Sansibar im Indischen Ozean

Samstag, 1. August 2015 - 02:20 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, UNESCO-Welterbe

Zanzibar Beach © Rcastino

Zanzibar Beach © Rcastino

Sansibar ist ein halbautonomer Teilstaat des Unionsstaates Tansania in Ostafrika. Das Gebiet besteht aus den beiden Nachbarinseln Unguja (früher ebenfalls Sansibar genannt) und Pemba, jeweils mit Nebeninseln, sowie der abgelegenen kleinen Latham-Insel, alle im Sansibar-Archipel im Indischen Ozean. Die in geographischer Hinsicht ebenfalls zum Sansibar-Archipel gerechnete Insel Mafia ganz im Süden ist nicht Teil des Gebietes, gehörte aber bis 1885 zum Sultanat Sansibar. Zu den wichtigten Produkten Sansibars gehören Gewürze (Nelken, Muskatnuss, Zimt und schwarzem Pfeffer). Deshalb werden das Archipel zusammen mit der tansanischen Insel Mafia als Gewürzinseln bezeichnet. Die Molukken in Indonesien tragen die gleiche Bezeichnung.

Auf der gesamten Insel Sansibar hat sich durch großzügige Investitionen ein Netz von Hotelanlagen und Reiseunterkünften entwickelt. Deren Preise und Niveau verzeichnen an der Ostküste höhere Werte als an der West- und Südküste. Sansibars Straßennetz hat eine Gesamtlänge von 1.600 Kilometer, von denen die wichtigsten Verbindungen asphaltiert oder teilasphaltiert ist. Die restlichen Straßen sind Schotterstraßen oder unbefestigt und werden unregelmäßig instandgesetzt. Es existieren keine öffentlichen Nahverkehrsmittel in Sansibar; es verkehren jedoch private Sammeltaxen, die als Daladala bezeichnet werden. Holzschiffe nach alter arabischer Bauart, Daus genannt, verkehren auch heute noch auf den alten Handelsrouten. Sie haben weder Motor noch andere Metallteile und können ohne moderne Werkzeuge gebaut werden. Sie halten etwa 10 bis 20 Jahre, bis sie zerfallen.

Stone Town © Fanny Schertzer/cc-by-2.5 East Coast - Pristine Beach © Bakersville/cc-by-sa-3.0 Zanzibar City - Stone Town - House of Wonders, now hosting a museum on Swahili culture © Steve Bennett/cc-by-sa-3.0 Sultan's Palace © Vitopuntocom Jambiani - Aquacultures of red algae © Leyo/cc-by-sa-2.5-ch Zanzibar Beach © Rcastino
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Zanzibar City - Stone Town - House of Wonders, now hosting a museum on Swahili culture © Steve Bennett/cc-by-sa-3.0
In Sansibar haben sich seit dem Ende der 1980er Jahre recht gute Verkehrsverbindungen überwiegend privater Betreiber auf dem Wasserweg zwischen den beiden Hauptinseln und nach Daressalam entwickelt, über den über 90 % des Handels abgewickelt wird. Es gibt auf Unguja und Pemba fünf Häfen, an denen sowohl Frachtschiffe als auch Privatboote anlegen können. Die Zanzibar-Port Corporation (ZPC) ist eine öffentliche Einrichtung, die die Häfen autonom betreibt und entwickelt. Die Kaimauern der wichtigsten Seehäfen Sansibars wurden 1989–1991 mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union errichtet.

Sansibars Hauptflughafen, Abeid Amani Karume International Airport, liegt in der Nähe von Sansibar-Stadt. Von dort gibt es regelmäßige Verbindungen zum Festland, nach Pemba sowie nach Europa und Asien, was zu einem Anstieg des Tourismus auf den Inseln führte. Die Altstadt von Sansibar-Stadt, Stone Town, gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

Lesen Sie mehr auf Sansibar Tourismus, LonelyPlanet.com – Zanzibar, Wikitravel Sansibar und Wikipedia Sansibar. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.




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