Recife, das Venedig von Brasilien

Montag, 02. September 2013 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
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Recife and its bridges © flickr.com - Américo Nunes/cc-by-2.0

Recife and its bridges © flickr.com – Américo Nunes/cc-by-2.0

Recife ist die Hauptstadt des Bundesstaates Pernambuco, im Nordosten Brasiliens. Sie ist eine Hafenstadt am Atlantischen Ozean und hat 1.600.000 Einwohner. Die Gegend von Recife wurde 1537 von den Portugiesen besiedelt. Zwischen 1630 und 1654 befand sich hier der Hauptstützpunkt und das Handelszentrum der Niederländer, die versuchten, den Portugiesen die Herrschaft über Brasilien streitig zu machen, und die im Nordosten die Kolonie Niederländisch-Brasilien errichteten. Der Generalgouverneur Moritz von Nassau galt als der eigentliche Stadtgründer. Der Name der Stadt bedeutet „Riff“: Parallel zur Atlantikküste ziehen sich Muschelbänke und Korallenriffe hin. Sie bremsen die Wellen ab und bilden ein natürliches Becken, das wegen des ruhigen Wassers zum Schwimmen geeignet ist.

Recife liegt am Fluss Capibaribe, der hier nach rund 240 Kilometern in den Atlantik mündet. Weitere Flüsse und ein Kanal prägen das Stadtbild. Das historische Zentrum befindet sich auf zwei Inseln, die nur wenige Meter vom Festland entfernt sind. Die Bezeichnung “Venedig des Südens” kann nachvollzogen werden, ist aber übertrieben.

In der Nähe von Recife liegt Olinda, eine der ältesten Kolonial-Städte Brasiliens mit barocker Architektur. Olinda wurde 1982 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Südlich der Stadt liegt ein Industriegebiet mit Brauereien, Verpackung, Autoelektrik, Süßwaren und Textilien. Außerdem gibt es den “Digitalen Hafen” mit IT-Betrieben, darunter Weltkonzerne wie Sun, IBM und Microsoft.

Central Point © www.copa2014.gov.br/cc-by-3.0 Government Palace © flickr.com - Raul/cc-by-2.0 Boa Viagem Beach © flickr.com - Raul DS/cc-by-2.0 Aerial view © flickr.com - gjofili/cc-by-2.0 Visconde de Jequitinhonha Avenue © www.copa2014.gov.br/cc-by-3.0 Recife and its bridges © flickr.com - Américo Nunes/cc-by-2.0
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Visconde de Jequitinhonha Avenue © www.copa2014.gov.br/cc-by-3.0
Auf der Insel Ilha Joana Bezerra liegen die Altstadtviertel Santo Antônio und São José. Dort befinden sich der Palácio das Princesas, das klassizistische Teatro Santa Isabel, die 1697 erbaute Igreja da Ordem Terceira de São Francisco und das wichtigste sakrale Bauwerk, die kleine “Goldene Kapelle” (capela dourada).

Auf dem Festland befindet sich das Museu do Homem do Nordeste, von dem Soziologen und Anthropologen Gilberto Freyre gegründet, das die Kolonialgeschichte und Kultur des Nordostens dokumentiert: Sklaverei, Zuckerherstellung, Handarbeit, Folklore, Bekleidung, Musik. Das Museu do Estado de Pernambuco enthält Kunstgegenstände und Möbel aus der Kolonial- und Kaiserzeit Brasiliens.

Der letzte erhaltene Ankermast für Luftschiffe von Zeppelin befindet sich im Stadtteil Jiquiá in der Nähe der Metrô-Station Mangueira. Er wurde ab 1930 für den transatlantischen Verkehr genutzt. In den letzten Jahren wurde er mehrfach restauriert und soll in ein Landschaftsprojekt der Stadtverwaltung von Recife eingebunden werden.

Der größte Strand der Stadt, Praia da Boa Viagem mit seinen Restaurants ist das Tourismuszentrum Recifes.

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