Malta, die Inselrepublik im Mittelmeer

Montag, 30. April 2012 - 13:07 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Valletta - Grand Harbour © Henry M. Trotter

Valletta – Grand Harbour © Henry M. Trotter

Die Republik Malta ist ein südeuropäischer Inselstaat im Mittelmeer. Der maltesische Archipel verteilt sich auf die drei bewohnten Inseln Malta (einschließlich Manoel Island, etwa 246 Quadratkilometer), Gozo (etwa 67 Quadratkilometer) und Comino (etwa 3 Quadratkilometer) sowie auf die unbewohnten Inseln Cominotto, Filfla, St. Paul’s Islands und Fungus Rock. Die Hauptinsel Malta ist in zwei Regionen mit fünf Bezirken gegliedert. Gozo und Comino bilden zusammen die dritte Region und den sechsten Bezirk. Der Name Malta geht auf die punische Bezeichnung für einen Zufluchtsort malet zurück, die Griechen nannten die Inseln Melite (Μελίτη), bei den Römern hieß sie Melita. Die Altstadt von Maltas Haupstadt, Valletta, gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

Malta wurde britische Kolonie und am 21. September 1964 unabhängig. Am 1. Mai 2004 wurde es Mitglied der Europäischen Union und ist seitdem deren kleinster Mitgliedsstaat. Am 1. Januar 2008 wurde in Malta der Euro eingeführt.

Trotz der langen Zugehörigkeit zum britischen Weltreich, das auch das Englische auf Malta einführte, haben die Malteser ihre eigene Sprache bewahrt. Maltesisch ist neben Englisch maltesische Staatssprache und infolge der EU-Mitgliedschaft dementsprechend auch in der EU Amtssprache. Maltesisch zählt zu den semitischen Sprachen und hat sich aus einem arabischen Dialekt entwickelt. Aber auch größere Wortschatzanteile aus dem Italienischen sowie geringere aus der spanischen, französischen und englischen Sprache finden sich im Maltesischen wieder.

Valletta - Courtyard of the Grandmaster's Palace © PodracerHH Pinto Wharf © Vallletta Waterfront St Luke's Hospital in Sliema, seen from Marsamxett Harbour © Thyes Saint Paul's Bay © flickr.com - Kirill Azhitsky Mdina - St Pauls Cathedral © Berthold Werner Dingli Cliffs, the highest point on Malta © Thyes Blue Lagoon Bay between Comino and Cominotto island © Erik1980 AIDAcara in Valletta's maritime industrial zone © Rolf Krahl Valletta - Grandmaster's Palace © Berthold Werner Valletta - Court House © Berthold Werner Valletta, seen from Senglea © Myriam Thyes Valletta, seen from Fort Manoel © Myriam Thyes Valetta - Grandmaster's Palace © Jean-Christophe BENOIST Valletta - Grand Harbour © Henry M. Trotter
<
>
St Luke's Hospital in Sliema, seen from Marsamxett Harbour © Thyes
Maltas Wirtschaft gestaltet sich im Vergleich zu den anderen im Jahr 2004 der EU neu beigetretenen Mitgliedstaaten relativ positiv. Die zwei traditionellen Wirtschaftszweige sind Landwirtschaft und Fischerei. Dabei wird die Landwirtschaft hauptsächlich auf Gozo betrieben. Obwohl die Umweltbedingungen (wenig Regen, geringer Abfluss, kalkiger Untergrund und heißes Klima) keine guten Voraussetzungen für die agrarische Nutzung bieten, werden bei verschiedenen Gemüse- und Getreidearten hohe Erträge erzielt, auch der Weinbau ist rentabel. Trotzdem erzeugt Malta nur 20 % des Eigenbedarfs an Nahrungsmitteln. Der größte Arbeitgeber des Landes sind die Malta Drydocks, die zweitgrößte Werft Europas. Der Tourismus spielt eine große Rolle (40 % des Bruttosozialprodukts), und auch finanzielle Dienste (11 %). Die meisten Urlauber kommen aus Großbritannien, Deutschland und Italien. Von 1965 bis heute hat sich die Zahl der Touristen etwa verzehnfacht. Heute sind es über eine Million Touristen jährlich, die vor allem die Strände, die historischen Städte und die Felsenlandschaft besuchen, oder einen Sprachkurs in Englisch belegen. Die Bekleidungs- und Textilindustrie sind weitere wichtige Wirtschaftszweige. 1992 wurde auf Malta eine eigene Börse gegründet.

