Themenwoche Niederlande – Rotterdam, Manhattan an der Maas

Sonntag, 16. Januar 2011 - 16:31 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Architektur, Europäische Union, Allgemein, Kulturhauptstadt Europas

Museumschip Zr Ms Buffel © Quistnix

Museumschip Zr Ms Buffel © Quistnix

Rotterdam ist nach Amsterdam die zweitgrößte Stadt in den Niederlanden und besitzt verkehrstechnisch große Bedeutung durch den größten Seehafen Europas (drittgrößter der Welt). Rotterdam hat 600.000 Einwohner, als Agglomeration Stadsregio Rotterdam ca. 1,2 Millionen. Neben Amsterdam und Den Haag ist Rotterdam eines der kulturellen Zentren der Niederlande. Rotterdam verfügt über eine Universität, mehrere Fachhochschulen, eine Musikhochschule und eine Kunstakademie. Sie ist die führende Industrie- und Handelsstadt der Niederlande. Besonders auffällig ist die Rotterdamer Wolkenkratzer-Silhouette, die sich in den letzten 20 Jahren entwickelt hat. Rotterdam liegt im Westen der Niederlande in der Provinz Südholland an der Mündung des Rheins in die Nordsee (Rhein-Maas-Delta) und gehört zum Ballungsraum Randstad. Zur engeren Stadtregion Rotterdams zählen große Nachbarstädte wie Schiedam, Vlaardingen und Dordrecht.

Maas © Massimo Catarinella

Maas © Massimo Catarinella

Rotterdam liegt größtenteils unter dem Meeresspiegel und ist durch Deiche geschützt. Der Prins Alexander Polder liegt etwa 6 Meter unter dem Amsterdamer Pegel. Der tiefste bewohnte Punkt der Niederlande mit -6 m liegt im Rotterdamer Stadtgebiet, der tiefste Punkt der Niederlande (einschließlich der unbewohnten Flächen) mit -6,76 m liegt knapp östlich der Stadtgrenze in der Gemeinde Nieuwerkerk aan den IJssel. Der höchste Punkt der Stadt liegt etwa sechs Meter über den angrenzenden Poldern, aber auch nur zwei Meter über dem Meeresspiegel. Rotterdam muss beständig durch Pumpen entwässert werden, da der natürliche Grundwasserspiegel sonst oberhalb der Straßen Rotterdams liegen würde. Bestimmender Wirtschaftsfaktor Rotterdams ist der Hafen, als dessen Hinterland nicht nur die Niederlande gelten, sondern auch noch große Teile Deutschlands und Teile Westeuropas. Dabei machen Großunternehmen einen Großteil der Wirtschaftskraft außerhalb des direkten Hafens aus. Allein 2% der Unternehmen beschäftigen über 50% der Arbeitnehmer in der Stadt.

Historical Museum © Andre Engels

Historical Museum © Andre Engels

Nachdem die deutsche Luftwaffe am 14. Mai 1940 im Zuge des Überfalls auf die Niederlande das gesamte Stadtzentrum, den alten Hafen und West-Kralingen durch Bombardierungen und durch sie erzeugte Großbrände zerstört hatte und ein amerikanischer Bombenangriff am 31. März 1943 weitere schwere Schäden verursacht hatte, beschloss die Stadt nach 1945 einen grundlegenden städtebaulichen Neubeginn für das alte Zentrum. Die Grundstücksbesitzer in der Stadtmitte wurden gegen Entschädigung enteignet, der Boden aufgegraben und sämtliche Leitungen, Abwasserkanäle etc. entfernt, um wirklich einen kompletten Neubeginn in der Stadt zu ermöglichen.

Witte Huis © Quistnix Delftse Poort © Quistnix Montevideo 2010 © Rottermaas Kop van Zuid © Torero Herdenking Vuurgrens © Arad ECT waalhaven © Quistnix De Brug © Emvee Kubushaeuser © Gerd A T Müller Rotterdam Harbour © Debot Historical Museum © Andre Engels Maas © Massimo Catarinella Museumschip Zr Ms Buffel © Quistnix
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Museumschip Zr Ms Buffel © Quistnix
Rotterdam Harbour © Debot

Rotterdam Harbour © Debot

Im Stadtzentrum selbst stehen von den Gebäuden, die vor dem 20. Jahrhundert errichtet wurden, nur noch die Laurenskerk (Laurentiuskirche) und Het Schielandshuis (heute ein Museum; hier ist auch die Sammlung Atlas Van Stolk zur Geschichte der Niederlande zu sehen). Seit 1980 schließlich begann die Stadt die ehemaligen Hafengebiete in Innenstadtnähe in aufwendigen Stadterneuerungsprogrammen aufzuwerten. Begonnen mit dem Leuvehaven und dem Wijnhaven, die in das Tourismusgebiet Waterstad umgewandelt wurden, ist das aktuelle Prestigeprojekt das Kop van Zuid südlich der Nieuwe Maas. Durch die Erasmusbrug, dem 1996 fertig gestellten neuen Wahrzeichen der Stadt, mit der eigentlichen Innenstadt verbunden, entstanden in dem ehemaligen verfallenen Hafengebiet Museen, öffentliche Bauten, Wohnhochhäuser wie der Montevideo Tower, Bürohochhäuser und Hotels.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

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