Rockefeller Center in Midtown Manhattan

Freitag, 2. Juni 2017 - 11:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Architektur, Allgemein, New York City

Rockefeller Center's Landmark plaque © Sam Weber/cc-by-2.5

Rockefeller Center’s Landmark plaque © Sam Weber/cc-by-2.5

Das Rockefeller Center ist ein zentral gelegener Gebäudekomplex im Stadtteil Manhattan in New York City. Er besteht aus insgesamt 20 Bauten, darunter 19 Hochhäusern und erstreckt sich über drei Straßenblocks im Karree zwischen Fifth Avenue und Avenue of the Americas (Sixth Avenue), West 47th Street und West 52nd Street. Mit einer Höhe von 259 Metern und insgesamt 70 Stockwerken ist das Comcast Building (ehemals GE Building und RCA Building) das höchste Gebäude des Rockefeller Centers, gehört zu den höchsten New Yorks und zu den bedeutendsten Touristenattraktionen in New York City. Das ehrgeizige Projekt begann 1926 mit dem Wunsch, der städtischen Oper, der Metropolitan Opera, ein neues Haus zu errichten. Das Konzept einer einheitlichen Bebauung mit einem Platz in der Mitte geht auf den Entwurf des Architekten der Oper, Benjamin Wistar Morris, zurück. John D. Rockefeller II. war von dieser Idee so überzeugt, dass er schließlich eine führende Rolle bei der Durchführung des Projekts übernahm. Nach dem Börsenkrach 1929 stieg die Oper aus dem Projekt aus. Sie errichtete ihr neues Haus 40 Jahre später westlich des Central Park im Lincoln Center. Rockefeller hingegen sah sich nun mehreren teuren Einzelgrundstücken gegenübergestellt. Der Charakter des Projekts änderte sich jetzt drastisch und wurde strikt kommerziell – und es war auch ein Erfolg, ganz im Gegensatz zum Empire State Building (wo viele Büros lange leer standen). 1929 unterzeichnete Rockefeller mit dem Eigentümer der Grundstücke – der Columbia University – einen Mietvertrag für 24 Jahre.

Der Bau der Gebäude im Art-déco-Stil begann 1931. Es entstand ein einmaliges Ensemble verschiedener, aber stilistisch einheitlicher und aufeinander bezogener Gebäude, die alle gleich ausgerichtet sind. Geplant wurden diese Bauwerke von einer Architektengruppe, an deren Spitze Raymond Hood stand. Für die künstlerische Gestaltung der Gebäude und Anlagen waren unter anderem der mexikanische Maler Diego Rivera und die amerikanischen Bildhauer Lee Lawrie und Paul Manship verantwortlich. Das Comcast Building wurde 1933 als RCA Victor Building gebaut und 1988 in GE Bulding umbenannt, zwei Jahre nachdem General Electric RCA übernommen hatte. Seit 2015 trägt es den heutigen Namen. Später, in den 1960er und 1970er Jahren, wurden vier Gebäude im Internationalen Stil an der den älteren Teilen des Komplexes gegenüberliegenden Straßenseite an der Avenue of the Americas erbaut. Sie zählen heute auch zum Rockefeller Center. 1985 wurde dem Comcast Building der Status als National Historic Landmark verliehen. Der gesamte Rockefeller-Center-Komplex wurde 1989 durch Mitsubishi Estate gekauft. Zehn Jahre später kaufte Tishman Speyer Properties die ursprünglichen Art-déco-Gebäude von Mitsubishi. Am 1. November 2005 wurde nach fast 20 Jahren die Aussichtsplattform im 70. Stockwerk des damaligen General Electric Building unter dem Namen Top of the Rock wiedereröffnet. Sie wurde ursprünglich 1933 eröffnet, damals wie das Deck eines Luxusdampfers gestaltet, und 1986 wieder geschlossen, nachdem die Rainbow Room Bar im 65. Stock expandiert hatte. Die beiden Kunstwerke “Joie”, ein 10 Meter hoher Kronleuchter im Foyer, und “Radiance”, eine umlaufende Kristallwand mit insgesamt 160 m² Fläche auf der 67. Etage, stammen von dem deutschen Künstler und Designer Michael Hammers.

