Martinique – Die Blume der Karibik

17. Juni 2014 | Destination: | Rubric: Allgemein |

Saint-Luce © Frameme

Saint-Luce © Frameme

Martinique ist eine Insel in der Karibik und gehört zu den kleinen Antillen – genauer gesagt zu den Inseln über dem Winde. Sie ist ein französisches Überseedépartement und eine französische Überseeregion.

In der Sprache der Ureinwohner wurde die Insel Madinina (Blumeninsel) genannt, diese Bezeichnung wird auch heute noch oft von den Einheimischen verwendet. Martinique ist ein vollintegrierter Teil des französischen Staates und damit auch Teil der Europäischen Union.

Martinique liegt zwischen dem karibischen Meer und dem Atlantischen Ozean 25 km südlich von Dominica und 37 km nördlich von St. Lucia. Sie liegt ungefähr 6.850 km von Paris und 3.150 km von New York entfernt sowie 440 km vor der Küste Venezuelas. Die Insel hat eine Länge von 73 km und eine Breite von 39 km. Die Küstenlinie ist zirka 350 km lang. Die Insel ist bergig. Im Norden der Insel liegt der Vulkan Montagne Pelée, der eine Höhe von 1.397 m hat.

Les Anses d'Arlet © Pascalou petit Town hall of Fort-de-France © Sebb Saint-Pierre © flickr.com - Jean & Nathalie Market in Saint-Anne © Frameme Les Salines Beach © Ian Sewell Anse Dufour Beach © Frameme Tropical forest near Fond-St-Denis  © Frameme Saint-Luce © Frameme
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Tropical forest near Fond-St-Denis © Frameme
Durch die Gründung der Französischen Ostindienkompanie durch Jean-Baptiste Colbert im Jahr 1664 wurde Martinique Besitz der französischen Krone. Während des Zweiten Englisch-Niederländischen Krieges war Frankreich mit den Niederlanden verbündet – eine englische Flotte griff wiederholt französische Siedlungen auf Martinique an und besiegte am 6. Juli bei Saint-Pierre ein französisches Geschwader. Im Dritten Englisch-Niederländischen Krieg, in dem Frankreich nun mit England gegen die Niederlande kämpfte, wurde Martinique am 16. Juli 1674 durch die Flotte des holländischen Admirals Michiel de Ruyter angegriffen.

Am 8. Mai 1902 brach der Vulkan Mt. Pelée aus. Ein pyroklastischer Strom hatte mehr als 30.000 Tote zur Folge. In Saint-Pierre überlebten lediglich ein Schuhmacher und ein Gefängnisinsasse. Die Stadt war damals, wegen der guten Reede, die wirtschaftlich bedeutendste von Martinique. Im Jahr 1946 wurde Martinique zu einem der französischen Überseedépartements (Départements d’Outre-Mer / DOM), die politisch als Teil des Mutterlandes gelten. Martinique erhielt vier Abgeordnete und zwei Senatoren. 1972 wurde Martinique eine Région, ein Parallelstatus zum DOM. 1983 wurde durch die Dezentralisation der Regionalrat eingeführt. 1958 gab es Autonomiebewegungen. Im Jahr 1999 wurde die Banane aus Martinique Anlass eines „Handelskriegs“ zwischen den USA und Europa. 2003 wurde der Doppelstatus als Region und Department (DOM) bestätigt.

Bei einer vom französischen Staat initiierten Volksabstimmung über mehr Autonomie des Départements vom 10. Januar 2010 stimmten 79 Prozent der Abstimmenden dagegen.

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