Eine Besonderheit der Maltesischen Inseln sind die Luzzus, bunt bemalte hölzerne Fischerboote, deren Bug mit Augen (Horus- oder Osirisauge) verziert ist. Die Bauweise der Boote geht möglicherweise auf die Phönizier zurück; das Auge soll der Überlieferung nach die Fischer vor Gefahren schützen. Zusätzlich tragen die Boote zumeist die Namen christlicher Heiliger. Die farbenfrohen Boote sind ein beliebtes Fotomotiv für Touristen; daher wird ihr Unterhalt von der Regierung bezuschusst. Sie werden aber bis heute von den Fischern als Arbeitsgerät genutzt. Einige moderne Ausflugsboote für Touristen sind im Stil dem traditionellen Luzzu nachempfunden.

Lesen Sie mehr auf Regierung von Malta, Malta Tourismus, Popeye Village, Wikitravel Malta, Wikivoyage Malta und Wikipedia Malta. Hier erfahren Sie mehr über Bilder und deren Verwendung. Damit Sie sich auf dem Laufenden halten können, bieten die meisten Stadt- oder Tourismus-Webseiten einen Newsletter-Service an und/oder unterhalten Facebook-Seiten/Twitter-Accounts. Zudem bieten mehr und mehr Orte, Tourismusorganisationen und Kultureinrichtungen zusätzlich Apps für SmartPhones und Tablets an, sodass Sie Ihren mobilen Fremdenführer immer dabei haben können (Sicher Reisen - Die Reiseapp des Auswärtigen Amtes). Wenn Sie eine Anregung, Kritik oder einen Hinweis zu dem Beitrag haben, freuen wir uns auf Ihre E-Mail an kommentar@wingsch.net. Nennen Sie dazu im Betreff bitte die Überschrift des Blogbeitrags, auf den sich Ihre E-Mail bezieht.




Das könnte Sie auch interessieren:

Diesen Beitrag teilen: (Vor Nutzung der Button Datenschutzregelungen beachten)

Die Galeone Vasa

Die Galeone Vasa

[caption id="attachment_191730" align="aligncenter" width="590"] © flickr.com - Jorge Láscar/cc-by-2.0[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]Die Vasa war eine schwedische Galeone, die zu den größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffen ihrer Zeit zählte. Bereits zu Beginn ihrer Jungfernfahrt am 10. August 1628 sank die Vasa nach nur etwa 1300 Metern Fahrtstrecke bei normalem Seegang wegen schwerwiegender konstruktiver Instabilität. Nach ihrer Auffindung 1956 und Bergung 1961 wurde sie mehrfach restauriert und ist heute im Vas...

[ read more ]

Themenwoche Havanna - Hafen von Havanna

Themenwoche Havanna - Hafen von Havanna

[caption id="attachment_164461" align="aligncenter" width="590"] Lighthouse and Castillo de los Tres Reyes del Morro at the entrance to Havana Harbor © Mariordo/cc-by-sa-3.0[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen lassen"]Havanna liegt an der nordwestlichen Küste Kubas, südlich der Florida Keys, wo der Golf von Mexiko in die Karibik mündet. Die Stadt dehnt sich vor allem südlich und westlich der Bucht aus, welche die Stadt in ihre drei Haupthäfen teilt: Marimelena, Guanabacoa, und Atarés. Die Uferpromenade samt Hafenviertel soll in den...

[ read more ]

Themenwoche Sardinien - Sassari

Themenwoche Sardinien - Sassari

[caption id="attachment_150745" align="aligncenter" width="590"] Piazza Tola © Gianni Careddu/cc-by-sa-3.0[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]Sassari ist mit 128.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Sardiniens. Sassari liegt im Norden der Insel und ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Sassari. Sie ist die Provinz mit der größten Dichte von Nuraghen und auch ihr Anteil an den Domus de Janas ist sehr groß. Neben dem Handel werden in und um Sassari folgende Lebensmittel produziert: Olivenöl, Gemüse, Wein und Käse. Weiters gibt...

