Port Melbourne

Mittwoch, 19. April 2017 - 11:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Bay Street © Bmorey/cc-by-3.0

Bay Street © Bmorey/cc-by-3.0

Port Melbourne ist ein Vorort von Melbourne im Bundesstaat Victoria in Australien, 5 km südwestlich des Stadtzentrums von Melbourne. Ihre Local Government Areas sind die Städte Port Phillip und Melbourne. Bei der Volkszählung 2011 wurde eine Bevölkerung von 14.521 festgestellt. Der Vorort grenzt an die Hosbsons Bay und den Unterlauf des Yarra River. Port Melbourne bedeckt ein großes Gebiet mit den Stadtteilen Fishermens Bend, Garden City, Montague und Beacon Cove. Das Gebiet nördlich des West Gate Freeway gehört zu Melbourne, die südlichen Gebiete zu Port Phillip. Historisch war dieses Gebiet als Sandridge bekannt und wurde zu Melbournes zweitem Hafen, da es direkt an das Stadtzentrum angrenzt. Die Wohngebäude reichen vom viktorianischen Holzarbeiterhaus bis zu neuen Appartementhäusern. In den letzten zwanzig Jahren hat sich Port Melbourne von einem Vorort für die arme Bevölkerung zu einem Wohnort für die Reichsten gewandelt. Viele große Appartementblocks bedecken große Teile der Grundstücke, auf den früher Fabriken und Lagerhäuser standen, wie z.B. HM@S in der Beach Street, ID Appartements in der Pickles Street und der Rouse Street, Bayshore und Bayview in der Bay Street. Jeder dieser Wohnblocks besteht aus vielen einzelnen Gebäuden und viele Neubaublocks binden historische Gebäude mit ein. In Port Melbourne lebt heute ein großer Anteil wohlhabender Leute, aber auch noch einfachere Leute, die in Mietshäusern und Gebäuden des „Alten Hafens“ leben. Viele Familien wanderten in den 1950er-Jahren aus Griechenland ein und später kamen Einwanderer aus Afrika und Asien.

Das früher stark industriell geprägte Port Melbourne wurde in den letzten 10 Jahren einer intensiven Stadterneuerung unterzogen. Heute ist Port Melbourne ein historisch interessantes Mischgebiet, das sowohl Industrie- und Hafengebiete entlang des Yarra River beinhaltet, als auch Parks, Strände, exklusive Appartementhäuser und die Restaurants und Cafés der Bay Street. Der Vorort stellt auch eine wichtige Verkehrsverbindung von Ost nach West dar und bildet auch ein Ende der West Gate Bridge. Auch heute noch dient Port Melbourne als Anlegestelle für Passagier- und Frachtschiffe. Viele Luxusliner, Fähren und sonstige Schiffe legen am Station Pier an. Darunter ist auch die Spirit of Tasmania der TT-Line Pty. Ltd. nach Tasmanien. Der Güterverkehr wird weiter westlich, in der Nähe der Mündung des Yarra River am Webb Dock, abgewickelt. Die Bay Street ist die historische Einkaufsstraße von Port Melbourne. Port Melbourne beherbergt zur Zeit den Circus Oz, Australiens weltbekannten zeitgenössischen Zirkus, der sein internationales Hauptquartier an der Ecke Bay Street und Rouse Street hat. Die Maritime Union of Australia (australische Hafenarbeiter- und Seeleutegewerkschaft) hat immer noch einen großen Rückhalt in der Gegend.

Fishermans Bend - Pier 35 Marina © Biatch Beacon Cove © Donaldytong/cc-by-sa-3.0 Bay Street © Bmorey/cc-by-3.0 Station pier and Beacon Cove development © Donaldytong/cc-by-sa-3.0 Post modern medium density development at Beacon Cove © Donaldytong Former Port Melbourne railway station is now the terminus for the light rail line © Donaldytong/cc-by-sa-3.0
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Former Port Melbourne railway station is now the terminus for the light rail line © Donaldytong/cc-by-sa-3.0
Port Melbourne hat drei Stadtteile: Garden City ist ein Stadtteil von Port Melbourne und Port Phillip. Es wurden in den 1920er-Jahren als Gartenstadt nach dem Muster ähnlicher Vororte im Vereinigten Königreich angelegt. Die ersten Häuser entstanden als Billighäuser der Staatsbank, später kamen Mietshäuser dazu, die von der Housing Commission of Victoria erstellt wurden. Die Siedlung besteht aus zweistöckigen Doppelhäusern, die um einige offene Plätze im Stil einer aufgelösten Beaux-Arts-Architektur arrangiert sind. Entgegen der vorherrschenden Meinung waren die “Bankhäuser” nie Mietshäuser sondern befanden sich stets in privater Hand. Die “Bankhäuser” wurden später als Nobs Hill bekannt, was den relativen Wohlstand seiner Bewohner im Vergleich zu denen der später gebauten Klinker-Mietshäuser widerspiegelt. Die Häuser der Housing Commission wurden Little Baghdad genannt.

