Themenwoche Potsdam – Studio Babelsberg, Schlösser und Parks

Samstag, 23. April 2011 - 13:16 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Architektur, Allgemein, Nachhaltigkeit, Paläste, Schlösser, Villen, Parks, Themenwochen, UNESCO-Welterbe

Berlin Observatory in Potsdam now hosts Potsdam Institute for Climate Impact Research © H. Raab

Berlin Observatory in Potsdam now hosts Potsdam Institute for Climate Impact Research © H. Raab

Potsdam ist die Hauptstadt und einwohnerreichste Stadt des Landes Brandenburg. Sie grenzt im Nordosten unmittelbar an die deutsche Hauptstadt Berlin und gehört zur europäischen Metropolregion Berlin/Brandenburg. Potsdam ist vor allem bekannt für sein historisches Vermächtnis als ehemalige Residenzstadt Preußens mit den zahlreichen und einzigartigen Schloss- und Parkanlagen. Die Kulturlandschaften wurden 1990 von der UNESCO als größtes Ensemble der deutschen Welterbestätten in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen. Potsdam entwickelte sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Wissenschaftszentrum. Heute sind drei öffentliche Hochschulen und mehr als 30 Forschungsinstitute in der Stadt ansässig. Rund 15 Prozent der Einwohner sind Studenten. Das traditionsreiche ehemalige UFA-Filmstudio Babelsberg ist eines der führenden Zentren der Film- und Fernsehproduktion in Europa. Es verfügt über große Kapazitäten an moderner Ausstattung und entwickelt sich zunehmend als Produktionsstätte für internationale Filmprojekte. Das 1911 gegründete Filmstudio Babelsberg in Babelsberg ist das älteste Großfilmstudio der Welt und gleichzeitig das flächenmäßig größte Filmstudio in Deutschland. Es ist vor allem bekannt für seine legendären Filme der Anfangszeit wie Metropolis und Der Blaue Engel. Auf dem Gelände befindet sich ebenfalls der Filmpark Babelsberg, ein Themenpark mit Stuntshows und Kulissen aus den Filmen.

Die Wirtschaft der Stadt Potsdam konnte sich seit der Wiedervereinigung vergleichsweise positiv entwickeln. Die Arbeitslosenquote ist niedriger als im Durchschnitt der neuen Bundesländer bei rund 10 Prozent. Die durchschnittlichen, verfügbaren Einkommen in Potsdam sind die höchsten unter den Großstädten der neuen Bundesländer, dicht danach folgen Jena und Dresden (Stand 2005). Die Gewerbesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2005 mehr als 44 Millionen Euro und liegen damit auf einem vergleichbaren Niveau mit der Stadt Heidelberg. Der kommunale Schuldenstand ist mit nur 260 Euro pro Einwohner (allerdings ohne Eigenbetriebe) einer der geringsten in ganz Deutschland.

Diese günstige Entwicklung kann auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden. Vor allem war die Wirtschaft der DDR in Potsdam eher an Verwaltung, Dienstleistung und Entwicklung orientiert und weniger an Produktion. Damit wurde der abrupte Strukturwandel / Strukturbruch nach der Wiedervereinigung wesentlich erleichtert im Vergleich zu anderen Städten mit hohen Industrieanteilen. Der historische Standort als Forschungszentrum erleichtert zusätzlich die Anpassung an die Erfordernisse einer modernen Marktwirtschaft mit höheren Ausbildungsniveaus. Zudem ist die geografische Lage im “Speckgürtel” von Berlin attraktiv, der Anschluss an Infrastruktur wie Autobahn und Flughafen ist vergleichsweise gut ausgebaut.

Berlin Observatory in Potsdam now hosts Potsdam Institute for Climate Impact Research © H. Raab Tea House © Marian Szengel Aerial view of Potsdam © Arne Krueger Belvedere Klausberg © Unify Campus 1 of University of Potsdam at Neues Palais © Unify City Administration © Expdm Dutch Quarter © Creando Einstein Tower © Lestath Film Museum in the former Royal Stables © Florian S. Filmstudio Babelsberg © Unify Glienicker Bridge was used to exchange spies between East and West during Cold War © Lienhard Schulz Hans-Otto Theater © Suse Marble Palais © Olaf Oehlsen Military Orphanage © Unify Nauen Gate © Thorbjoern Old Town Hall © Doris Antony Orangerie Palais at night © Florian Lindner Orangerie Palais © Florian Lindner Park Sanssouci entrance © procsilas Potsdam © Wolfgang Pehlemann Potsdam © Wolfgang Pehlemann Brandenburg Gate © Dieter Brügmann Russian Colony Alexandrowka © Dishayloo Sanssouci Palace with vineyard © Elkawe Sanssouci Palace © Manfred Heyde Sanssouci Palace © Raimond Spekking/cc-by-sa-4.0 St. Nikolai Church © Andreas Fränzel
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Glienicker Bridge was used to exchange spies between East and West during Cold War © Lienhard Schulz
Bereits 1990 wurde die gesamte Potsdamer Kulturlandschaft auf gemeinsamen Antrag beider deutscher Staaten zum UNESCO-Welterbe erklärt. Seitdem gehören die Parkanlagen Sanssouci, Neuer Garten, Babelsberg, Glienicke und die Pfaueninsel mit ihren Schlössern sowie seit 1992 Schloss und Park Sacrow mit der Heilandskirche zum Weltkulturerbe. 1999 wurde das Potsdamer Welterbe um 14 Denkmalbereiche erweitert, darunter Schloss und Park Lindstedt, die Russische Kolonie Alexandrowka, das Belvedere auf dem Pfingstberg, der Kaiserbahnhof und die Sternwarte am Babelsberger Park. Insgesamt erstreckt sich das Welterbe auf rund 500 ha Parkanlagen mit 150 Gebäuden aus der Zeit von 1730 bis 1916. Die Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft ist damit die größte der deutschen Welterbestätten.

Potsdam ist heute vor allem bekannt als Stadt der Schlösser und Gärten. Die Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft umfasst fast 20 Schlösser oder Palais, siehe auch Schlösser in Potsdam für eine Übersicht. Die prominenteste Sehenswürdigkeit und gleichzeitig das Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss Sanssouci mit seinen umliegenden Parkanlagen. Nach eigenen Skizzen ließ der preußische König Friedrich der Große in den Jahren 1745–1747 ein kleines Sommerschloss im Stil des Rokoko errichten. Die Lage des Sommersitzes im Südwesten der Residenzstadt Berlin erinnert an die Funktion von Versailles im Verhältnis zu Paris.

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