Narva, die östlichste Stadt Estlands

Samstag, 06. September 2014 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Narva Castle on the left, Ivangorod Castle on the right. Narva river is the border between Estonia and Russia © LHOON/cc-by-sa-3.0

Narva Castle on the left, Ivangorod Castle on the right. Narva river is the border between Estonia and Russia © LHOON/cc-by-sa-3.0

Narva ist die drittgrößte Stadt der Republik Estland, eine wichtige Industriestadt und das Zentrum der russischsprachigen Minderheit Estlands. Narva hat 58.500 Einwohner und liegt im Kreis Kreis Ida-Viru. Narva ist die östlichste Stadt Estlands. Sie liegt an der Grenze zu Russland am Fluss Narva, der hier den Grenzfluss bildet und nördlich der Stadt in den Finnischen Meerbusen der Ostsee mündet. Zusammen mit Iwangorod auf der russischen Seite bildet Narva eine Zwillingsstadt.

Narva wurde im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört. Die historischen Bauten wurden in der Regel nicht wieder aufgebaut. Das Stadtbild wird heute von Wohnblöcken mit unverputzten Ziegelfassaden geprägt, die in sowjetischer Zeit gebaut wurden. In dieser Zeit kamen viele russische Zuwanderer in die Stadt, aber auch aus anderen Unionsrepubliken wurden Arbeiter für die Narvaer Industriebetriebe angesiedelt, während die evakuierte estnische Bevölkerung lange Zeit nicht zurückkehren durfte. Daher rührt der heutige hohe russischsprachige Bevölkerungsanteil.

Narva Bridge © JanneW1943/cc-by-sa-3.0 SEB Bank © Kulmalukko/cc-by-sa-3.0 Kreenholmi Water Tower © Geonarva/cc-by-sa-3.0-ee Narva Castle © Simm/cc-by-sa-3.0 Town Hall © Anatra1987 Narva Castle on the left, Ivangorod Castle on the right. Narva river is the border between Estonia and Russia © LHOON/cc-by-sa-3.0
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Narva Castle on the left, Ivangorod Castle on the right. Narva river is the border between Estonia and Russia © LHOON/cc-by-sa-3.0
Zu den Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem:

  • Narva Muuseum mit umfangreicher Ausstellung in der Hermannsfeste zur Geschichte von Stadt, Festung und Region sowie der in einem barocken Altstadtgebäude aus dem 18. Jahrhundert untergebrachten Kunstgalerie.
  • Die Hermannsfeste (Hermanni Linnus), eine nach schweren Kriegszerstörungen restaurierte Festung des Deutschen Ordens, liegt der am Westufer der Narva gegenüber der russischen Festung Iwangorod. Im Turm der Festung ist die geschichtliche Ausstellung des Narva Museums untergebracht. Im Innenhof der Festung befindet sich das letzte öffentlich ausgestellte Denkmal Lenins im Baltikum, das ursprünglich im Stadtzentrum von Narva aufgestellt gewesen war.
  • Das Rathaus wurde während der schwedischen Herrschaft von 1665 bis 1671 nach Entwurf des aus Lübeck stammenden Architekten Georg Teuffel im Stil des niederländischen Klassizismus errichtet und nach schweren 1944 erlittenen Kriegsbeschädigungen als eines der wenigen Baudenkmale im Altstadtbereich von 1960 bis 1963 wieder aufgebaut
  • Die russisch-orthodoxe Auferstehungskathedrale wurde von 1890 bis 1898 im neobyzantinischen Stil errichtet.
  • Die evangelisch-lutherische Alexanderkirche wurde in Form eines Oktogens mit ebenfalls achteckigem 61 Meter hohen Turm 1883/1884 im neuromanischen Stil errichtet und nach dem bei einem Attentat 1881 ums Leben gekommenen Zaren Alexander II. benannt. Sie wurde 1944 zerstört und in der Nachkriegszeit wiederaufgebaut, der Glockenturm 2007/2008 rekonstruiert.

Lesen Sie mehr auf Stadt Narva, VisitEstonia.com – Narva und Wikipedia Narva. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.



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