Beacon Cove ist ein Stadtteil von Port Melbourne und Port Phillip. Er besteht aus ca. 1.100 Wohnungen in einer Mischung aus niedrigen Wohnblocks und einigen Hochhäusern mit einem Supermarkt, verschiedenen kleinen Geschäften, einer Reihe von Cafés und Restaurants und einer Turnhalle. Der Stadtteil wurde ab 1996 im Laufe von zehn Jahren von der australischen Baufirma Mirvac gebaut, nachdem der Plan einer Gated Community namens Sandridge City nicht realisiert werden konnte. Das Gebiet war früher Werksgelände. Beacon Cove hat eine Strandpromenade, palmenbestandene Boulevards und ermöglicht den Betrieb zweier Schiffsbaken. Die meisten niedrigen Häuser sind um eine Reihe kleiner Parks gruppiert und ähneln in ihrem postmodernen, verkleinerten Beaux-Arts-Stil den nahegelegenen St. Vincent Gardens in Albert Park. Entlang der Uferpromenade liegt eine Reihe von 11–14-stöckigen Hochhäusern, an deren westlichem Ende sich einige sehr luxuriöse, niedrige Häuser direkt am Sandridge Beach befinden. Die Häuser an der umgelegten Beach Street, die nicht mehr entlang der Küste verläuft und die Appartements an der Strand haben direkten Zugang zur Strandpromenade. Das Bauvorhaben wurde in mehreren Stufen, beginnend von der Princes Street nach Westen, ausgeführt. Dies sieht man an den unterschiedlichen Architekturstilen.

Fishermens Bend (ursprünglich: Fishermen’s Bend) ist ein Stadtteil von Port Melbourne und der City of Melbourne. Er liegt unmittelbar östlich der West Gate Bridge am Südufer des Yarra River gegenüber von Coode Island am Nordufer des Flusses. Fishermans Bend umfasste auch die heutige Garden City, die 1929 abgetrennt und umbenannt wurde. Seit den 1850er-Jahren wohnten in der Gegend Fischer von europäischer Abstammung. Etwa 30 Familien lebten am Bend, die oft zusätzliche Arbeit an den Liegeplätzen und auf Frachtschiffen fanden. Auf die nach Europa zurück fahrenden Schiffe wurde Ballast geladen. Die Leute lebten in wüsten Hütten am Bend, die aus Wellblech, geplätteten Kerosinkanistern und Holz bestanden. Es gab keine Straßen oder Geschäfte und keine Kanalisation. Das Trinkwasser wurde aus ausgehängten Segeln gewonnen und in Stahltanks oder Fässern gelagert; die Milch kam von einem nahegelegenen Bauernhof. Der Fischfang wird auch heute noch in der Bucht betrieben, aber nur noch zwei Lizenzen gehören den Nachfahren dieser ersten Siedler. Die letzte Wellblechhütte wurde 1970 abgerissen, um Platz für das Webb Dock zu schaffen. Heute liegt das Hauptquartier des Surf Life Saving Clubs an dieser Stelle. Es gibt heute dort einen Jachthafen namens D’Albora Marinas Pier 35 und verschiedene Anlegestellen für Containerschiffe. Fishermans Bend hat eine große öffentliche Parkanlage, den Westgate Park, und ein großes natürliches Feuchtgebiet.

Lesen Sie mehr auf Port of Melbourne, VisitMelbourne.com – Port Melbourne und Wikipedia Port Melbourne (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Fotos von Wikimedia Commons. Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.






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