Themenwoche Israel – Masada am Toten Meer

Mittwoch, 04. Februar 2015 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein, UNESCO-Welterbe, Union für das Mittelmeer

Masada National Park © flickr.com - Ana Paula Hirama/cc-by-sa-2.0

Masada National Park © flickr.com – Ana Paula Hirama/cc-by-sa-2.0

Die ehemalige Festung Masada befindet sich in Israel am Südwestende des Toten Meeres; sie ist heute Teil eines nach ihr benannten Nationalparks. Das archäologische Ausgrabungsgelände Masada wurde 2001 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Seit 1971 führt eine 900 m lange Luftseilbahn, die Masadabahn, von -257 m auf das Gipfelplateau in 33 m NN. Sie ist die tiefstgelegene Seilbahn der Welt. Die Einrichtung der Seilbahn war sehr umstritten, da sie das Aussehen der Fundstelle stark veränderte. Da es zu langen Wartezeiten kam, wurde zwischen 1995 und 2000 eine neue Seilbahn errichtet. Sie nahm 1999 den Betrieb auf. Eine Brücke verbindet die Endstation mit dem Schlangenpfad-Tor. An der Talstation der Bahn wurde 2000 ein neuer Eingang mit einem kleinen Museum geschaffen.

Masada Visitors Center © Yan Kamintzky Model of the northern palace © Berthold Werner Aerial view of Masada with the Dead Sea in the background © Godot13/cc-by-sa-3.0 Masada National Park © flickr.com - Ana Paula Hirama/cc-by-sa-2.0
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Aerial view of Masada with the Dead Sea in the background © Godot13/cc-by-sa-3.0
Die Festung wurde im Jahre 1838 durch die beiden amerikanischen Gelehrten Edward Robinson und E. Smith wiederentdeckt. Sie sahen es von En Gedi aus und identifizierten es richtig. Obwohl Masada lange vergessen war und außerdem die historische Zuverlässigkeit der Berichte von Flavius Josephus umstritten ist, entfaltete die Überlieferung große Wirkung. Der Mythos von Masada als berühmter historischer Hügel ist ein wichtiger Bestandteil der heutigen zionistischen Ideologie. Die Vorgänge um die Festung Masada haben einen erheblichen Einfluss auf das Selbstverständnis der israelischen Streitkräfte. Die jährlichen Abschlussmanöver der militärischen Grundausbildung endeten zwischen 1965 und 1991 nach zwei Tagen Dauer auf der Festung. Im Schwur der Soldaten wurde die Festung zu einem Symbol des jüdischen Selbstbehauptungswillens: “Masada darf nie wieder fallen”. Inzwischen findet das militärische Zeremoniell nicht mehr statt, da der Vergleich mit den fanatischen Sikariern gescheut wird, ebenso wie die Assoziation mit dem kollektiven Selbstmord selbiger vor der Erstürmung der Festung durch die Römer.

Heute ist Masada eine Attraktion für Touristen, die das Tote Meer besuchen. Um den historischen Kontext kulinarisch angemessen zu würdigen, hat McDonald’s 2011 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ein Restaurant im Besucherzentrum am Fuss der Festung eröffnet, in dem koschere Burger angeboten werden.

Hier finden Sie eine Übersicht aller Themenwochen.

Lesen Sie mehr auf unesco.org – Masada, Wikivoyage Masada und Wikipedia Masada (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Fotos von Wikimedia Commons.



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