[ read more ]

Ocean Drive in South Beach

Ocean Drive in South Beach

[caption id="attachment_162363" align="aligncenter" width="590"] © chensiyuan/cc-by-sa-4.0[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]Der Ocean Drive ist eine Straße in South Beach, dem südlichen Teil von Miami Beach. Der Ocean Drive ist bekannt für seine vielen Art-Déco-Hotels, da die Straße im Herzen des Art Déco District liegt, in dem sich 800 gut erhaltene Gebäude befinden. Der Stil der Streamline-Moderne entwickelte sich aus dem Art-Déco-Stil und dominiert im Wesentlichen den Ocean Drive. Die Straße startet am South Point...

[ read more ]

Bozen in Südtirol

Bozen in Südtirol

[caption id="attachment_160885" align="aligncenter" width="590"] Waltherplatz © Mattes[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]Bozen ist die Landeshauptstadt Südtirols, einer autonomen Provinz in Italien, und als solche Sitz der Südtiroler Landesregierung und des Südtiroler Landtags. Seit 1998 ist die Stadt mit der Freien Universität Bozen Universitätsstadt. Bozen wird zu den großen städtischen Zentren im Alpenraum gerechnet und gilt auf Grund ihrer Bikulturalität als wichtiger Begegnungsort der österreichisch-deutschen und...

[ read more ]

Die Hafenstadt Aalborg

Die Hafenstadt Aalborg

[caption id="attachment_152743" align="aligncenter" width="590"] Nytorv Square © Tomasz Sienicki[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]Aalborg ist eine Großstadt, ein Seehafen und die Hauptstadt der Region Nordjylland in Dänemark. Nach der Hauptstadt Kopenhagen sowie Aarhus und Odense ist Aalborg die viertgrößte Stadt des Landes. Aalborg liegt am Limfjord, der dort flussartig verengt über eine Entfernung von etwa 35 Kilometer die Verbindung zur Ostsee herstellt. Über den Limfjord führen eine Eisenbahnbrücke von 1879 und di...

[ read more ]

Die Europäische Union: Der Brexit

Die Europäische Union: Der Brexit

[caption id="attachment_205083" align="aligncenter" width="590"] Dover - Brexit by Banksy © Paul Bissegger/cc-by-sa-4.0[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"](Letzte Ergänzung: 20.11.2019) Der Brexit, der nicht einmal rechtlich bindend, sondern bestenfalls als Empfehlung (insofern hat das Brexit-Votum in etwa das gleiche Gewicht, als wenn man die Briten über das Wetter abstimmen lassen hätte, mit dem Ergebnis das fortan an 365 Tagen im Jahr die Sonne über der Insel zu scheinen hätte – zumindest gäbe es dann aber zur Abwechslun...

[ read more ]

Themenwoche Bretagne - Quimper

Themenwoche Bretagne - Quimper

[caption id="attachment_153434" align="aligncenter" width="590"] St. Corentin Cathedral © Falk Koop[/caption][responsivevoice_button voice="Deutsch Female" buttontext="Diesen Beitrag vorlesen"]Quimper, Bretonisch Kemper, ist eine Stadt in der Bretagne. Sie ist die préfecture (Hauptstadt) des Départements Finistère. Die Stadt hat 63.929 Einwohner, die frz. quimpérois und bret. kemperiz genannt werden. Der Name „Quimper“ stammt aus dem Bretonischen kemper und bedeutet Zusammenfluss, da die Stadt am Zusammenfluss von Jet, Steïr und Odet erbaut wurde. Die Hauptstadt der Cornouail...

[ read more ]

Return to Top ▲Return to Top ▲
Prato della Valle, the famous square of Padua © Dan00nad
Padua in der Region Venetien

Padua (italienisch Padova; deutsch früher Esten) ist eine der ältesten Städte in Italien. Sie hat 214.198 Einwohner und liegt am...

Re-construction of Herrenhausen Castle © Thomas
Ein Schloss wächst heran

Der Dauerfrost hat den Zeitplan für das Schloss Herrenhausen verzögert. Doch der Bau wächst sichtbar - am Donnerstag wird Richtfest...

© klimahaus-bremerhaven.de
Die Seestadt Bremerhaven

Bremerhaven (niederdeutsch Bremerhoben) ist eine kreisfreie Stadt, ein Oberzentrum im nördlichen Elbe-Weser-Dreieck und die einzige deutsche Großstadt direkt an der...

Schließen