Roskilde, Wikinger und Festivals

Montag, 15. Juni 2015 - 14:44 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Architektur, Allgemein, UNESCO-Welterbe
Lesedauer:  4 Minuten

Roskilde Monastery © Mogens Engelund / www.engelund.dk

Roskilde Monastery © Mogens Engelund / www.engelund.dk

Die dänische Stadt Roskilde liegt auf der dänischen Ostseeinsel Sjælland (Seeland) etwa 30 km von Kopenhagen entfernt und ist seit der Verwaltungsreform von 2007 eine Stadt in der Region Sjælland (Region Seeland). Der Name soll sich von “Roars Kilde” = “Roars Quelle” herleiten. König Roar ist eine Sagengestalt. Roskilde war einst die Königsstadt und spielte in der Geschichte Dänemarks eine wichtige Rolle. International bekannt ist die Stadt vor allem durch das jährlich stattfindende Roskilde-Musikfestival.

Roskilde wurde im Jahr 998 wahrscheinlich als Nachfolger des nahe gelegenen Gammel-Lejre gegründet. Bis zur dänischen Reformation 1536 war die Stadt Sitz der Bischöfe von Seeland und bis 1443 auch Hauptstadt Dänemarks. 1658 wurde hier der Frieden von Roskilde vereinbart. 1972 wurde Roskilde Universitätsstadt.

Viking Ship Museum © Antony Train Station © Steffen MokoschMokosch Navigable reconstruction of an original Viking ship © Christian Bickel Roskilde Museum © Mogens Engelund - engelund.dk Former City Hall © SVTCobra Downtown © Mariusz Paździora Downtown © Mariusz Paździora Roskilde Festival 2007, the wettest ever © Stig Nygaard Roskilde Cathedral © Nils Jepsen Roskilde Cathedral © Admean Orange Stage 2007 © Pardy Roskilde Monastery © Mogens Engelund / www.engelund.dk
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Navigable reconstruction of an original Viking ship © Christian Bickel
Der Dom zu Roskilde wurde 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 1170 im romanischen Stil begonnen und seit 1200 im gotischen Stil umgebaut, ist er der letzte Ruheort von 20 dänischen Königen und 17 Königinnen. Aus diesem Grund wurden dem Gebäude auch mehrere königliche Mausoleen zugefügt, die im Laufe der Zeit die Gestalt des Gebäudes veränderten. Die beiden Westtürme stammen aus dem 14. Jahrhundert. Zu den kostbarsten Stücken der reichhaltigen Innenausstattung gehören das vergoldete Antwerpener Retabel (um 1550–1560) und das kunstvoll geschnitzte Chorgestühl (1420). Das Palais neben der Kathedrale ist seit 1923 wieder Bischofssitz. Der 1847 gebaute Bahnhof hat Anklänge an die Galleria Borghese in Rom.

Im Schlick des teilweise nur einen Meter tiefen Fjords von Roskilde befindet sich einer der bedeutendsten Fundorte für Schiffswracks. Insbesondere die Überreste zahlreicher Drachenboote (Langschiffe) aus der Wikingerzeit kamen hier zu Tage. 1962 fand man 5 Wikingerschiffe, 1996 als es längst ein Museum für die Schiffsfunde gab und dieses ausgebaut wurde, wurden neun weitere Schiffe entdeckt, eines davon ist 36 m lang und damit der längste Drachenbootfund überhaupt. In den Wikingerschiffshallen von Roskilde (Museum) werden die Funde konserviert und teilweise ausgestellt. Mit Hilfe des Computers werden dann 3D-Modelle angefertigt. Wissenschaftler und Handwerker erforschen und erproben die alten Herstellungstechniken und fertigen danach seetüchtige Rekonstruktionen der Schiffe an; z. B. der Nachbau der Skuldelev 2, dem 1962 gefundenen 28 m messenden Langschiff. Er wurde 2004 vollendet und stach als Seehengst von Glendalough in See.

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