Die Medizin- und Universitätsstadt Erlangen

Montag, 16. April 2012 - 13:28 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Erlangen Castle, seat of the Friedrich-Alexander University © Selby

Erlangen Castle, seat of the Friedrich-Alexander University © Selby

Erlangen ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Die Stadt ist Sitz des Landkreises Erlangen-Höchstadt und mit etwas über 105.500 Einwohnern die kleinste der insgesamt acht Großstädte des Freistaates Bayern. Erlangen bildet zusammen mit den Städten Nürnberg und Fürth eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern. Gemeinsam mit ihrem Umland bilden sie die Metropolregion Nürnberg, eine von elf Metropolregionen in Deutschland.

Heute wird die Stadt vor allem durch die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und zahlreiche Niederlassungen des Elektrokonzerns Siemens AG geprägt. Ein weiter in die Geschichte zurückreichendes, aber immer noch spürbares Element ist die Ansiedlung von Hugenotten nach der Rücknahme des Edikts von Nantes im Jahre 1685.

University Archive, former University Library © Akriesch Orangerie © Selby Old water tower on Burgberg © Daniel Arnold Former Brewery Erich © Janericloebe Dechsendorfer Weiher © Erika Rathje City Museum, fomer City Hall © Klaus Graf City Hall © Tilman AB © Janericloebe Erlangen Castle, seat of the Friedrich-Alexander University © Selby
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Erlangen Castle, seat of the Friedrich-Alexander University © Selby
Die Bergkirchweih gibt es seit dem Jahre 1755. Heute gilt das Volksfest in Erlangen als fünfte Jahreszeit. Nicht zuletzt die Tatsache, dass viele vormalige Bürger der Stadt die Bergkirchweih zur Wiederbegegnung mit alten Bekannten fest einplanen, beschert dem Fest jährlich regelmäßige Besuchermengen von gut einer Million Menschen in zwölf Tagen. Das ist das Zehnfache der Einwohnerzahl Erlangens. Die Bergkirchweih gehört damit gemeinsam mit dem Oktoberfest in München, dem Volksfest in Nürnberg, der Michaeliskirchweih in Fürth und dem Gäubodenfest in Straubing zu den fünf größten Volksfesten in Bayern. Ausschankschluss ist um 23.00 Uhr. Im Anschluss ergießt sich ein Strom von Menschen in die Innenstadt, wo in und vor Kneipen sowie in Discos bis in die Morgenstunden weitergefeiert wird. Zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten Erlangens gehören:

  • Die jetzige Innenstadt, die ehemalige Neustadt Erlangen, ist als Ensemble sehenswert. Sie ist als barocke Plan- und Idealstadt errichtet worden und gehört heute mit ihren schnurgeraden Straßen- und Platzfronten und den einheitlichen Fassaden der fast durchwegs zwei- und dreigeschossigen traufständigen Häuser zu den bedeutendsten und am besten erhaltenen Anlagen dieser Art in Deutschland.
  • Die Schlossanlage mit dem markgräflichen Schloss, dem Schloss- und Marktplatz sowie dem Schlossgarten, in dem sich u. a. die Orangerie, die ehemalige Konkordienkirche (heute Geologisches Institut), der Hugenottenbrunnen sowie das Reiterstandbild des Markgrafen Christian Ernst befinden.
  • Das Markgrafentheater, das älteste bespielte Barocktheater Süddeutschlands.
  • Das Palais Stutterheim, in dem sich heute die Stadtbücherei sowie die Städtische Galerie befinden.
  • Das Egloffsteinsche Palais, das 1718 am damaligen Stadtrand für Carl Maximilian Freiherr von Eggloffstein errichtet wurde. Bemerkenswert ist insbesondere der ehemalige Festsaal mit einer prächtigen Stuckdecke, die Domenico Cadenazzi zugeschrieben wird. 1749 wurde das Gebäude von der Stadt erworben, nachdem es vorübergehend der Universität gehörte. Seitdem wurde das Gebäude unterschiedlich genutzt, unter anderem als Armeninstitut, Tabakfabrik und für verschiedene Schulen. Seit der Renovierung im Jahr 1998 wird es ausschließlich von der Volkshochschule genutzt. In diesem Gebäude befand sich auch die Wohnung des Dichters und Orientalistikprofessors Friedrich Rückert.
  • Der ehemalige Wasserturm (Apfelstraße 12) wurde 1705 als erster Turm der Neustadt errichtet. Er war ursprünglich sechsgeschossig und diente der Wasserversorgung des Botanischen Gartens, der Springbrunnen und der Wasserspiele in der Orangerie. Seit 1818 ist er im Besitz der Universität, die den Wasserturm zur Wasserversorgung ihrer am Schlossgarten angesiedelten Institute benutzte. Drei Stockwerke wurden 1876 wegen Baufälligkeit abgebrochen. Zwei Räume wurden zwischen 1839 und 1897 als Karzer der Universität genutzt. Ein Raum davon ist noch heute im originalen Zustand erhalten.
  • Das Altstädter Rathaus am Martin-Luther-Platz. Das Gebäude wurde 1733/1734 bis 1740 in der Mitte der östlichen Front des Martin-Luther-Platzes errichtet, nachdem 1706 das Rathaus beim Altstadtbrand zerstört worden war. Nach der Zusammenlegung der Rathausfunktionen in der Neustadt 1812 diente das Gebäude unterschiedlichen Verwendungen. Seit 1964 wird das Gebäude für das Stadtmuseum genutzt. Es wurde 1988 renoviert.

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