Madagaskar im Indischen Ozean

02. September 2015 | Destination: | Rubric: Allgemein, UNESCO-Welterbe |

Ankify Lodge (Dauphin Bleu) © Rvdb2

Ankify Lodge (Dauphin Bleu) © Rvdb2

Madagaskar ist mit etwa 22 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 587.295 Quadratkilometern nach Indonesien der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat der Welt. Die Präsidialrepublik mit einer Küstenlänge von 4828 Kilometern liegt vor der Ostküste Mosambiks im Indischen Ozean. Antananarivo ist die Hauptstadt und mit 1.816.000 Einwohnern die mit Abstand größte Stadt Madagaskars.

In der madagassischen Verfassung ist Umweltschutz als Staatsziel festgeschrieben. Doch das starke Bevölkerungswachstum, die große Armut und traditionelle Landwirtschaft bedrohen die Natur des Landes. Die Fläche der Naturschutzgebiete soll nach einem Regierungsplan verdreifacht werden. Allerdings gestaltet sich die Durchsetzung der Naturschutzgebiete als sehr schwierig. So stand der Masoala-Nationalpark lange Zeit nur auf dem Papier und wurde von den Menschen vor Ort abgelehnt.

Die Wirtschaft Madagaskars trägt typische Züge eines Entwicklungslandes. Madagaskar zählt damit nach wie vor zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Hauptexportprodukte sind Kaffee, Fischereiprodukte, Vanille, Gewürznelken und Zucker sowie Bergbauprodukte.

Beach in Madagascar with pirogues and palm trees © flickr.com - Aleix Cabarrocas Garcia Office of Diana region © Regiondiana Mahavelona - Manda Beach © Hlovaarivelo Imerina countryside riziere rice paddies © flickr.com - Jean-Louis Vandevivère Madagascar map © CIA world factbook Ankify Lodge (Dauphin Bleu) © Rvdb2
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Beach in Madagascar with pirogues and palm trees © flickr.com - Aleix Cabarrocas Garcia
Am 10. August 1500 sichtete der portugiesische Seefahrer Diogo Dias als erster Europäer Madagaskar und nannte die Insel nach dem Namenstag des Laurentius von Rom São Lorenço. Später erschien die Insel auch als Santa Apolonia auf portugiesischen Karten sowie als France occidentale und île Dauphine, bevor sie den Namen “Madagaskar” erhielt. Nachdem die wichtigsten europäischen Handelsgesellschaften Handelsbasen auf den Routen im indischen Ozean eingerichtet hatten, spielte Madagaskar nur eine untergeordnete Rolle im Handelsverkehr. Von 1641 nutzten die Niederlande und später auch unter britischer oder amerikanischer Oberhoheit fahrende Händler die Insel, um Sklaven für ihre Kolonie Mauritius zu verschleppen, dabei kamen jenen häufige ethnische Konflikte unter der indigenen Bevölkerung zugute. Die vorgelagerte Insel Sainte Marie diente dabei als Handelsumschlagsplatz. Ein erster französischer Kolonialisierungsversuch (1643–1672) scheiterte zunächst. Daneben nutzten Piraten im 17. und 18. Jahrhundert Madagaskar als Basis.

Mit Abstand wichtigster Seehafen ist Toamasina. Die inländischen Wasserwege sind aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit oft nur für Kanus geeignet und sind deshalb, mit Ausnahme des Betsiboka, welcher auf einer Länge von 80 Kilometer beschiffbar ist, nur von untergeordeneter und lokaler Bedeutung.

Aufgrund der oft schlechten Straßenzustände war der innermadagassische Flugverkehr bereits in den 1950er-Jahren von großer Bedeutung; 58 der insgesamt etwa 400 Flugplätze wurden zu jener Zeit mit Linienflügen bedient. Heute fliegt die staatlich betriebene Air Madagascar 40 madagassische Flugziele an. Am Luftfahrt-Drehkreuz der Fluggesellschaft, dem internationalen Flughafen Antananarivo, der die Hauptstadt unter anderem mit Paris, Johannesburg und Bangkok verbindet, wurde 2006 mit 682.704 Passagieren etwas über die Hälfte des Passagierverkehrs abgewickelt.

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