Saintes-Maries-de-la-Mer, die Hauptstadt der Camargue

Samstag, 28. Juli 2012 - 13:22 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Côte d’Azur, Allgemein

Aerial view © flickr.com - Jean-Louis Vandevivère

Aerial view © flickr.com – Jean-Louis Vandevivère

Saintes-Maries-de-la-Mer ist eine Kleinstadt mit 2.500 Einwohnern im Département Bouches-du-Rhône, einem Teil der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur; Sitz der zuständigen Unterpräfektur des Arrondissements ist Arles. Da zu der Gemeinde weitläufige Naturschutzgebiete an der Rhônemündung gehören, hat sie bei einer Fläche von 374,6 km² eine selbst für französische Verhältnisse außerordentlich geringe Bevölkerungsdichte (6,6 Ew./km²). Sie liegt im Regionalen Naturpark Camargue. Saintes-Maries-de-la-Mer ist ein alter Wallfahrtsort, der heute stark durch den Tourismus geprägt wird.

In den 1950er/1960er Jahren wurde Les Saintes-Maries-de-la-Mer zu einem Geheimtipp der französischen neuen “Bohème”, bald auch der europäischen Beatniks, blieb zudem ein religiös bedeutender Ort für die Gitanes; in mancher Sommernacht entwickelte sich auf den Straßen und am Mittelmeerstrand ein spontanes Flamenco-Festival.

Palais des Congrès © Véronique PAGNIER © Frank roelands Town hall © Véronique PAGNIER Port of Saintes-Marie-de-la-Mer © Véronique PAGNIER Aerial view © flickr.com - Jean-Louis Vandevivère
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Port of Saintes-Marie-de-la-Mer © Véronique PAGNIER
Wie es Geheimtipps oft ergeht, wuchs die Stadt zwischen 1960 und 1999 von 680 auf ca. 2.500 Einwohner an, und während der Sommermonate beherbergt sie ein Vielfaches davon. Inzwischen arbeitet dort praktisch niemand mehr als Fischer oder Bauer, die Einwohner leben vom Tourismus. So erlebt Saintes-Maries-de-la-Mer gegenwärtig einen weiteren Ausbau der entsprechenden Infrastruktur, der das ursprüngliche Gesicht der Stadt nachhaltig verändert (Bau von Appartementanlagen, eines Sportboothafens, Planung eines Hochgeschwindigkeitskurses für Windsurfer u.ä.). Durch das östlich des Ortes gelegene Naturschutzgebiet führt ein etwa 25 km langer Fußweg ins benachbarte Salin-de-Giraud.

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