Neumayer-Station III in der Antarktis

08. August 2015 | Destination: | Rubric: Allgemein |

© Felix Riess/cc-by-sa-3.0-de

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Die Neumayer-Station III, kurz Neumayer III, benannt nach dem Geophysiker Georg von Neumayer, ist eine deutsche Polarforschungsstation des Alfred-Wegener-Instituts in der Antarktis. Sie befindet sich an der Atka-Bucht auf dem etwa 200 Meter dicken Ekström-Schelfeis, wenige Kilometer südlich der abgelösten Neumayer-Station II. Die in Einzelteilen Anfang November 2007 zum Zielort transportierte Neumayer III fließt auf dem Schelfeis etwa 200 Meter pro Jahr in Richtung offenes Meer.

Nach einer fast zehnjährigen Projektzeit (beginnend im Oktober 1999), bestehend aus Konzeption, Umweltverträglichkeitsstudie sowie den Planungs- und Bauphasen, wurde der reguläre Stationsbetrieb am 20. Februar 2009 aufgenommen. Die Betriebsdauer ist auf 25 bis 30 Jahre ausgelegt, das gesamte Projekt kostet 39 Millionen Euro. Der oberirdische Stationsbetrieb der Neumayer III ist in der Antarktis vorherrschend und wird bei den neuen Stationen, wie der US-amerikanischen Amundsen-Scott-Südpolstation sowie der weitgehend privat finanzierten neuen belgischen Prinzessin-Elisabeth-Station, ebenfalls umgesetzt.

© Felix Riess/cc-by-sa-3.0-de Hydraulics attached to a concrete foot © Conrad Nutschan/cc-by-sa-3.0 © Felix Riess/cc-by-sa-3.0-de
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Hydraulics attached to a concrete foot © Conrad Nutschan/cc-by-sa-3.0
Der Außenteil der Station besteht aus einer 6 m über der Bodenoberfläche befindlichen zweietagigen Plattform, die auf 16 Stützen steht. Die einzeln ansteuerbaren Stützen setzen auf einer festen Schneebodendecke auf. Im Schneegraben unter der Anlage befinden sich die Garagen und weitere technische Anlagen. Die auf beweglichen Betonfüßen montierten Stützen sind mit hydraulischen Hebevorrichtungen versehen. Durch einen jährlichen Hebevorgang von 80 bis 100 cm soll ein Versinken der Plattform im Neuschnee verhindert werden.

Die Station wird ganzjährig betrieben und ist mit 210 m² wissenschaftlicher Laborfläche, verteilt auf 12 Räume, doppelt so groß wie der Vorgänger. In den 15 Unterkunftsräumen gibt es 40 Schlafplätze. Alle Innenräume auf der Plattform bestehen aus Containern, die je nach Raumgröße ohne angrenzende Innenwände oder mit Durchgang verbunden sind und mittig an einen Verbindungsgang grenzen. Umgeben ist diese Konstruktion von einer schützenden Blechaußenhülle mit dämmender Polyurethanhartschaumfüllung. Das Bild „Gerüstschnitt” stellt die in der Antarktis vorhandene Grabenoberkante im Schnee durch die grünen Metallträger dar. Alle darunterliegenden Bereiche befinden sich später unterhalb der Schneeoberfläche.

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