Ohrid in Mazedonien

08. Oktober 2013 | Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe |

Natural and Cultural Heritage of the Ohrid region © PMK1

Natural and Cultural Heritage of the Ohrid region © PMK1

Ohrid ist mit etwa 42.000 Einwohnern die achtgrößte Stadt Mazedoniens. Sie ist Verwaltungssitz der nach ihr benannten Gemeinde und liegt im Südwesten des Landes am Ohridsee, unweit der albanischen Grenze. Ohrid bildet heute das wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Zentrum der rund 220.000 Einwohner zählenden Region Südwesten und ist der größte Ort am Ohridsee. Unweit der Stadt befindet sich der Flughafen Ohrid, einer der zwei internationalen Flughäfen von Mazedonien.

Heute ist Ohrid eine überregional bekannte Stadt des Tourismus. Die gut erhaltene Altstadt, die mittelalterliche Festung, die vielen Kirchen, Klöster und Moscheen sowie der große, jahrmillionenalte See ziehen nicht nur Fremde aus den Balkanländern, sondern auch aus ganz Europa und einigen Ländern Asiens an. Die UNESCO erklärte im Jahr 1979 den Ohridsee und ein Jahr später die Stadt Ohrid zum UNESCO-Welterbe. Einer Legende nach gab es in Ohrid früher 365 Kirchen, für jeden Tag eine. Daraus leitete sich der Beiname “Jerusalem des Balkans” ab. Heute ist die Anzahl signifikant geringer.

Ohrid and Lake Ohrid © Niki Gango/cc-by-sa-3.0 Ohrid and Lake Ohrid © fickr.com - Михал Орела/cc-by-2.0 Lake Ohrid © flickr.com - Prince Roy/cc-by-2.0 Church of Saint John at Kaneo © Vanjagenije/cc-by-sa-3.0 Museum on the Water © Marcin Szala/cc-by-sa-3.0 Natural and Cultural Heritage of the Ohrid region © PMK1
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Ohrid and Lake Ohrid © fickr.com - Михал Орела/cc-by-2.0
Die Fischerei ist der älteste Wirtschaftszweig von Ohrid. Schon die antiken Illyrer gingen dieser Beschäftigung nach, denn der Ohridsee bot reichlich Speisefische. Während die Stadtbevölkerung auch in anderen Sektoren tätig war, sicherte in den benachbarten Dörfern Trpejca und Peštani nur der Fischfang den Lebensunterhalt der Einwohner. Weiterer wichtiger Zweig der Wirtschaft war vor allem das Handwerk, das durch die Schule von Ohrid Verbreitung fand. Breite Schichten der Bevölkerung waren Schreiner, Lederverarbeiter, Kesselmacher, Sattelmacher, Goldschmiede, Schneider, Schuhmacher und Holzschnitzer. Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts war der Ort, neben dem griechischen Kastoria, ein Zentrum der Pelzverarbeitung und damit verbunden des Pelzhandels. Da Ohrid ein geistiges Zentrum war, waren die lokalen Baumeister, Handwerker, Maler, Ikonostasenbauer überregional bekannt.

Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren. Die historische Altstadt, das kulturelle Umland und die Natur mit dem großen See ziehen nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen aus den Nachbarländern und Durchreisende an. Die Stadt bietet in der Sommersaison ein reges Nachtleben mit zahlreichen Cafés, Bars, Kneipen, Restaurants und sehr vielen Boutiquen. In diesen Monaten verwandelt sich die Stadt in eine Touristen-Hochburg: Nachtleben, volle Strände, Konzerte, Festivals, Vergnügungsparks, zahlreiche Charter-Flüge nach Westeuropa und kaum leere Hotelzimmer.

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