Laas im Vinschgau

Dienstag, 22. Oktober 2013 - 13:00 (CET/MEZ) Berlin | Author/Destination:
Category/Kategorie: Allgemein

Wooden aqueduct © Hegedex

Wooden aqueduct © Hegedex

Laas (italienisch: Lasa) ist eine Gemeinde mit 4.000 Einwohnern im Südtiroler Vinschgau (Italien). Hauptort ist das gleichnamige Dorf, das vor allem für den Laaser Marmor bekannt ist, der unter anderem im neuen World Trade Center Bahnhof in New York verbaut.

Die Marmorvorkommen im Laasertal wurden vermutlich bereits in der Römerzeit abgebaut, die systematische Gewinnung begann jedoch erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Nach der Annexion Südtirols an Italien eröffnete die Lasa Marmo SPA 1929 die Laaser Marmorbahn, mit der der Marmor heute noch aus 1550 Metern Höhe ins Tal gebracht wird. Mittels einer Seilbahn überwinden die Blöcke als erstes eine Schlucht. Danach werden sie auf Eisenbahnschienen den Berg entlang zu einer Standseilbahn, der Laaser Schrägbahn, geführt, mit der sie dann zum Marmorwerk im Tal gebracht werden.

'Marmor und Marillen 2013' event - Marble and Apricot © Whgler/cc-by-sa-3.0 Marble Train © Armin Kübelbeck/cc-by-sa-3.0 Marble Factory © Armin Kübelbeck/cc-by-sa-3.0 © Armin Kübelbeck/cc-by-sa-3.0 Laas Marble © Hans Urian/cc-by-sa-3.0 Wooden aqueduct © Hegedex
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'Marmor und Marillen 2013' event - Marble and Apricot © Whgler/cc-by-sa-3.0
Es gibt heute im Hauptort noch zwei marmorverarbeitende Betriebe sowie zwei Bildhauer. Ein weiterer marmorverarbeitender Betrieb steht in der Fraktion Eyrs. 1982 wurde die Berufsfachschule für Steinbearbeitung in Laas wiedergegründet. Seit 2000 wird der Laaser Marmor auch durch das Ausstellen marmorner Kleinkunstwerke im Rahmen des jährlich stattfindenden Laaser Kulturfests marmor & marillen ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. In der Talsohle befindet sich ein ausgedehntes Obstbaugebiet. Zwei große Obstgenossenschaften sorgen für die Lagerung und den Verkauf von Marillen, Äpfeln, Blumenkohl und anderem Gemüse.

Das historische Aquädukt, die als “Kandlwaal” bezeichnete Holzrinne, war einst Teil des aus Waalen bestehenden Bewässerungssystems. Das 600 m lange hölzerne Aquädukt überquerte die Etsch auf 32 bis zu 15 m hohen Steinpfeilern. 1907 wurde der Kandlwaal von einem Brand zerstört. Teile davon sind heute noch zu sehen.

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