe MiGo Fira © Hans Peter Schaefer - www.reserv-a-rt.de
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Church of St Athena in Akrotiri © flickr.com - Klearchos Kapoutsis
In der Landwirtschaft spielt heute nur noch der Weinbau im Anbaugebiet Santorin eine nennenswerte Rolle. Weiß- und Süßweine werden in der höchsten griechischen Qualitätsstufe OPAP (Onomasia proelefseos anoteras piotitos) produziert. Bis in die 1980er Jahre war der gewerbliche Anbau von Tomaten verbreitet, die als Ketchup oder Konserven vermarktet wurden. Heute gibt es nur noch einen kleinen Betrieb. Eine stillgelegte Konservenfabrik bei Vlichada beherbergt das Kraftwerk des staatlichen Energieversorgers ΔΕΗ. Der Fischfang dient im Wesentlichen den Restaurants der Insel. Fischerboote liegen vorwiegend in den kleinen Häfen bei Monolithos und Ammoudi bei Ia. Pistazien und Feigen werden in kleinem Rahmen angebaut. Die traditionsreiche Favabohne wird kaum mehr angebaut. Weitere Landwirtschaft dient nur noch dem Eigenbedarf. An mehreren Ortschaften gibt es noch öffentliche Dreschplätze.

Der Abbau von Santorinerde und anderen Formen des Bimssteins war seit dem 19. Jahrhundert das wichtigste Gewerbe der Insel. Der letzte Steinbruch schloss 1990, Reste der Rutschen und Verladekräne sind südlich von Fira noch zu sehen.

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