Perleninseln im Golf von Panama

Montag, 07. Oktober 2013 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Panama map © Zakuragi/cc-by-sa-3.0

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Die Perleninseln (spanisch Archipiélago de las Perlas; auch Islas de las Perlas ist gebräuchlich) sind eine Inselgruppe von 227 Eilanden im Süden des Golfs von Panama. Sie befinden sich nahe der Küste im Pazifischen Ozean und erstrecken sich über eine Fläche von 1.165 Quadratkilometern. Der Archipel gehört zu Panama, wo es in der Provinz Panamá liegt und dem Distrikt Balboa untersteht. Nur einige der Inseln sind bewohnt, als Zentrum gelten die beiden größten Inseln San José und Isla del Rey, auf denen sich auch Flugplätze befinden. Auf den größeren Inseln wie Isla del Rey, San José, Pedro-Gonzales und Contadora besteht eine gut ausgebaute Tourismus-Infrastruktur, die Inselgruppe ist ein beliebtes Reiseziel für Taucher. Außerdem wird sie häufig von Kreuzfahrtschiffen angefahren und von Urlaubsgästen, vorwiegend aus Nordamerika, frequentiert, da sie für ihre ausgedehnten Sandstrände bekannt ist.

Der Name Perleninseln stammt von den dort früher lebenden Indios, welche nach Perlmuscheln tauchten und mit ihnen Handel betrieben. Durch den Reichtum der Inselgruppe angelockt, befahl der spanische Konquistador Vasco Núñez de Balboa, der im September 1513 bei einer Entdeckungsreise die Pazifikküste erreichte, die Insel zu erobern. Am 10. August 1515 erteilte der für die Region zuständige Statthalter Pedrarias Davila den Befehl, diese auszurauben und zu besetzen. Die spanischen Eroberer gingen mit brutaler Härte zu Werk und rotteten im Laufe der kurzen Kämpfe den gesamten Indiostamm aus.

Contadora Island © Katarzyna Sierocińska Isla del Rey - San Miguel © Ken Erickson Panama map © Zakuragi/cc-by-sa-3.0
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Contadora Island © Katarzyna Sierocińska
Für einige Jahre blieb die Inselgruppe unbewohnt, bis 1518 Sklaven zur Bewirtschaftung der Fischgründe und zum Tauchen nach Perlmuscheln auf den Eilanden angesiedelt wurden. In den folgenden Jahrhunderten boten die Inseln auch zunehmend geflohenen Sklaven und Gesetzlosen Unterschlupf und galten als Piratenversteck, auch für englische und französische Freibeuter, die Jagd auf spanische Schiffe machten. Die Insel Contadora (deutsch: Die Buchhalterin) erhielt so ihren Namen von den zahlreichen Verstecken für Raubgut.

Seit den 1960er Jahren wird die Inselgruppe touristisch erschlossen, vorwiegend von nordamerikanischen Reiseanbietern. Auf einem Anwesen der Insel Contadora unterzeichnete Jimmy Carter 1977, als Präsident der USA, das sogenannte Panama Canal Treatment, in dem die USA ihre Hoheitsrechte über den Panama-Kanal an die Republik Panama abtraten. Nach der Insel wurde weiter die 1983 gegründete Contadora-Gruppe benannt, ein Zusammenschluss der Außenminister von Kolumbien, Mexiko und Venezuela mit dem Ziel, politische Konflikte in einigen mittelamerikanischen Kleinstaaten beizulegen.

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