Saint-Omer in der Region Nord-Pas-de-Calais

Dienstag, 30. September 2014 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination: | Category/Kategorie: Allgemein

© Angel Aroca Escámez/cc-by-sa-3.0

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Saint-Omer ist eine Gemeinde mit 14.000 Einwohnern im Département Pas-de-Calais und der Region Nord-Pas-de-Calais. Seine Einwohner werden Audomarois genannt. Die Stadt gehört zu drei Kantonen, sie ist Hauptort der Kantone Saint-Omer-Nord und Saint-Omer-Sud, und gehört außerdem teilweise zum Kanton Arques.

Die Stadt liegt auf der Strecke von Lille nach Boulogne-sur-Mer, südlich von Dünkirchen und südöstlich von Calais. Sie wird vom Fluss Aa durchquert, der unterhalb von Saint-Omer Richtung Nordsee für die Schifffahrt kanalisiert wurde. Die Fortsetzung dieses Wasserweges nach Südosten bildet der Canal de Neuffossé. Beide sind Teil des Großschifffahrtsweges Dünkirchen-Schelde.

Rue des Epées © Reprocessed/cc-by-sa-3.0 © Paul Hermans/cc-by-sa-3.0 Main square and town hall © Manchot sanguinaire/cc-by-sa-3.0 Saint-Omer Cathedral © Phl59/cc-by-sa-2.0 Rue Saint Bertin © Romainberth/cc-by-sa-3.0 © Angel Aroca Escámez/cc-by-sa-3.0
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Main square and town hall © Manchot sanguinaire/cc-by-sa-3.0
Das Wirtschaftsleben von Saint-Omer und seiner Umgebung ist landwirtschaftlich geprägt. Die Urbarmachung des marais audomarois erlaubte die Viehzucht und den Gemüseanbau, darüber hinaus ist der Landstrich zu einer touristischen Attraktion geworden. Schließlich ist Saint Omer ein wichtiger Sitz von Verwaltungen und Jurisdiktion. Saint-Omer ist – vom Krieg weitgehend verschont geblieben – die am besten erhaltene Stadt der Region. Zu den zahlreichen sehenswerten Bauwerken gehören:

  • Die Kathedrale Notre-Dame de Saint-Omer, ursprünglich eine kleinere Kapelle aus dem 7. Jahrhundert, erhielt durch einen Erweiterungsbau aus dem 13. bis 16. Jahrhundert ihre heutige Größe
  • Die Abtei Saint-Bertin wurde errichtet zwischen 1250 und 1520 und durch die Gemeinde 1830 abgerissen, so dass heute nur noch Ruinen zu sehen sind.
  • Die Kapelle des ehemaligen Jesuitenkollegs im Stil der italienischen Renaissance wurde errichtet zwischen 1615 und 1640.
  • Das ehemalige bischöfliche Seminar im flämischen Stil wurde erbaut zwischen 1605 und 1625.
  • Der heutige Justiz- und frühere Bischofspalast, erbaut zwischen 1680 und 1684, erhielt 1795 während der Französischen Revolution seine neue Bestimmung.
  • Das ehemalige Hospital, 1702 wurde im Auftrag von Louis-Alphonse de Valbelle, einem von Ludwig XIV. ernannten Bischof von Saint-Omer, nach Plänen von Bernard Joseph de Neufville errichtet.
  • Das Museum Hôtel Sandelin ist untergebracht in einem der ortstypischen eleganten Bürgerhäuser des 17./18. Jahrhunderts.
  • Die Bibliothèque Municipale enthält seltene Handschriften aus der ehemaligen Abtei St-Bertin.
  • Der Jardin public des Architekten Guinoiseau (20. Jahrhundert) wurde in den Gräben der von Vauban errichteten Festung angelegt.
  • Das Quartier du Haut-pont ist ein altes bäuerliches, von der kanalisierten Aa durchflossenes Viertel mit zeittypischen Fassaden.

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