Rockefeller Center's Landmark plaque © Sam Weber/cc-by-2.5 © Balou46/cc-by-sa-4.0 Christmas tree and The Rink © flickr.com - Gabriel Rodríguez/cc-by-sa-2.0 Comcast Building © David Shankbone/cc-by-2.5 Radio City Music Hall © UpstateNYer/cc-by-sa-3.0 Rooftop Gardens © David Shankbone/cc-by-2.5 Upper West Side and Central Park from Rockefeller Center Observatory © Nmattson10
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Upper West Side and Central Park from Rockefeller Center Observatory © Nmattson10
Das Rockefeller Center war ein völlig neuer Schritt in der Geschichte moderner urbaner Architektur. Hier hat ein reicher Geschäftsmann ein komplexes städtebauliches Konzept realisiert. Neu war, dass nicht nur ein Wolkenkratzer errichtet wurde, sondern eine Gebäudegruppe als architektonische Einheit im Zentrum einer Metropole. Zwischen 1930 und 1939 entstanden 15 Hochhäuser im Stil des Art Deco, von denen eines 1954 abgerissen wurde, so dass noch 14 derhalten sind. ab 1947 wurden fünf weitere Bauten hinzugefügt. Dazu kommt noch das älteste der Gebäude im Rockefeller Center, die Radio City Music Hall. Sie war schon seit Ende der 1920er Jahre in Bau, als die Entscheidung für das Rockefeller Center fiel und wurde 1932 fertiggestellt. Die hohen Gebäude des Rockefeller Center sind nicht quadratisch gestaltet, sondern rechteckig wie Scheiben in die Länge gezogen, um das Sonnenlicht maximal auszunutzen und möglichst vielen Zimmern möglichst lange Sonneneinstrahlung zu gewähren. Kein Punkt im Inneren durfte mehr als neun Meter von einem Fenster entfernt sein. Die Verkleidung des gesamten Rockefeller Center besteht aus weißem Kalkstein, der aus einem Steinbruch in Indiana stammt. Er enthält zahlreiche Fossilien von Tieren, die vor 300 Millionen Jahren das Meer bevölkerten.

Bekannt ist unter anderem die Prometheus-Statue im Vordergrund des Gebäudes. Diese steht an der Lower Plaza, die ursprünglich die Eingangspassage zu den Geschäften im Untergeschoss werden sollte, aber während der Wirtschaftskrise ging es den Luxusboutiquen schlecht. 1936 verfiel man daher auf eine neue Werbestrategie, nämlich die Plaza je nach Jahreszeit umzufunktionieren und sie – und das war die kühnste Idee dabei – im Winter in eine Eislaufbahn zu verwandeln. Diese Maßnahme wurde überaus erfolgreich und verwandelte diesen Platz mitten im Rockefeller Center in eine soziale Begegnungsstätte zwischen Arm und Reich. Im Sommer wird das Gelände als Konzertplatz im Herzen New Yorks genutzt. Zur Weihnachtszeit ist die Lower Plaza für den riesigen Weihnachtsbaum bekannt; die norwegische Fichte ist mit üblicherweise 23–27 m Höhe und mindestens 10 m Breite der größte der USA. An der Spitze befindet sich ein fast 3 m großer und mit 25.000 Kristallen besetzter Stern von Swarovski. Die etwa 30.000 Lichter des Baumes werden jedes Jahr vom amtierenden New Yorker Bürgermeister entzündet (Tree Lighting Ceremony). Des Weiteren sollte auf dem Gelände des Rockefeller Centers jede Nation ein eigenes Gebäude bekommen. So gibt es ein Maison Francaise, das British Empire Building, einen Palazzo d’Italia und das International Building North (ursprünglich Deutsches Haus, angesichts der politischen Entwicklungen in Nazi-Deutschland dann aber in International Building umbenannt). Alle Gebäude des Komplexes sind durch unterirdische Ladenstraßen miteinander verbunden, in denen sich außer Geschäften auch Cafés und Restaurants befinden. Dort befinden sich auch die Schächte der New Yorker U-Bahn. Das Fundament des Komplexes ist bis zu 26 Meter tief gebaut. Das Rockefeller Center erhielt 1969 als erstes Gebäude den Twenty-five Year Award des American Institute of Architects verliehen, der mit einem Abstand von 25 Jahren zur Fertigstellung die beispielhafte Erfüllung der Nutzerbedürfnisse und die Kreativität des Architekten auszeichnet.

Lesen Sie mehr auf LovingNewYork.de – Rockefeller Center, Rockefeller Center, The Rink at the Rockefeller Center und Wikipedia Rockefeller Center (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Fotos von Wikimedia Commons. Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.




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