Oʻahu auf Hawaii

30. Januar 2015 | Destination: | Rubric: Allgemein |

Pearl Harbor - USS Arizona Memorial © US Navy - Petty Officer 1st Class James E. Foehl

Pearl Harbor – USS Arizona Memorial © US Navy – Petty Officer 1st Class James E. Foehl

Oʻahu ist eine der acht Hauptinseln des Hawaii-Archipels. Sie wird auch The Gathering Place (“Der Sammelpunkt”) genannt. Auf Oʻahu liegt Honolulu, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaii, welche sich über einen erheblichen Teil der Insel erstreckt. Mit 1557 Quadratkilometern ist Oʻahu die drittgrößte der Inseln, die knapp eine Million Einwohner machen etwa 75 Prozent der Bevölkerung des Bundesstaates aus. Oʻahu ist 64 Kilometer lang und 42 Kilometer breit und ist auch das wirtschaftliche Zentrum Hawaiʻis. Die Küstenlinie der Insel beträgt 336 Kilometer. Oʻahu ist das Ergebnis zweier Vulkane, dem Waiʻanae und dem Koʻolau, die durch einen breiten Sattel miteinander verbunden sind. Der höchste Punkt dieses Sattels – und damit der Insel – ist der Mount Kaʻala mit einer Höhe von 1220 Metern über dem Meeresspiegel. Längster Fluss der Insel ist der Anahulu River. Außerhalb der Stadt Honolulu werden Ananas und Zuckerrohr angebaut. Wichtigster Erwerbszweig ist jedoch der Tourismus. Der Großteil der Besucher aller Hawaii-Inseln kommt zunächst am internationalen Flughafen von Honolulu an, welcher auf der Westseite Oʻahus liegt.

Wesentlich bekannter als der Name der Insel dürften die beiden Orte Honolulu und Waikīkī sein. Waikīkī (politisch ein Stadtteil Honolulus) ist mit seinem berühmten Hotelstrand und der Kalakaua-Flaniermeile das touristische Zentrum von Oʻahu. Honolulu ist die größte Stadt Hawaiis, Hauptstadt des Staates, sowie der größte Seehafen des Staates. Die gesamte Insel Oʻahu gehört zum Gerichtsbezirk Honolulus, obwohl Honolulu nur einen Teil des Südostens der Insel bedeckt. Honolulu bedeutet “geschützte Bucht” und hat 337.000 Einwohner. Die Stadt erinnert mit ihren Wolkenkratzern an die größeren Städte des US-amerikanischen Festlandes. Im Stadtzentrum findet man um die King Street und die Beretania Street an ihrer Kreuzung mit der Punchbowl Street die meisten der geschichtlich und politisch interessanten Bauten. Der zehnstöckige Aloha Tower ist seit 1921 das Wahrzeichen für den Hafen von Honolulu. Von dort bietet sich eine gute Aussicht über den Hafen und Honolulu selbst. Oʻahu und Kauaʻi waren die ersten der hawaiischen Inseln, die am 18. Januar 1778 während Kapitän James Cooks dritter Pazifikexpedition gesichtet wurden. Die ersten Europäer betraten Oʻahu am 27. Februar 1779 bei Waimea Bay.

Pearl Harbor ist U-Boot-Stützpunkt, Flottenbasis und militärisches Oberkommando der Amerikaner für den gesamten Pazifikraum. Bekannt wurde der US-amerikanische Marinestützpunkt durch den japanischen Überraschungsangriff auf die dort stationierte Pazifikflotte am 7. Dezember 1941. Die Vereinigten Staaten traten daraufhin in den Zweiten Weltkrieg ein. Zum Gedenken an den Angriff und die Opfer wurde 1962 über dem gesunkenen Schlachtschiff das U.S.S. Arizona Memorial errichtet. In dem 56 Meter langen Denkmal sind die Namen der Opfer eingraviert, die hier begraben liegen. Unweit des Hafens von Honolulu befindet sich ein Schifffahrtsmuseum mit vielen Exponaten aus der Kultur der Hawaiischen Besiedelung und Seefahrt.

Die vielen Strände der Insel ziehen Touristen und Wellenreiter aus der ganzen Welt an, vor allem der Strand von Waikīkī, welches auch als “Metropole der Südsee” bezeichnet wird, ist bei Urlaubern sehr beliebt. Hinter dem Waikīkī-Strand erheben sich die erloschenen Vulkane Diamond Head und Punchbowl Crater. Allein Waikīkī hat 38.000 Hotelzimmer, einige Hotels stehen dabei direkt am Sandstrand. Durch Menschen- und Umwelteinflüsse hat sich der Strand von Waikīkī über die Jahre immer mehr verkleinert, bis er Anfang 2012 innerhalb mehrerer Monate wieder künstlich verbreitert wurde. Der Strand von Waikīkī unterteilt sich in mehrere Abschnitte. Manche davon besitzen kleinere Mauern im Wasser, welche für einen sehr ruhigen Wellengang sorgen. Die Strände an der Nordküste rund um Pūpūkea bieten weltweit die besten Bedingungen zum Wellenreiten, hier werden die wichtigsten Wettbewerbe ausgetragen. Eine der bekanntesten Buchten ist die Waimea Bucht, welche sich vor allem im Winter durch sechs bis zwölf Meter hohe Wellen auszeichnet. Weiterhin erwähnenswert ist die zum Schnorcheln sehr beliebte Hanauma Bay sowie der Laniakea-Strand, an welchem sehr häufig Meeresschildkröten anzutreffen sind. Der Lanikai Strand an der Ostküste Oʻahus wurde 2008 vom Magazin National Geographic auf Platz 5 der 10 schönsten Strände der Welt gewählt: “Eine halbe Meile funkelnder Sand, Palmen wiegen sich über den weißen Strand, üppige tropische Pflanzen und viel Sonnenschein machen Lanikai zu einem der malerischsten Strände Hawaiis. Das Ufer ist durch ein nahes Riff geschützt, was auch zu einem ruhigen Wellengang führt. Das Wasser ist immer grün und wie auf einer Postkarte.” An der Westküste Oʻahus liegen in Ko Olina vier Lagunen, welche von Menschenhand erschaffen wurden. Viele Museen zeugen von der Kunstfertigkeit und Kultur der Insulaner. In Kāhala, östlich von Waikīkī, befindet sich der ehemalige Wohnsitz von Doris Duke. Das Shangri La genannte Anwesen beherbergt eine reichhaltige Sammlung islamischer Kunst. Haleʻiwa an der Nordküste ist ein Treffpunkt der Surfer, die oft unter Lebensgefahr im Haleʻiwa Aliʻi Beach Park und an den Stränden östlich beziehungsweise nordöstlich des Ortes, die berühmten North Shore-Strände, die hohen Winterwellen reiten. Einige der berühmtesten Surf-Strände an der North-Shore sind “Sunset Beach”, “Himalaya’s”, “Holton’s”, “Rocky Point”, “Alligator Rock” und natürlich die “Banzai Pipeline” beim “Ehukai Beach Park”. Der Waimea Falls Park, ein botanischer Garten im Tal des Waimea Stream, zeigt Oʻahu von seiner schönsten Seite. Laie an der Nordwestküste ist eingebettet in einer tropisch grünen Plantagenlandschaft.





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