Porto, Hauptstadt des Nordens

30. August 2015 | Destination: | Rubric: Europäische Union, Allgemein, Kulturhauptstadt Europas, UNESCO-Welterbe |

Ribeira © Georges Jansoone

Ribeira © Georges Jansoone

Porto ist die Hauptstadt des gleichnamigen Distriktes in Portugal und liegt am Douro vor dessen Mündung in den Atlantischen Ozean. Mit circa 216.000 Einwohnern (port. portuenses; dt. Portuenser genannt) ist sie nach Lissabon zweitgrößte Stadt des Landes. Der rund 1,29 Millionen Einwohner zählende Ballungsraum Grande Porto rangiert landesweit ebenfalls an zweiter Stelle. Porto ist eine der ältesten europäischen Städte, sie wird gern als die „Hauptstadt des Nordens“ bezeichnet. Sie ist bis heute eine Handelsstadt mit einer alteingesessenen Kaufmannschaft, in der sich Wirtschaftsmacht und Reichtum konzentrieren. Die Stadt befindet sich strategisch günstig an der Mündung des Douro in den Atlantischen Ozean in der nordportugiesischen historischen Region Douro Litoral.

Heute ist Porto mit seiner Textil-, Lederwaren-, Metall-, Genussmittel- und chemischen Industrie, der Erdölraffinerie, dem Überseehafen Leixões und einem internationalen Flughafen wichtigste Industrie- und Handelsstadt und bedeutendes Verkehrszentrum des Landes. Eine Universität, Kunstakademie, Museen, Theater und eine Oper heben Portos Stellung eines bedeutenden kulturellen und wissenschaftlichen Zentrums Portugals heraus. Bekanntheit erlangte die Stadt durch dessen Exportartikel, den Portwein. Dieser Wein war schon beim römischen Historiker Marcus Terentius Varro beliebt.

Seit Langem sieht sich Porto als heimliche Hauptstadt Portugals, weil sie immerhin die Namensgeberin des Landes ist. In Porto sagt man, dass hier das Geld verdient wird, das in Lissabon mit vollen Händen ausgegeben wird.

Magestic Café © flickr.com - Fofo University of Porto © UP Salão Árabe in Palácio da Bolsa © Josep Renalias © Georges Jansoone © Georges Jansoone © Georges Jansoone © Georges Jansoone © Georges Jansoone Rem Koolhaass Concert Hall © Manuel de Sousa Portuguese wine center Oporto © flickr.com - Abhijeet Rane Metro on Ponte e Porto © JFVP Clérigos Church and Tower © Josep Renalias City hall © Alan Ford Church of Corpo Santo de Massarelos © Georges Jansoone Barrels of Port Wine © flickr.com - Peter Avenida dos Aliados © flickr.com - ho visto nina volare Historical part of Porto, seen from Vila Nova de Gaia trough Douro river © Olegivvit Ribeira © Georges Jansoone
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Historical part of Porto, seen from Vila Nova de Gaia trough Douro river © Olegivvit
Wegen ihrer zahlreichen barocken Kirchen wird Porto auch als „Barockstadt“ bezeichnet. Niccolò Nasoni, Architekt italienischer Herkunft, sind alle wichtigen Barockbauten der Stadt zu verdanken. Das Bild der historischen Altstadt wird weniger von besonderen Einzelbauwerken geprägt als vielmehr von dem Gesamtgefüge einer erhaltenen Innenstadt. Charakteristisch sind die zahlreichen Bauten aus Granit. Das älteste bestehende Hotel ist das Grande Hotel do Porto, das 1880 eröffnet wurde. Das älteste Beton-Hochhaus der Stadt ist das Hotel Dom Henrique.

Enge, gewundene Gassen mit dichter Häuserbebauung bilden ausgehend vom Ufer des Douro an einem Hang die terrassenartige Struktur der Altstadt Ribeira, die seit 1996 als Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen ist. Durch den regen Handel in den Geschäften wirkt die hügelige Altstadt am Tage sehr belebt. Foz Velha, Portos historisches Viertel direkt am Wasser, mit den charakteristischen engen, gewundenen Gassen wurde 2002 vom portugiesischen Institut für das Architekturerbe unter Denkmalschutz gestellt.

Dennoch ist dieses Gebiet problembehaftet, da ein Großteil der denkmalgeschützten Häuser leer steht oder lediglich im Erdgeschoss mit Geschäften bezogen ist. Die Mieten und Instandhaltungskosten für die teilweise verfallenen Gebäude sind hoch. Da deswegen zahlreiche Einwohner Wohnungen am Stadtrand bevorzugen, ist das Altstadtviertel – in Ufernähe zum Douro ausgenommen – am Abend kaum belebt.

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